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Leder-FAQ

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Hier finden Sie die Wahrheiten über das Geschäft mit den Häuten.

Stand Juli 2013
Ist es möglich, auf humane Weise gewonnenes Leder zu beziehen?

Schon allein die Anzahl der für den weltweiten Lederverkauf benötigten Tiere macht eine humane Behandlung unmöglich. Die Tiere werden unter vollkommen überfüllten Bedingungen in Massenbetrieben (z.T. auf Weiden) gehalten. Dort können Sie sich häufig kaum bewegen oder auch nur umdrehen und ihnen wird alles Natürliche verweigert, einschließlich der Bewegung, dem Genießen des Sonnenlichts und selbst das Gefühl von Gras unter ihren Füßen.

Im Schlachthof angekommen geht der Horror weiter. Durch die dortige Fließbandarbeit kommt es nicht selten vor, dass Tiere routinemäßig bei lebendigem Leib gehäutet und zerlegt werden.

Beispiele aus den USA: Der Zeitung “Washington Post“ zufolge fanden staatliche Inspekteure lebendige Kühe vor, die in einem Schlachthof in Texas an einer Kette hingen. Videoaufnahmen aus einer weiteren Einrichtung zeigen, wie Schweine um sich treten und schreien, als sie in einen Tank mit kochend heißem Wasser gelassen werden, das ihre Haut weicher machen soll. Gleiche Szenen sind auf weltweiten Schlachthöfen zu sehen.

Diese Art des Missbrauchs ist weit verbreitet. Ein Arbeiter eines Schlachthofes gab an: „Das Fließband wird nicht einfach angehalten, nur weil ein Tier noch lebt.“


Die Tiere sind doch schon tot – sollten wir ihre Häute nicht nutzen?

Die Tiere sind nur deshalb tot, weil die Nachfrage nach ihrem Fleisch und ihren Häuten besteht. Geht diese Nachfrage zurück, werden auch weniger Tiere getötet. Leder macht ca. 60% des „Nebenprodukts“ der Fleisch verarbeitenden Industrie aus. Bei jedem Einkauf können Sie eine mitfühlende Entscheidung treffen, indem Sie keine Industrie unterstützen, die Tieren Schaden zufügt und stattdessen auf humane Alternativen zurückgreifen.


Ist Leder denn nicht besser für die Umwelt als synthetische Materialien?

Die Lederindustrie versucht dem Kunden einzureden, Häute seien “umweltfreundlich”. Doch in Wahrheit ist Leder ganz und gar nicht gut für unseren Planeten. Lederprodukte sind voll von Chemikalien, um sie vor der Verwesung im Kleiderschrank des Käufers zu bewahren und die Produktion von Leder verschmutzt die Umwelt und verbraucht wertvolle Ressourcen.

Formaldehyd, Auszüge von Steinkohlenteer und verschiedene Öle, Farben und Polituren – einige auf Zyanid-Basis – werden verwendet um die Tierhäute in fertige Lederprodukte zu verwandeln. Ein Großteil des Leders wird mit Chrom gegerbt. Den Umweltschutzbehörden zufolge sind alle Abfälle, die Chrom enthalten, gefährlich. Die Ausstöße aus Gerbereien enthalten außerdem große Mengen anderer Schadstoffe sowie Kalkschlamm, Sulfide und Säuren.

Und vergessen Sie nicht: im Gegensatz zu Kunstleder verursacht “echtes Leder” unermessliches Leid für Millionen von Tieren Jahr für Jahr.

Für weitere Informationen besuchen Sie bitte unsere Seite zum Thema Leder und die Umwelt.


Ich bekomme Schweißfüße von einigen Synthetikschuhen


Die neusten Synthetikmaterialien sind echten Häuten weit überlegen. Chlorenol (Hydrolite bei Avia und Durabuck bei Nike) ist ein aufregendes neues Material, das atmungsaktiv ist, den Fuß genauso wie Leder umschließt und guten Halt bietet. Dieses Material wird häufig in der Produktion von Sport- und Wanderschuhen verwendet. Man kann es sogar in der Waschmaschine waschen – probieren Sie das doch einmal mit Ihren Lederschuhen!


Was soll ich nun mit meinen Kleidungsstücken aus Leder machen?


Viele Menschen lassen die Finger für immer von den Häuten wenn sie erfahren, wie es den Tieren in der Lederindustrie ergeht. Aber nicht jeder kann es sich leisten, alle alten Kleidungsstücke wegzuwerfen und alles neu und tierfreundlich zu kaufen. Einige Menschen hören von jetzt auf gleich auf, Leder zu tragen, andere ersetzen ihre Lederbekleidung Stück für Stück durch Alternativen. Tun Sie, was Sie für richtig halten. Glücklicherweise schonen Kunstleder und andere Alternativen nicht nur die Tiere, sondern auch Ihren Geldbeutel. Die meisten Kunstleder- Produkte sind wesentlich günstiger als Leder und halten zudem länger.

Wenn Sie sich dafür entscheiden sollten, Ihren Kleiderschrank und Ihr Gewissen zu erleichtern, können Sie Ihre ungewollten Häute zum Beispiel an PETA schicken. Wir werden sie dann bei Anti-Leder- Demonstrationen und anderen Aktionen zur Aufklärung der Öffentlichkeit einsetzen. Ihre Spende könnte Leben retten!

Schicken Sie Ihre ungewollten Lederprodukte an:

PETA Deutschland e. V.
Benzstr. 1
70839 Gerlingen


Wo finde ich schicke Kleidungsstücke, die nicht aus Leder sind?

Tierhautfreies Einkaufen ist heutzutage so einfach wie nie zuvor. Zahlreiche moderne Designer und Marken, wie zum Beispiel Paul Frank, Kenneth Cole, Skechers, verkaufen tolle lederfreie Kleidungsstücke, angefangen mit Gürteln und Taschen, bis hin zu Schuhen und Jacken. Einige Discountläden und Kaufhäuser wie Deichmann und Reno verfügen über ein besonders großes Sortiment an lederfreien Schuhen.

In unserem Einkaufsführer für „tierleidfreie Bekleidung“ finden Sie weitere Läden, Marken/Labels, Versandhäuser, vegane Onlineshops und Kunstlederhersteller.

Brauchen Sie noch mehr? Sehen Sie sich PETAs Faktenblatt zum Thema Leder an und lassen Sie Ihre Freunde und Familienmitglieder wissen, dass Leder nicht schön, sondern grausam ist.

Egal ob aus Hund, Katze, Kuh oder Känguru: Leder verursacht Leiden. Es ist mit vielen tierfreundlichen Alternativen so einfach, gut auszusehen, ohne dass Tiere dafür getötet werden müssen.


Warum sollten Tiere Rechte haben?

Tierrechtler sind der Meinung, dass Tiere wertvolle Geschöpfe sind – vollkommen unabhängig von ihrem Nutzen für die Menschheit. Wir glauben, dass jedes Wesen, das den Wunsch hat zu leben, auch ein Recht auf ein Leben in Freiheit und frei von Schmerz und Leid hat. Klicken Sie hier für weitere Informationen.