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Das geheime Leben der Schlangen

 
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Erfahren Sie mehr über die faszinierenden Reptilien

Stand Mai 2015
Der Großteil der über 3.000 Schlangenarten stellt für den Menschen keine Gefahr dar. Die meisten von ihnen sind scheu, leben zurückgezogen und vermeiden die Konfrontation mit dem Menschen um jeden Preis – und doch herrscht weltweit die Angst vor der Schlange.

Werden die von Natur aus passiven Tiere für Schlangenbeschwörungen genutzt, sind sie so verängstigt, dass sie sich zur Selbstverteidigung aufrichten. Vielen dieser Tiere werden die Zähne herausgezogen oder der Mund zugenäht, damit sie nicht beißen können. Den Zuschauern bietet sich der Eindruck, die Tiere würden von der Musik angezogen und zu Bewegungen animiert, doch in Wahrheit stellen sie sich auf und spreizen ihr Nackenschild in dem vergeblichen Versuch, sich zu verteidigen.

Faszinierende Fakten über Schlangen

Schlangen erkennen ihre Familienmitglieder und vollziehen aufwendige Paarungsrituale. Viele Arten kümmern sich um ihre Jungtiere.

Schlangen sind hervorragende Schauspieler: Um Raubtiere zu täuschen, stellen sich einige Arten tot, indem sie sich auf den Rücken rollen, den Körper erschlaffen lassen und die Zunge heraushängen. Manche Tiere sondern sogar einen ranzigen Geruch ab, um Beutegreifer fernzuhalten.

Im Bereich der Infrarottechnologie schlagen uns Schlangen um Längen. Einige Schlangen verfügen über besondere Organe an ihrer Nase, mit denen sie die Infrarotstrahlung warmer Körper wahrnehmen können. So können sie – wie mit einer Infrarotkamera – auch nachts sehen.

Der Herpetologe David Holtzman hat jahrelang das räumliche Verständnis und das Gedächtnis von Schlangen erforscht. Er fand heraus, dass die Reptilien eine besondere Begabung zum Lernen besitzen. „Zusammengefasst ist festzustellen, dass Schlangen – sofern die Versuche auf biologisch sinnvolle Weise durchgeführt werden – ein räumliches Lernen aufweisen, welches es mit den Lernfähigkeiten von Vögeln und Nagern aufnehmen kann.“

Zwar haben Schlangen weder Außenohr noch Trommelfell, doch sie verfügen über zwei Hörsysteme. Indem sie mit ihren Kieferknochen den Boden berühren, können Schlangen auch die kleinste Vibration wahrnehmen, z. B. den leisen Gang einer Maus. Diese Vibration wandert anschließend zum Innenohr, wo die Signale an das Gehirn weitergegeben werden.

Genau wie Hunde und Katzen empfinden auch Schlangen Schmerz und Angst und verdienen es – genau wie „kuschelige“ Tiere –, ein Leben frei von Leid und Qual leben zu dürfen. Bitte helfen Sie den Schlangen, indem Sie niemals Rituale wie Schlangenbeschwörungen unterstützen oder verherrlichen und im Laden zu synthetischen Materialien statt exotischer Häute greifen.
 

Was Sie tun können

Sie können den Schlangen helfen! Tragen Sie kein Leder und halten Sie sie nicht als sogenannte Haustiere.