Ist vegan günstig oder teuer? Bei der Einkaufsroutine ist es wie bei vielen Dingen im täglichen Leben: Der wöchentliche Einkauf basiert häufig auf Gewohnheiten. Wir kaufen, was wir kennen. Mittlerweile belegen Studien, dass eine vegane Ernährung auf dem Einkaufszettel günstiger ausfallen kann als fleischbasierte.
Denn: Die Grundelemente einer ausgewogenen veganen Ernährung gehören zu den günstigeren Lebensmitteln: Getreide, Gemüse, Obst und Hülsenfrüchte. Wie Sie Ihren veganen Einkauf so kostengünstig wie möglich gestalten und dabei keine Abstriche machen müssen, erfahren Sie in diesem Beitrag.
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Ist es billiger, vegan zu leben?
Studien des Umweltbundesamts zeigen: Wer pflanzlich isst, kann nicht nur die Umwelt schonen, sondern auch deutlich Geld sparen. [1] Vegane Lebensmittel wie Hülsenfrüchte, Haferflocken oder saisonales Gemüse kosten oft nur einen Bruchteil von Fleisch, Käse oder Wurst. Eine vegane Ernährung ist deshalb die günstigste Option, um sich nachhaltig, gesund und gleichzeitig preiswert zu ernähren – gut für Umwelt und Geldbeutel.
Auch eine Oxford-Studie aus dem Jahr 2021, die verschiedene Ernährungsformen analysierte, kam zu dem Ergebnis, dass eine rein pflanzliche Ernährung günstiger ist als eine Ernährung mit tierischen Produkten. Der Umstieg auf eine vegane Ernährung kann die Lebensmittelrechnung laut Studie um rund ein Drittel senken. [2] Vegan ist also nicht nur tierleidfrei und klimafreundlicher, sondern sogar günstiger.
Das zeigt sich auch an einem konkreten Beispiel: In einem Video zeigt Influencer Fabian Grischkat, wie günstig das vegane Gericht „Spaghetti Bolognese“ auf Pflanzenbasis im direkten Vergleich zur Fleischvariante ist.
Wie kann man günstig vegan leben?
Mit einer veganen Ernährung lässt sich dauerhaft Geld sparen – vor allem, wenn man sich an einfache Grundzutaten hält. Die untersuchten Ernährungsmodelle zeigen, dass pflanzenbasierte Kost im Durchschnitt die günstigste Variante ist, weil teure Tierprodukte wie Fleisch, Käse oder Eier komplett wegfallen. [1]
Fünf Tipps für den kostensparenden veganen Einkauf
1. Günstige Grundzutaten nutzen
Besonders preiswert sind die folgenden Lebensmittel, die zugleich die Basis vieler günstiger und zugleich sättigender Gerichte bilden:
- Kartoffeln
- Reis, Nudeln, Couscous
- Hülsenfrüchte (z. B. Linsen ab 1–2 € pro Kilo)
- Haferflocken (ca. 0,50–1 € pro 500 g)
- Karotten, Kohl, Äpfel
2. Saisonal & regional einkaufen
Gemüse und Obst der Saison sind deutlich günstiger. Beispiel: Ein Kilo saisonaler Kohl kostet oft unter 1 €. Saisonale Pflanzenkost ist sowohl kostengünstig als auch umweltfreundlich.
3. Weniger Fertigprodukte konsumieren
Fertigprodukte sind oft teurer als Grundzutaten. Selbst kochen spart daher deutlich: Chili sin Carne, Linseneintopf oder Curry kosten pro Portion oft unter 1 €.
4. Große Mengen vorkochen
Meal Prep, also Vorkochen, reduziert spontane, teure Einkäufe. Trockene Hülsenfrüchte oder große Sackware (z. B. 5 kg Reis) zu verwenden, ist sogar noch günstiger.
5. Pflanzliche Proteine sind extrem preiswert
Eine proteinreiche vegane Ernährung bleibt auch dann die günstigste Variante, wenn man auf hochwertige, nährstoffreiche Zutaten achtet. Tofu, Bohnen, Erbsen oder Linsen liefern viel Protein für wenig Geld.
Für Fleisch, Milch und Eier sterben täglich knapp 2 Millionen Tiere
Allein im Jahr 2024 wurden insgesamt 740 Millionen Tiere in deutschen Schlachthöfen getötet. [3] Alle wurden wegen ihrer Milch, ihrer Eier oder ihres Körpers vor ihrem Tod gequält, missbraucht und ausgebeutet. Die Diskussion, Fleisch sei im Vergleich zur veganen Lebensweise günstiger, ist hinfällig, wenn man bedenkt, dass Tiere mit dem Leben zahlen.
Wie viel ist also ein Leben wert? Und wollen wir in einer modernen Gesellschaft weiter verantworten, dass Menschen ausgebeutet und andere Spezies für den vermeintlichen Genuss und den Profit der Menschen ihr Leben lassen – und qualvoll sterben?
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Quellen
[1] Umweltbundesamt (2023): Towards healthy and sustainable diets in Germany, https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/11740/publikationen/2023-05-10_texte_67-2023_towards_healthy_1.pdf (eingesehen am 10. Dezember 2025)
[2] Springmann, Clark, Rayner, Scarborough & Webb (2021): The global and regional costs of healthy and sustainable dietary patterns: a modelling study. The Lancet Planetary Health, https://www.thelancet.com/journals/lanplh/article/PIIS2542-5196(21)00251-5/fulltext (eingesehen am 10. Dezember 2025)
[3] Statistisches Bundesamt: Fleischproduktion im Jahr 2024 um 1,4 % gestiegen, https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2025/02/PD25_050_413.html (eingesehen am 10. Dezember 2025)