Tiere in historischer Felsenstadt Petra geschlagen und gepeitscht

Update April 2018

Neue Videoaufnahmen von PETA Asia zeigen, dass die Tiere in Petra weiterhin für Touristen geschlagen und gepeitscht werden - obwohl das jordanische Ministerium für Tourismus nach der ersten Veröffentlichung Anfang 2018 zusagte, die grausame Behandlung der Esel, Kamele und Pferde zu beenden. 


Die Menschen besuchen Petra, um uralte Monumente und Tempel zu bewundern. Doch die Felsenstadt hat auch eine dunkle, schmutzige Seite: Über 1.300 Pferde, Esel, Maultiere und Kamele werden gezwungen, Tourist/-innen Tag für Tag auf dem Rücken oder in Kutschen durch die Stadt zu befördern. Diese Tiere leiden schrecklich.

Die Tierführer schlagen die Tiere regelmäßig, während diese Tourist/-innen in der sengenden Sonne über eine zermürbende 10km lange Strecke befördern. Wasser oder Schatten steht den Tieren nicht zur Verfügung. Esel müssen Personen die 900 gefährlich steilen und abgetragenen Stufen zum berühmten Kloster der Stadt hinauf und wieder hinuntertragen. Weigern sie sich oder kommen ins Wanken, werden die Schläge noch schlimmer. Die Behörden scheinen kein echtes Interesse daran zu haben, den Tieren zu helfen: Die Petra Development and Tourism Region Authority weist verärgerte Besucher/-innen an, Tierquälerei zu melden und eine Nachricht an eine E-Mail-Adresse zu schicken. Doch diese funktioniert nicht einmal. 

Wie PETAs Video zeigt, tragen Tourist/-innen, die auf einem dieser Tiere reiten, direkt zum Leid und Schmerz der Tiere bei.

Erschöpfte Tiere in praller Sonne

Geschlagen und gebrochen

Regelmäßig schlagen Tierführer die erschöpften Tiere mit harten Gegenständen – zum Beispiel mit harten Plastikrohren, Seilen, Ketten oder Peitschen –, um sie zum Weitergehen zu bewegen.

Selbst wenn die Tiere zu erschöpft sind, um noch weitergehen zu können, werden sie gnadenlos geschlagen. Ein Esel scheute, weil er kurz nach einer Tour weitere Touristen tragen sollte. Er wurde von seinem Tierführer mit solcher Kraft in den Magen getreten, dass eine in der Nähe stehende Person zurückwich. Der Esel versuchte zwar, dem Angriff zu entkommen, doch er war angebunden und konnte nicht davonlaufen.

Trotz Hitze kein Wasser

Obwohl sie den ganzen Tag über in der Wüstenhitze arbeiten müssen, erhalten die Tiere erst am Ende des Tages Wasser, wenn sie in die Ställe zurückkehren. Denn bei diesen Ställen befindet sich die einzige Wasserquelle im archäologischen Park von Petra.

Zwischen ihren Einsätzen werden die Tiere angebunden. Schatten oder ein anderer Schutz vor der Hitze steht ihnen nicht zur Verfügung. Einige sind so kurz angebunden, dass sie sich nicht einmal hinlegen können, sondern stehend auf den nächsten zahlenden Kunden warten müssen. 

Blutige Wunden

Viele der Tiere hatten durch die eng angelegten Ketten und Seile Wunden. Ein Augenzeuge von PETA sah, dass selbst Kamele arbeiten mussten, die durch ihr Zaumzeug verursachte offene, fliegenbefallene Wunden hatten. Einige Esel hatten Ketten um den Hals, die von ihren Verletzungen blutverschmiert waren.

Blutige Wunde durch enge Seile