Kimchi – seit langem ein fester Bestandteil der koreanischen Küche – ist heute in vielen Ländern beliebt. Ob als würzige Beilage oder kreatives Topping: Das scharf-säuerliche Gemüsegericht gilt als Superfood und erfreut sich wachsender Beliebtheit. In Restaurants, auf Social Media und in Supermärkten wird Kimchi als gesunder Alleskönner gefeiert – reich an Geschmack, Tradition und probiotischer Wirkung.
Doch was genau ist Kimchi eigentlich? Wie schmeckt es – und ist es wirklich so gesund, wie oft behauptet wird? Wie viel davon ist gut für den Körper? Und ist Kimchi automatisch vegan? Hier finden Sie alle Infos zum Thema.
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Was ist Kimchi?
Kimchi ist ein traditionelles koreanisches Gericht aus fermentiertem Gemüse, meist Chinakohl und Rettich, das mit einer würzigen Mischung aus Chili, Knoblauch, Ingwer, Frühlingszwiebeln und Fischsauce zubereitet wird. Es ist ein Grundnahrungsmittel in der koreanischen Küche und wird oft als Beilage zu fast jeder Mahlzeit serviert. Die Fermentation verleiht Kimchi seinen charakteristischen Geschmack und macht es gleichzeitig lange haltbar.
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Kimchi – eine über 2.000 Jahre alte Tradition
Kimchi blickt auf eine über 2.000-jährige Geschichte zurück und wurde ursprünglich entwickelt, um Gemüse während der harten Wintermonate haltbar zu machen. Die Herstellung von Kimchi ist tief in der koreanischen Kultur verwurzelt – viele Familien geben ihre Rezepte und Techniken seit Generationen weiter. Heute gilt Kimchi als das Nationalgericht Koreas und ist bei nahezu jeder Mahlzeit unverzichtbar.
Wie wird Kimchi hergestellt?
Es gibt viele Varianten von Kimchi, doch das klassische Rezept folgt meist diesen Schritten:
- Salzen des Chinakohls, um ihm Wasser zu entziehen.
- Herstellen einer Würzpaste aus Knoblauch, Ingwer und Gochugaru (koreanisches Chilipulver).
- Vermengen aller Zutaten und Einfüllen in Gläser oder Tongefäße.
- Fermentation bei Zimmertemperatur für ein bis zwei Tage, anschließend Lagerung im Kühlschrank.
Die Dauer der Fermentation kann stark variieren: Manche bevorzugen Kimchi frisch und knackig, andere mögen es intensiv gereift und säuerlich. Mit über 180 offiziell anerkannten Sorten gibt es für nahezu jeden Geschmack die passende Variante. Wer es weniger scharf mag, kann zum Beispiel auf weißes Kimchi (Baek-Kimchi) zurückgreifen – eine milde Version ganz ohne Chili.
Wie ist der Geschmack von Kimchi?
Der Geschmack von Kimchi ist komplex und vielschichtig; Kimchi wird beschrieben als
- säuerlich durch die Fermentation,
- scharf durch die Verwendung von koreanischem Chilipulver (Gochugaru),
- umami durch Zutaten wie Fischsauce oder fermentierte Meerestiere
- knoblauchlastig und leicht zwiebelig.
Je nach Fermentationsdauer kann Kimchi milder oder intensiver schmecken.
Frisch zubereitetes Kimchi ist knackig und scharf, während länger fermentiertes Kimchi säuerlicher und weicher wird.
Wie isst man Kimchi?
Kimchi kann vielfältig verzehrt werden:
- als Beilage zu verschiedenen asiatisch inspirierten Gerichten
- in gebratenem Reis oder in einem Stir-fry
- mit Nudeln oder Dumplings
- als Topping bei Burgern und Bowls
- untergemischt als Zutat in herzhaften Pfannkuchen oder Eintöpfen

Wie gesund ist Kimchi?
Kimchi gilt als sehr gesund und bietet zahlreiche gesundheitliche Vorteile:
- Probiotisch: Durch die Fermentation enthält Kimchi lebende Milchsäurebakterien, die die Darmflora unterstützen. [1]
- Ballaststoffreich: Fördert die Verdauung. [1]
- Vitaminreich: Es liefert Vitamin A, B und C. [2]
- Antioxidativ: Die enthaltenen Zutaten wie Knoblauch und Ingwer wirken entzündungshemmend. [2]
- Kalorienarm: Ideal für eine ausgewogene Ernährung.
Studien zeigen, dass regelmäßiger Konsum von fermentierten Lebensmitteln wie Kimchi das Immunsystem stärken und sogar zur Senkung des Cholesterinspiegels beitragen kann. [1]
Wie viel Kimchi darf man am Tag essen?
Die empfohlene Menge hängt von individuellen Faktoren wie Gesundheitszustand und Verträglichkeit ab. Allgemein gilt:
- Empfehlung: 100-200 Gramm pro Tag sind für die meisten Menschen unbedenklich.
- Vorsicht bei hohem Salzkonsum: Kimchi enthält viel Salz, was bei Bluthochdruck relevant sein kann.
- Bei empfindlichem Magen: Die Säure und Schärfe können bei manchen Menschen zu Beschwerden führen – hier ist eine kleinere Menge ratsam.
Ist Kimchi immer vegan?
Nein, traditionelles Kimchi ist nicht immer vegan, da häufig Fischsauce, fermentierte Meerestiere oder Garnelenpaste verwendet werden. Es gibt jedoch viele vegane Varianten:
- In veganem Kimchi werden Sojasauce, Miso oder Algenbrühe statt Fischsauce verwendet.
- Viele Supermärkte und Bio-Läden bieten veganes Kimchi an. Achten Sie beim Kauf auf eine klare Kennzeichnung und überprüfen Sie die Zutatenliste, um sicherzugehen.
- Selbstgemacht: Mit rein pflanzlichen Zutaten lässt sich Kimchi leicht vegan zubereiten.

Kimchi: Gesund und lecker essen – ohne Tierleid
Fische sind fühlende Lebewesen mit individuellen Persönlichkeiten, Kommunikationsformen und Bedürfnissen. Einige Arten singen oder gestalten sogar kleine „Kunstwerke“, um Partner zu beeindrucken. Andere nutzen Werkzeuge, um an Nahrung zu gelangen oder sich mitzuteilen. Genau wie Menschen und alle anderen Tiere haben Fische die Fähigkeit zu leiden. Jeder Fisch ist ein Individuum, das nicht ausgebeutet oder getötet werden möchte – weder für sein Fleisch noch für seine Eier.
Traditionelles Kimchi enthält oft Fischsauce oder fermentierte Meerestiere. Heute gibt es für jeden Geschmack und jede Ernährungsweise pflanzliche Alternativen, die ganz ohne tierische Produkte auskommen – ob im Supermarkt oder selbst gemacht. Auch bei Kimchi gilt: Guter Geschmack geht nur mit gutem Gewissen und ohne Tierleid.
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Quellen
[1] Song, E. et al (2023): Effects of kimchi on human health: a scoping review of randomized controlled trials, https://journalofethnicfoods.biomedcentral.com/articles/10.1186/s42779-023-00173-8 (eingesehen am 27.06.2025)
[2] DAS WISSEN (04.10.2023): Kimchi: Fermentation und Gesundheit in Korea, https://das-wissen.de/ernaehrung-und-lebensmittel/kulinarische-traditionen/kimchi-fermentation-und-gesundheit-in-korea (eingesehen am 27.06.2025)