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Schockierende Videos: So leiden Wagyu-Rinder für ihr Fleisch

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Wagyu-Fleisch der sogenannten Wagyu-Rinder gilt als das teuerste Fleisch der Welt. Filmaufnahmen aus einer japanischen Forschungseinrichtung zur „Optimierung“ von Milchprodukten und Wagyu-Rindfleisch zeigen nun das wahre Ausmaß der Tierquälerei. Erfahren Sie hier mehr über Wagyu-Rinder, die Haltung der Tiere sowie das Tierleid hinter Wagyu-Produkten – und weshalb Sie sich den Tieren zuliebe für vegane Alternativen entscheiden sollten.

Was ist das Besondere am Wagyu-Rind?

Wagyu bedeutet übersetzt „japanisches Rind“. Ursprünglich stammen die Rinder nämlich aus Japan und werden dort auch heute vermehrt gezüchtet. Es gibt vier verschiedene „Rassen“: Schwarzes Wagyu, Braunes Wagyu, Shorthorn Wagyu und Polled Wagyu. Diese Rinder werden für ihr Fleisch gezüchtet, das sehr teuer verkauft wird und als „Delikatesse“ gilt. Das Besondere an dem Fleisch ist die „Fettmarmorierung“. Durch verschiedene Faktoren bei der Haltung der Tiere sowie durch die gezielte Züchtung versuchen die Halter:innen, diese Marmorierung zu optimieren. Dabei rückt das Wohl der Rinder in den Hintergrund, denn die Halter:innen wollen mit den Tieren vor allem Profit erwirtschaften.

Wie werden Wagyu-Rinder gehalten?

Das Fleisch der Wagyu-Rinder wird oft mit dem Versprechen einer besonders artgerechten Haltung beworben. Konsument:innen wird suggeriert, dass die Rinder viel Zeit auf der Weide verbringen und eine spezielle Nahrung bekommen. In der Realität geht es den Halter:innen hierbei aber keinesfalls um das Wohl der Tiere, sondern um die „Optimierung“ des Fleisches und folglich die Einnahme von möglichst viel Gewinn.

Die spezielle Nahrung ist beispielsweise besonders fettreich, die Rinder werden teilweise überfüttert und in kleinen Gehegen gehalten. Dadurch sollen sie besonders viel intramuskuläres Fett – die Fettmarmorierung – ansetzen und wenig Muskeln, was gesundheitlich problematisch für die Rinder ist und zu starkem Übergewicht und Gelenkproblemen führen kann. Zusätzlich werden die Rinder sehr selektiv gezüchtet, um auch durch die Genetik die Marmorierung des Fleisches zu beeinflussen. Die Versprechen der Werbung sollen also vor allem den Konsument:innen ein gutes Gefühl beim Kauf geben.

Tierleid in der Wagyu-Industrie über drei Monate dokumentiert

Die „Optimierung“ des Fleisches reicht so weit, dass es in Japan eine öffentlich finanzierte Forschungseinrichtung namens Ibaraki Prefectural Livestock Reserach Center (IPLRC) gibt, die unter anderem daran arbeitet, die Fleischproduktion von sogenannten Wagyu-Rindern zu steigern und die Herstellung von Milchprodukten zu verbessern.Whistleblower:innen spielten PETA Asien grausame Filmaufnahmen aus dieser Forschungseinrichtung zu.

Arbeiter:innen brennen Kälbern die Hörner aus

Ein Informant konnte im Jahr 2022 drei Monate lang schockierende Aufnahmen anfertigen. Das Videomaterial zeigt schwere Tierquälerei hinter den Kulissen der japanischen Fleisch- und Milchindustrie: Auf den Videos ist zu sehen, wie Arbeiter:innen einem Kalb ein vor Hitze dampfendes Eisen in den Kopf bohren, um das Horngewebe zu entfernen. Das Tier schreit dabei mit vor Schmerzen weit aufgerissenen Augen laut auf. Verzweifelt versucht es sich zu wehren, während sich die Arbeiter:innen mit ihrem ganzen Gewicht auf Hals und Gesicht des Kalbes stützen.

Die Aufnahmen zeigen ein weiteres enthorntes Kalb, das scheinbar aus Angst kotet, während mehrere Männer auf dem leidenden Tier sitzen. In einem anderen Fall schlagen Arbeiter:innen auf Kühe ein, treten ihnen gegen den Kopf und prügeln auf die Beine und den Rücken der Tiere ein. Bei einem weiteren Vorfall schlagen Arbeiter:innen Kühe mit Stöcken auf das empfindliche Euter und das Gesicht – scheinbar, um die Tiere zum Weiterlaufen zu bringen.

Ein Kalb wird enthornt.
Symbolbild. Die Enthornung der Tiere führt zu großen Schmerzen, auch lange nach dem Eingriff.

Tierquälerei für Wagyu-Fleisch wird durch japanische Steuergelder mitfinanziert

Den zum Zeitpunkt der Veröffentlichung verfügbaren Daten zufolge hat das IPLRC innerhalb eines Jahres über 900 Millionen Yen (rund 6,2 Millionen Euro) an öffentlichen Geldern und Steuern erhalten. PETA Asien hatte deshalb Beschwerde beim zuständigen Ministerium für Landwirtschaft, Forst und Fischerei eingereicht und ein Ende der Finanzierung des IPLRC gefordert.

Zudem fordert PETA Asien die Präfektur Ibaraki auf, Gelder, die Tierquälerei Vorschuss leisten, intern zu überprüfen. Wir appellieren außerdem an die Öffentlichkeit, auf vegane Fleischalternativen und Pflanzendrinks umzusteigen. Denn jede Person, die Fleisch und Milchprodukte von ihrem Speiseplan streicht, sorgt dafür, dass ihr Geld kein Tierleid finanziert.

Rinder erfahren tagtäglich unvorstellbares Leid in der Fleisch- und Milchindustrie

Haben Kühe die Möglichkeit dazu, sind sie aufopfernde Eltern. Sie gehen enge Bindungen mit Familienmitgliedern ein und pflegen Freundschaften. In der Fleisch- und Milchindustrie leiden die meisten Kühe unter quälender Gefangenschaft und können noch nicht einmal ihre grundlegendsten Bedürfnisse erfüllen – wie die Versorgung ihrer Kinder. Denn Kälber werden ihren Müttern in der Tierindustrie entrissen.

Rinder, denen das Horn nicht weggezüchtet wurde, verfügen über Gewebe, das sich später zu Hörnern entwickelt. Doch viele Landwirt:innen entfernen das empfindsame Horngewebe mit heißen Brennstäben aus dem Schädel der Tiere. Meist wird die grausame Prozedur ohne Betäubung durchgeführt.

Wagyu-Rind Deutschland: Werden Wagyu-Rinder in Deutschland gezüchtet?

Die meisten Wagyu-Rinder werden in Japan gezüchtet, aber auch in Deutschland gibt es inzwischen einige Wagyu-Züchter:innen. Auch hierzulande wird betont, dass die Tiere häufig aus Weidehaltung stammen und länger leben als herkömmliche „Rinderrassen“. Der Grund dafür ist aber nicht Tierwohl, sondern dass die sogenannte Mast bei Wagyu-Rindern länger dauert. Auch Tiere, die vermeintlich besser gehalten werden, mehr Zeit auf einer Wiese verbringen oder besser ernährt werden als in der herkömmlichen Rinderhaltung, werden am Ende für ihr Fleisch ausgebeutet und getötet. Der einzige Weg, um Rinder und andere sogenannte Nutztiere zu schützen, ist auf eine vegane Lebensweise umzusteigen.

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Ändern Sie jetzt etwas den Tieren zuliebe – leben Sie vegan!

Die Fleisch- und Milchindustrie wird Rinder auch weiterhin ihres Fleisches und ihrer Milch wegen ausbeuten. Und Zentren wie das IPLRC, die es in ähnlicher Form auch hier in Deutschland gibt, werden Rinder auch weiterhin als Forschungsobjekte missbraucht – außer, wir tun etwas dagegen!

Wir von PETA Deutschland unterstützen Sie mit unserem 30-tägigen Veganstart-Programm beim Umstieg auf die vegane Lebensweise – kostenlos per App oder E-Mail.