Wölfe schützen! Helfen Sie uns, die Jagd auf Wölfe zu verhindern

Update Dezember 2019

CDU/CSU und die SPD haben den Tierschutz erneut mit Füßen getreten. Den über 50.000 Unterschriften und weiteren Protestaktionen von uns zum Trotz hat die Regierung beschlossen, dass die Tötung von Wölfen erleichtert wird. Die Tiere werden nun in Sippenhaft genommen, denn das neue Gesetz sieht vor, dass so lange einzelne Wölfe in einer Gegend getötet werden dürfen, bis es keine Vorfälle mit landwirtschaftlich genutzten Tieren mehr gibt - auch wenn dafür ein ganzes Rudel getötet werden müsste und ohne dass das verursachende Tier identifiziert ist. Bitte unterstützen Sie weiterhin dabei, das sinnlose Töten in Wald und Flur zu beenden und klären Sie Ihre Freunde und Bekannte über die Sinnlosigkeit der Jagd auf: PETA.de/Jagdirrtuemer.   

Update August 2019

Wir haben die Petition mit über 50.000 Unterschriften sowie einen kleinen Plüschwolf an Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) gesandt. Zudem erhielten die entscheidenden 20 Mitglieder der CDU und der SPD im Umweltausschuss des Bundestags ebenfalls ein Schreiben und je einen Plüschwolf. Wir appellierten damit an die verantwortlichen Politiker, den Schutz der Wölfe nicht aufzuweichen. Der kleine Plüschwolf soll die Politiker zudem daran erinnern, dass sich die Mehrheit der Bundesbürger gegen präventive Wolfstötungen ausspricht.

Wolf Plueschtier

Update: Mai 2019                

CDU/CSU und SPD haben sich auf Wolfstötungen geeinigt

Die Bundesregierung hat bekannt gegeben, dass Wölfe eines Rudels in Folge von Rissen künftig getötet werden dürfen. Und zwar selbst dann, wenn unklar ist, ob dieses Rudel überhaupt an dem Vorfall beteiligt ist. Der Kabinettsbeschluss sieht vor, dass so lange einzelne Wölfe in einer Gegend getötet werden dürfen, bis es keine Vorfälle mit landwirtschaftlich genutzten Tieren mehr gibt - auch wenn dafür ein ganzes Rudel getötet werden müsste.

Der Bundestag muss dieser Regelung noch zustimmen: Bitte unterschreiben Sie daher weiterhin unsere Petition an die verantwortlichen Politiker, damit die Wölfe nicht ein zweites Mal ausgerottet werden.

Originalbeitrag:

1850 verlieren sich in Brandenburg die letzten Hinweise auf bestehende Wolfsrudel, ein halbes Jahrhundert später wurde 1904 der letzte Wolf in Sachsen erschossen – der Wolf war damit deutschlandweit ausgerottet. Seit dem Jahr 2000 ist der Wolf in Deutschland wieder in vereinzelten Gebieten ansässig. Dies verdankt er nicht zuletzt den strengen Schutzmaßnahmen. Die scheuen und sehr sozialen [1] Tiere sind ein unerlässlicher Bestandteil eines intakten Ökosystems und tragen zur Regulierung und Gesundheit der Wildtierpopulationen bei. 

Wölfe sind scheue und vorsichtige Tiere

Kaum jemand bekommt heutzutage eines dieser äußerst seltenen Tiere zu Gesicht. Keiner muss heutzutage noch an das Märchen vom „bösen Wolf“ glauben. Die Fakten sprechen eine völlig andere Sprache. Norwegische Wissenschaftler [2], die das Gefahrenpotential von Wölfen untersuchten, kamen ebenfalls zu dem Ergebnis, dass von gesunden Wölfen für gewöhnlich keine Gefahr für den Menschen ausgeht.
  

Jäger dulden keine Konkurrenten in "ihrem" Wald

Jäger, einige Landwirte und Politiker (oft selbst Jäger oder Landwirt) führen derzeit eine regelrechte Hetzkampagne gegen die streng geschützten Tiere. Sie wollen erreichen, dass der Wolf nach und nach seinen Schutzstatus verliert und als jagdbare Tierart ins Jagdrecht aufgenommen wird. Dies ist geradezu absurd, denn die Jäger rechtfertigen die angebliche Notwendigkeit der Jagd im Allgemeinen dadurch, dass den heimischen Wildtieren wie Rehen und Wildschweinen natürliche Feinde wie der Wolf fehlen würden. Eine Argumentation, die ohnehin dem Jägerlatein zuzuordnen ist. Dass die Jäger nun selbst die Wölfe töten wollen, zeigt, dass es ihnen nicht um eine natürliche Artenvielfalt geht. Bei dem Versuch, ihre Beutekonkurrenten ins Jagdrecht zu befördern, geht es den Jägern lediglich um Beuteneid und die Lust am Töten [3]. Sie wollen die Rehe und Schweine selber töten und dulden keine Konkurrenz. Im begründeten Einzelfall ist die Bejagung geschützter Arten ohnehin bereits im Bundesnaturschutzgesetz geregelt.

Bauern hingegen geht es vor allem um Profitmaximierung und nicht um das Wohl ihrer Herden. Schutzzäune und Herdenschutzhunde bedeuten zusätzliche Kosten und durch den Wolf getötete Tiere einen Verlust; denn mit diesen Tieren – die ohnehin einen gewaltsamen Tod im Schlachthaus sterben – lässt sich kein Gewinn mehr machen.

[1] Science ORF.at „Wölfe arbeiten besser zusammen als Hunde“, Artikel 16.10.2017 (letzter Abruf 26.04.2018), http://science.orf.at/stories/2872433/
[2] John D.C. Linnell, Reidar Andersen etc. (2002) “The fear of wolves: A review of wolfs attacks on humans “, NINA Norsk Institutt for Naturforskning 731: Trondheim (letzter Abruf 26.04.2018), http://www.nina.no/archive/nina/PppBasePdf/oppdragsmelding/731.pdf
[3] Jörg Kühl „Jagd. Waidmänner beklagen Konkurrenten Wolf“ in: Das Nachrichtenportal für Brandenburg MOZ.de, Artikel 22.4.2018 (letzter Abruf: 26.04.2018), https://www.moz.de/landkreise/oder-spree/beeskow/artikel2/dg/0/1/1652475