Wölfe schützen! Helfen Sie uns, die Jagd auf Wölfe zu verhindern

1850 verlieren sich in Brandenburg die letzten Hinweise auf bestehende Wolfsrudel, ein halbes Jahrhundert später wurde 1904 der letzte Wolf in Sachsen erschossen – der Wolf war damit deutschlandweit ausgerottet. Seit dem Jahr 2000 ist der Wolf in Deutschland wieder in vereinzelten Gebieten ansässig. Dies verdankt er nicht zuletzt den strengen Schutzmaßnahmen. Die scheuen und sehr sozialen [1] Tiere sind ein unerlässlicher Bestandteil eines intakten Ökosystems und tragen zur Regulierung und Gesundheit der Wildtierpopulationen bei. 

Ihre Unterschrift hilft, Wölfe weiterhin zu schützen!

Die Regierungsparteien haben im Koalitionsvertrag vereinbart, einen „Maßnahmenkatalog zur Entnahme von Wölfen“ zu entwickeln. Wölfe sind ein wichtiger Bestandteil des Ökosystems. Bitte appellieren Sie an die Bundesregierung, die Wölfe weiterhin zu schützen.

Online Petition

Wölfe sollen weiterhin streng geschützt bleiben

Sehr geehrte Damen und Herren,

Wölfe sind nach dem Bundesnaturschutzgesetz streng geschützt. Sie sind ein unerlässlicher Bestandteil eines intakten Ökosystems und tragen zur Regulierung und Gesundheit von Wildtierpopulationen bei.

Statt wertvolle Aufklärungsarbeit zu leisten, schüren Landwirte und die Jägerschaft jedoch unbegründete Ängste. Die Folge: eine regelrechte mediale Hetzjagd gegen den Wolf, damit er seinen Status als streng geschützte Tierart verliert. Bitte lassen Sie sich nicht von diesen Interessengruppen instrumentalisieren.

Ich bitte Sie, die im Koalitionsvertrag geplante Aufweichung des Wolfsschutzes nicht zu verwirklichen. Das wichtigste Mittel zur Konfliktprävention ist die Aufklärung der Bevölkerung. Diese kann ein friedliches Zusammenleben mit den Wildtieren fördern und den Menschen unbegründete Ängste nehmen.

Die Rückkehr des Wolfes ist ein Lichtblick in Anbetracht des im rasanten Tempo weltweit voranschreitenden großen Artensterbens.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

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Wölfe sind scheue und vorsichtige Tiere

Kaum jemand bekommt heutzutage eines dieser äußerst seltenen Tiere zu Gesicht. Keiner muss heutzutage noch an das Märchen vom „bösen Wolf“ glauben. Die Fakten sprechen eine völlig andere Sprache. Norwegische Wissenschaftler [2], die das Gefahrenpotential von Wölfen untersuchten, kamen ebenfalls zu dem Ergebnis, dass von gesunden Wölfen für gewöhnlich keine Gefahr für den Menschen ausgeht.

 

Jäger dulden keine Konkurrenten in "ihrem" Wald

Jäger, einige Landwirte und Politiker (oft selbst Jäger oder Landwirt) führen derzeit eine regelrechte Hetzkampagne gegen die streng geschützten Tiere. Sie wollen erreichen, dass der Wolf nach und nach seinen Schutzstatus verliert und als jagdbare Tierart ins Jagdrecht aufgenommen wird. Dies ist geradezu absurd, denn die Jäger rechtfertigen die angebliche Notwendigkeit der Jagd im Allgemeinen dadurch, dass den heimischen Wildtieren wie Rehen und Wildschweinen natürliche Feinde wie der Wolf fehlen würden. Eine Argumentation, die ohnehin dem Jägerlatein zuzuordnen ist. Dass die Jäger nun selbst die Wölfe töten wollen, zeigt, dass es ihnen nicht um eine natürliche Artenvielfalt geht. Bei dem Versuch, ihre Beutekonkurrenten ins Jagdrecht zu befördern, geht es den Jägern lediglich um Beuteneid und die Lust am Töten [3]. Sie wollen die Rehe und Schweine selber töten und dulden keine Konkurrenz. Im begründeten Einzelfall ist die Bejagung geschützter Arten ohnehin bereits im Bundesnaturschutzgesetz geregelt.

Bauern hingegen geht es vor allem um Profitmaximierung und nicht um das Wohl ihrer Herden. Schutzzäune und Herdenschutzhunde bedeuten zusätzliche Kosten und durch den Wolf getötete Tiere einen Verlust; denn mit diesen Tieren – die ohnehin einen gewaltsamen Tod im Schlachthaus sterben – lässt sich kein Gewinn mehr machen.


Quellen:
1) Science ORF.at „Wölfe arbeiten besser zusammen als Hunde“, Artikel 16.10.2017 (letzter Abruf 26.04.2018), http://science.orf.at/stories/2872433/

2) John D.C. Linnell, Reidar Andersen etc. (2002) “The fear of wolves: A review of wolfs attacks on humans “, NINA Norsk Institutt for Naturforskning 731: Trondheim (letzter Abruf 26.04.2018), http://www.nina.no/archive/nina/PppBasePdf/oppdragsmelding/731.pdf
3) Jörg Kühl „Jagd. Waidmänner beklagen Konkurrenten Wolf“ in: Das Nachrichtenportal für Brandenburg MOZ.de, Artikel 22.4.2018 (letzter Abruf: 26.04.2018), https://www.moz.de/landkreise/oder-spree/beeskow/artikel2/dg/0/1/1652475