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Der Wiesenhof-Skandal - Zweiter Teil

Die Reaktionen auf PETAs Filmreportage und die Berichterstattung von Report Mainz

Stand Februar 2010

Kerstin und Steffen - zwei Wiesenhof-Farmer - hatten sich bei PETA gemeldet, weil sie massive Tierquälereien beim anstehenden Verladen ihrer Hühner vermuteten. Versteckte Kameras konnten diese Annahme im Juni 2009 dann auch bestätigen. Wiesenhof-Mitarbeiter des sog. Impftrupps warfen, stopften und schmetterten die Hühner in die Transportkisten. Hähne wurden geschlagen oder brutal getötet. Sogar seine Notdurft verrichtete ein Arbeiter im Stall bei den Tieren.

Um nachzuweisen, dass es sich hierbei nicht um einen Einzelfall handelt, wurde ein zweites von Wiesenhof beauftragtes Räumkommando heimlich bei der Ausstallung der gesamten Anlage im Oktober 2009 gefilmt. Wieder konnten massive Tierschutzverletzungen dokumentiert werden. Deutschland hatte einen neuen Tierschutz-Skandal.

 

 

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Weitere Zeugen melden sich

Nach der Erstausstrahlung bei Brisant und Report Mainz meldete sich ein weiteres Ehepaar bei PETA Deutschland. Auch sie hatten für Wiesenhof jahrelang eine Elterntierfarm betrieben, auch sie warfen irgendwann aus eigenem Antrieb das Handtuch. Die Schilderungen der Farmerin, die unerkannt bleiben möchte, decken sich in erschreckender Weise mit den Vorkommnissen aus dem Landkreis Diepholz.

"Das ist kein Einzelfall gewesen in Twistringen. Ich gehe davon aus, dass das so auf jeder Farm war. Denn auch bei uns auf der Farm wurde so mit den Tieren umgegangen. Weil sie zu faul waren, die Tiere rum zu tragen, wurden sie dann rüber geschmissen. Dann sind ja die Futterbahnen gleich dahinter, und dann fallen die natürlich auf die Futterbahnen. Die verletzen sich automatisch dabei."

Die Medien berichteten - und Wiesenhof reagierte. Man hätte die Farmer instrumentalisiert, hieß es zum Beispiel. Außerdem handele es sich vielleicht gar nicht um echte Farmer, sondern um Leute, die PETA bewusst dort eingeschleust habe. Wiesenhof erstattete sogar Anzeige gegen die ehemaligen Tierwirte, weil sie die Vorkommnisse angeblich nicht unterbunden hätten.

"Totaler Blödsinn. Weil, der Impftrupp hat ja von Wiesenhof den Auftrag, diese Arbeit durchzuführen. Der Impftrupp hat einen verantwortlichen Ansprechpartner, der eigentlich solche Arbeiten hätte kontrollieren müssen, was meiner Meinung nach auf unserer Farm nie stattgefunden hat. Im Gegenteil. Wenn wir was gesagt haben, dann wurde das immer so abgetan."

Unabhängig davon, dass Wiesenhof die dokumentierten Missstände als unakzeptabel anerkannt hat und sich sogar „schämt“ (siehe Zitat im Report Mainz-Bericht), hat PETA gegen die Wiesenhof-/PHW-Verantwortlichen Strafanzeige wg. falscher Anschuldigung gestellt, das Verfahren läuft bei der Staatsanwaltschaft Verden unter dem Aktenzeichen NZS 313 Js 3528/10.

 

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Man muss nach diesen Bildern und den Erkenntnissen von Fachleuten davon ausgehen, dass das brutale Töten der Hühner bei Wiesenhof wohl grundsätzlich ohne eine vorherige Narkose erfolgen dürfte. Obwohl das Unternehmen den Medien gegenüber nun anderes behauptet, gibt es eine firmeninterne Anleitung, in der der Genickbruch genau beschrieben wird. Von einer Betäubung ist hier keine Rede. Diese Anleitung liegt PETA vor.

Darüber hinaus weist Wiesenhof die Farmbetreiber immer wieder schriftlich auf Tierschützer hin, die angeblich im Landkreis unterwegs sein sollen. "Bei Arbeiten des Impftrupps bzw. Aus- und Einstallungen möglichst die Türen verschlossen halten“, heißt es da. Ein Bekenntnis, dass man in der Konzernzentrale die tierschutzwidrigen Verladungen kennt?

"Wiesenhof weiß 100 %-ig, wie das auf den Farmen abgeht, wie die Leute dort arbeiten. Und wir selber konnten nichts dagegen tun."

Der erste Verladetermin in Twistringen im Juni 2009 diente als Nachweis, dass solche Zustände überhaupt bestehen. Der zweite Verladetermin im Oktober 2009 soll bestätigen, dass es sich eben nicht um Einzelfälle handelt, wie Wiesenhof es nun darstellt.

 

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