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Frutarier: Was Sie über diese Ernährungsweise wissen sollten

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Immer mehr Menschen hinterfragen heutzutage ihre Ernährungsweise – nicht nur aus gesundheitlichen Gründen, sondern auch aus ethischer und ökologischer Sicht. Denn die Ernährungsweise hat Einfluss auf Tiere, Menschen und die Umwelt. Neben vegetarisch und vegan lebenden Personen gibt es noch eine dritte Art der Ernährung, die Menschen oftmals wählen, um Tiere zu schützen: Frutarismus.

In diesem Beitrag erfahren Sie, wie sich Frutarier:innen ernähren, warum sich manche Menschen dazu entscheiden, frutarisch zu leben und warum diese Lebensweise oft kritisch betrachtet wird.

Was ist Frutarismus?

Frutarismus ist eine Ernährungsform, die sich auf den Verzehr von Früchten konzentriert. Der Begriff „Frutarier“ setzt sich zusammen aus „fruit“, also Frucht, und „vegetarian“, also „Vegetarier“. Dabei gibt es unterschiedlich strenge Auslegungen: Viele Frutarier:innen essen ausschließlich Pflanzenteile, die ohne das „Töten“ der Pflanze geerntet werden können – also nur, was die Natur sozusagen freiwillig hergibt. Teilweise verzehren Frutarier:innen neben Obst auch Nüsse, Samen und manche Gemüsesorten. Frutarismus ist eine sehr einseitige Ernährungsweise, weshalb sie von Ernährungsexpert:innen oftmals nicht empfohlen wird. [1,2]

Warum wird man Frutarier?

Futarier:innen haben oftmals ethische, ökologische und teilweise auch spirituelle oder religiöse Gründe für ihre Lebensweise. Sie möchten sowohl Tieren als auch Pflanzen und der Natur so wenig Schaden wie möglich zufügen. Einige sehen die Ernährungsweise auch als besonders umweltschonend, weil so wenig wie möglich in Ökosysteme eingegriffen wird und wenig Landwirtschaftsflächen beansprucht werden. [1,2]

Was dürfen Frutarier essen und was nicht?

Frutarier:innen essen alles, was Pflanzen „freiwillig“ abgeben, ohne dabei Schaden zu nehmen. Dazu gehören beispielsweise Äpfel, Birnen, Pfirsiche, Trauben, Beeren und Kürbis. Manche Frutarier:innen essen auch Nüsse und Samen wie Walnüsse, Haselnüsse, Kastanien, Sonnenblumen- und Kürbiskerne. Einige Frutarier:innen essen Erbsen und Bohnen – strenge Auslegungen lehnen dies aber ab, weil die Pflanze bei der Ernte beschädigt wird.

Frutarier:innen essen keine tierischen Lebensmittel, also keine Eier, Milch, Fleisch und Fisch. Sie essen kein Wurzelgemüse, also keine Kartoffeln, Zwiebeln, Karotten und Knoblauch und kein Blatt- und Stängelgemüse. [1,2]

Sind Frutarier Veganer?

Frutarier:innen essen genau wie vegan lebende Menschen keine tierischen Produkte. Dabei folgen sie meist denselben ethischen Prinzipien und wollen Tiere vor der Ausbeutung und dem Tod in der industriellen Tierhaltung schützen. Auch der Schutz der Umwelt spielt für viele vegan und frutarisch lebende Personen eine Rolle. Beide Lebensweisen beruhen also auf der Grundlage, dass alle Lebewesen ein Recht auf Leben haben, frei von Leid und Ausbeutung.  

Frutarier:innen sind also vegan, gehen dabei aber noch einen Schritt weiter. Neben Tieren und der Umwelt möchten sie auch gezielt Pflanzen schützen und nicht in die Natur eingreifen. Die frutarische Ernährungsweise ist meist sehr viel eingeschränkter als eine vegane Ernährungsweise, bei der beispielsweise auch Gemüse und Getreide verzehrt werden.

Ist es gesund, Frutarier zu sein?

Die Lebensmittel, die Frutarier:innen essen, sind an sich sehr gesund und enthalten viele wichtige Vitamine, Antioxidantien und Mineralien – allerdings decken sie nicht alle Nährstoffe ab, die ein Mensch braucht. Viele wichtige Nährstoffe wie Proteine, Eisen, Vitamin D und Calcium fehlen beispielsweise in dieser Ernährungsform oftmals oder können nur schwer vollständig abgedeckt werden. Dies kann zu Mangelerscheinungen führen und schwere gesundheitliche Folgen mit sich bringen. Auch die hohe Menge an Fruktose kann problematisch sein. [3,4]

  • Der Körper kann ohne ausreichend Nährstoffe nicht richtig funktionieren,
  • das Gehirn nicht richtig arbeiten
  • und auch die Muskeln in unserem Körper sind beispielsweise auf Proteine angewiesen.
  • Auch die nötige tägliche Kalorienzahl ist nur schwer durch den Verzehr von Obst zu erreichen.

Eine vollwertige vegane Ernährung ist hingegen sehr gesund. Es können alle Nährstoffe abgedeckt werden, solange Vitamin B12 supplementiert wird. Eine vegane Ernährung schützt gleichermaßen Menschen, Tiere und Umwelt und kann sogar das Risiko senken, an Herz-Kreislauf-Krankheiten, Diabetes und einigen Krebsarten zu erkranken. [5]

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