PETA appelliert an deutsche Notunterkünfte: „Haustiere“ zulassen

Seitdem das russische Militär die Ukraine bombardiert, sind (Stand 6. März 2021) mehr als 1,5 Millionen Menschen auf der Flucht. Obwohl viele EU-Länder die Einreisebestimmungen für sogenannte Haustiere temporär ausgesetzt oder geändert haben, dürfen viele geflüchtete Menschen ihre Tiere nicht mit in die Notunterkünfte bringen.

Wir von PETA Deutschland appellieren nachdrücklich an Hilfsorganisationen und die offiziellen Aufnahmeeinrichtungen in Deutschland, dafür Sorge zu tragen, dass die Menschen und Tiere gemeinsam versorgt werden und sich von den schlimmen Strapazen der Flucht zusammen erholen können. Vor Ort muss auch für die Tiere entsprechende Basisausstattung in Form von Geschirren, Leinen, Nahrung und Näpfen bereitgestellt werden. Hier stehen auch Tierheime und Tierschutzvereine lokal zur Unterstützung bereit.

PETA-Team ist in der Ukraine und dem Grenzgebiet zu Polen im Einsatz

Ein Team von PETA Deutschland ist derzeit an der polnisch-ukrainischen Grenze und in der Ukraine selbst im Einsatz, um die Versorgung heimatloser oder verletzter Tiere sowie die Unterstützung geflüchteter Menschen mit Tier zu gewährleisten.

Aktuell sind bereits 40.000 Kilogramm Tiernahrung im Grenzgebiet und in der Ukraine verteilt worden. Derzeit befindet sich ein weiterer Transporter mit weiteren 20.000 Kilogramm Tiernahrung auf dem Weg in die Krisengebiete.

Collage. Person mit Hund im Arm. Personen verladen Transportboxen mit Tieren
Gemeinsam mit anderen Teams sichern und versorgen wir von PETA Tiere in der Ukraine.

„Tausende geflüchtete Menschen und ihre tierischen Familienmitglieder befinden sich seit Tagen in Angst und Sorge. In einer solchen Situation müssen wir hier in Deutschland für die Menschen und ihre Tiere gemeinsam einstehen. Nach der tagelangen Flucht dürfen Hunde, Katzen, Meerschweinchen und viele andere tierische Familienmitglieder nicht von ihren Menschen getrennt werden: Das verursacht weiteres vermeidbares Leid und Zerstörung. Wir benötigen umgehend simple Lösungen, um Menschen und ihre Tiere gemeinsam in Notunterkünften adäquat zu versorgen und unterzubringen.“

Jana Hoger, Fachreferentin für tierische Mitbewohner bei PETA

PETA-Team berichtet: Menschen flüchten mit ihren Tieren

Seit Beginn der russischen Invasion mussten Millionen Menschen in kürzester Zeit ihr Hab und Gut zurücklassen. Viele Häuser sind zerstört, zahlreiche Zivilist:innen wurden bereits getötet. Die Stadt Odessa bereitet sich auf einen Angriff seitens Russland vor und das russische Militär dringt immer weiter in die die Hauptstadt Kiew vor. [1] [2]

Bei den traumatischen Erlebnissen, die die Menschen vor Ort erleben müssen, helfen vielen Personen ihre „Haustiere“. Vor Ort sehen wir immer wieder Menschen, die tagelang mit ihren Katzen, Hunden, Meerschweinchen und anderen Tieren zu Fuß unterwegs sind, um sicher in die EU einreisen zu dürfen. Dass ihnen die gemeinsame Unterbringung mit Tieren verwehrt wird, ist für diese Menschen schwer zu verkraften.

Alle weiteren Informationen zu PETAs Einsatz in der Ukraine finden Sie hier: