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 »  »  » Klimawandel - Ernährung und die globale Erwärmung

Dem Klimawandel den Kampf ansagen!

Stand September 2012
Mittlerweile ist wissenschaftlich und gesellschaftlich anerkannt, dass Aktivitäten des Menschen große Mengen an Treibhausgasen erzeugen und so den Klimawandel vorantreiben. Dies ist zugleich eine gute und eine schlechte Nachricht; heißt es doch, dass wir etwas gegen den Klimawandel tun können – aber wir müssen es bestimmt und unverzüglich tun!

Glücklicherweise geht dies einfacher und sparsamer als man denken mag. Weder müssen wir uns neue, spritsparende Fahrzeuge kaufen noch unsere Häuser komplett sanieren oder auf alle Flugreisen verzichten. Denn die alltägliche Entscheidung mit dem Einkaufskorb, weg von tierischen Produkten, hin zu den pflanzlichen Alternativen, ist wesentlich bedeutender.

 

 

Die Tierwirtschaft als Klimasünder

Ganz recht, die Tierwirtschaft – und damit der Konsum tierischer Produkte – ist nicht nur Betroffener des Klimawandels, sondern auch in beträchtlichem Maße dessen Verursacher, was durch zahlreiche wissenschaftliche Studien belegt wird, die uns zu einer Änderung unserer Ernährungsgewohnheiten auffordern.

Schon 2006 besagte ein Bericht der UN-Welternährungsorganisation (FAO), dass die Tierwirtschaft Hauptverursacher der schlimmsten Umweltprobleme unserer Zeit ist, einschließlich des Klimawandels. Schließlich werden hier neben Ammoniak die drei klimarelevantesten Treibhausgase Kohlenstoffdioxid, Methan und Stickoxid in unvorstellbar großer Menge erzeugt. Dies geschieht entweder direkt durch den Verdauungsprozess oder die Ausscheidungen der Milliarden Hühner, Puten, Schweine und Kühe, die Jahr für Jahr in der Intensivtierhaltung weltweit eingepfercht sind. Oder indirekt durch die Produktionsprozesse und die Abholzung der Wälder für Weideflächen oder die Anpflanzung der Futtermittel. Das Verfüttern massiver Mengen an Getreide und Wasser an Tiere in der Intensivtierhaltung, diese dann zu töten und zu verarbeiten, zu transportieren und ihr Fleisch zu lagern, verbraucht außerdem extrem viel Energie. (1)

Das WorldWatch-Institut fand im Bericht „Livestock and Climate Change” heraus, dass die Herstellung von Fleisch, Eiern und Milchprodukten für mindestens 32,6 Milliarden Tonnen Kohlenstoffdioxid pro Jahr verantwortlich ist – das ist über die Hälfte aller weltweiten Ausstöße von Treibhausgasen. Da Methan, das vor allem in der Tierwirtschaft entsteht, wesentlich klimarelevanter ist als Kohlenstoffdioxid, aber zugleich auch eine geringere Halbwertszeit hat, sehen die Autoren der Studie gerade hier den richtigen Ansatzpunkt, um schnell und effektiv zu handeln. (2)

Das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) veröffentlichte 2010 eine Studie, die dazu aufruft, den Verzehr von Fleisch- und Milchprodukten zu verringern, da dadurch der landwirtschaftlich bedingte Ausstoß von Methan und Lachgas um mehr als 80% reduziert werden kann. Auch das deutsche Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) kam in seinem Bericht von 2008 zu dem Schluss, dass eine pflanzliche Ernährung über 40% der Treibhausgasemissionen einsparen könnte. (3, 4)

 

Bringen wir Klimaschutz auf den Tisch!

Zwar ist es besser, regionale Produkte zu konsumieren, jedoch ist die Entscheidung zwischen tierischer und pflanzlicher Ernährung entscheidender. Ein Kilo Biorindfleisch ist 90-mal belastender fürs Klima als ein Kilo konventionelles Gemüse! Und Biobutter ist 10-mal klimaschädlicher als konventionelle Margarine. Die allgemeine Klimarelevanz von Lebensmitteln wurde 2007 vom Öko-Institut Freiburg getestet. Ergebnis war, dass Butter am klimaschädlichsten ist, gefolgt von Rindfleisch. Tierische Produkte sind klar klimaschädlicher als die pflanzlichen – und dabei ist ihr Verzehr weder aus geschmacklicher noch aus gesundheitlicher Sicht nötig. (5)

Tierische Produkte sind schädlicher fürs Klima als pflanzliche

 

Die beste Entscheidung für die Umwelt, Ihre Gesundheit und die Tiere: go vegan!

Klimaschutz beginnt im Kleinen, bei jeder Kauf- und Essentscheidung und eben nicht nur in der Wahl zwischen Auto, Bus, Bahn oder Rad. Regionale und ökologische Lebensmittel sind wichtig, jedoch reichen sie nicht aus, um wirklich etwas gegen den Klimawandel bewirken zu können.

Bitte machen auch Sie den Unterschied und informieren Sie sich über weitere Vorzüge einer rein pflanzlichen Ernährung auf GoVeggie.de, bestellen Sie unsere kostenlose Veggie-Broschüre oder testen Sie das Vegan-Probeabo.

 

Quellen:
(1) UN Food and Agriculture Organisation, 2006: Livestock´s Long Shadow
(2)WorldWatch-Institut, 2009: Livestock and Climate Change
(3) Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung, 2010: Klimaschutz durch bewusste Ernährung
(4) Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV), 2008: BMELV-Bericht zum Klimaschutz im Bereich Land- und Forstwirtschaft
(5) Öko-Institut, 2007: Treibhausgasemissionen durch Erzeugung und Verarbeitung von Lebensmitteln