
Tierzucht ist einer der größten Verantwortlichen für die heutigen Umweltprobleme.
Ganz recht, die Landwirtschaft – und damit der Konsum tierischer Produkte – ist nicht nur Betroffener des Klimawandels, sondern auch in beträchtlichem Maße dessen Verursacher, was durch zahlreiche wissenschaftliche Studien belegt wird, die uns zu einer Änderung unserer Ernährungsgewohnheiten auffordern.
2006 veröffentlichte die Welternährungsorganisation der UN (FAO) den Bericht „Livestock’s Long Shadow: Environmental Issues and Options“, in dem deutlich wird, dass die Tierwirtschaft – neben anderen Umweltproblemen– einer der Hauptverursacher des Klimawandels ist. Schließlich werden in der Tierwirtschaft neben Ammoniak die drei klimarelevantesten Treibhausgase Kohlenstoffdioxid, Methan und Stickoxid in unvorstellbar großer Menge erzeugt. Dies geschieht entweder direkt durch den Verdauungsprozess oder die Ausscheidungen der Milliarden Hühner, Puten, Schweine und Kühe, die Jahr für Jahr in der Intensivtierhaltung weltweit eingepfercht sind. Oder indirekt durch die Produktionsprozesse und die Abholzung der Wälder für Weideflächen oder die Anpflanzung der Futtermittel. Das Verfüttern massiver Mengen an Getreide und Wasser an Tiere in der Intensivtierhaltung, sie dann zu töten und zu verarbeiten, zu transportieren und ihr Fleisch zu lagern, verbraucht außerdem extrem viel Energie. Leider prophezeit die FAO einen Anstieg des Fleisch- und Milchkonsums mit unvorstellbaren Folgen für die Umwelt und das Klima. (1)
Das Worldwatch Institut fand im Bericht „Livestock and Climate Change” heraus, dass die Herstellung von Fleisch, Eiern und Milchprodukten für mindestens 32,6 Milliarden Tonnen Kohlenstoffdioxid pro Jahr verantwortlich ist – das ist über die Hälfte aller weltweiten Ausstöße von Treibhausgasen. Da Methan, das vor allem in der Tierwirtschaft entsteht, wesentlich klimarelevanter ist als Kohlenstoffdioxid, aber zugleich auch eine geringere Halbwertszeit hat, sehen die Autoren der Studie gerade hier den richtigen Ansatzpunkt, um schnell und effektiv zu handeln. (2)
Das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung veröffentlichte vor kurzem eine neue Studie, die dazu aufruft, den Verzehr von Fleisch- und Milchprodukten zu verringern, da dadurch der landwirtschaftlich bedingte Ausstoß von Methan und Lachgas um mehr als 80% reduziert werden kann. (3)
Zwar ist es besser, regionale Produkte zu konsumieren, jedoch ist die Entscheidung zwischen tierischer und pflanzlicher Ernährung entscheidender. Ein Kilo Biorindfleisch ist 90-mal belastender fürs Klima als ein Kilo konventionelles Gemüse! Und Biobutter ist 10-mal klimaschädlicher als konventionelle Margarine. Die allgemeine Klimarelevanz von Lebensmitteln wurde 2007 vom Öko-Institut getestet. Ergebnis war, dass Butter am klimaschädlichsten ist, gefolgt von Rindfleisch. Betrachtet man nebenstehende Tabelle, so wird deutlich, dass die tierischen Produkte klar klimaschädlicher sind als die pflanzlichen – und dabei ist ihr Verzehr weder aus geschmacklicher noch aus gesundheitlicher Sicht nötig. (4)

Tierische Produkte sind schädlicher fürs Klima als pflanzliche
Klimaschutz beginnt also im Kleinen, bei jeder Kauf- und Essentscheidung und eben nicht nur in der Wahl zwischen Auto, Bus, Bahn oder Rad. Regionale und ökologische Lebensmittel sind wichtig, jedoch reichen sie nicht aus, um wirklich etwas gegen den Klimawandel bewirken zu können. Gerade nach dem Scheitern der Klimaverhandlungen in Kopenhagen 2009 ist es wichtig, jetzt nicht nur nach der „großen Politik“ zu rufen, sondern selber im Alltag etwas zum Klimaschutz beizutragen.
Entscheiden Sie sich deshalb für eine rein pflanzliche Lebensweise; für sich selbst, die Tiere, die Umwelt und das Klima. Schließlich erkannte schon Albert Einstein die Vorzüge einer vegetarischen Ernährung, indem er sagte: „Nichts wird die Chance auf ein Überleben auf der Erde so steigern wie der Schritt zur vegetarischen Ernährung.“ Dieser Satz gilt heute angesichts der drohenden Klimakatastrophe mehr denn je. Auch Klimaforscher weisen auf die enormen Potenziale einer fleischfreien Ernährung hin, so sagte Hans Joachim Schellnhuber, Direktor des Instituts für Klimafolgenforschung und Berater von Kanzlerin Angela Merkel: „Und wenn wir vom Fleischkonsum, insbesondere vom übermäßigen Fleischkonsum, wegkommen würden, würden wir nicht nur dem Klima und damit unseren Nachkommen etwas Gutes tun [...].“(5) Und sein Kollege Alexander Popp meinte: „Milch und Fleisch machen wirklich einen Unterschied.“(3)
Bitte machen auch Sie den Unterschied und informieren Sie sich über weitere Vorzüge einer rein pflanzlichen Ernährung auf www.goveggie.de und bestellen Sie unser kostenloses Veggie Starter Kit.