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 »  »  »  »  » Erschütternder Einblick in dänischen Nerzfarmen

Brutal und unerträglich: Videomaterial von dänischen Nerzfarmen

Die traurige Realität der Pelzindustrie

Stand April 2014
Das relativ kleine Land Dänemark ist hinter China der weltweit größte „Produzent“ von Nerzpelzen (1). Etwa 17 Millionen Nerze werden jedes Jahr in Dänemark auf den über 1.600 Pelzfarmen des Landes in winzige Käfige gesperrt, wo sie für das Tierqualprodukt Pelz ein kurzes Leben unter unerträglichen Bedingungen führen müssen. Ein bedeutender Anteil der dänischen Pelzproduktion findet sich in Deutschlands Boutiquen und Versandhäusern wieder. Jetzt zeigt ein neues Undercover-Video von Dänemarks Nerzfarmen einmal mehr das wahre Gesicht der skrupellosen Pelzindustrie. Es zeigt, wie die sensiblen Nerze sich selbst und ihre Artgenossen annagen, weil sie die tierquälerische Gefangenschaft nicht ertragen. Viele Nerze weisen schwere Verletzungen auf.
Bitte werden Sie aktiv!
Die „Produktion“ von Pelz ist eines der größten Verbrechen an den Tieren. 84 % der Bevölkerung in Deutschland lehnt Pelz bereits entschieden ab (2). Die übrigen Menschen müssen auch davon überzeugt werden und das Tragen von Pelz und Pelzapplikationen muss wieder gesellschaftlich geächtet und verpönt sein.
Gehen Sie daher bitte aktiv auf die kleine Minderheit von Menschen zu, die immer noch Pelz bzw. Pelzapplikationen tragen, und sprechen Sie sie auf die Grausamkeiten an, die untrennbar mit dem Kleidungsstück verbunden sind. Die Pelzträger werden irgendwann keine Lust mehr auf das Tragen dieses Tierqualprodukts haben, wenn sie sich dauernd dafür rechtfertigen müssen. Seien Sie dabei höflich und versuchen Sie, eine sachliche Diskussion zu führen. Sprechen Sie ebenso Verkäufer und Geschäftsführer von Unternehmen an, die weiterhin Pelzprodukte verkaufen.
Wie man echten von falschem Pelz unterscheiden kann sowie weitere Möglichkeiten, was Sie gegen die Tierquälerei im Namen der Mode unternehmen können, finden Sie hier.
Nerz mit tiefer, offener Wunde
Nerzfarmen sind die Hölle auf Erden
Nerze werden gewöhnlich in Käfigen gehalten, die nur 90 x 30 x 40 cm groß sind, wobei sich wiederum bis zu vier Jungtiere einen Käfig teilen müssen. Diese extreme Beengtheit bedeutet für Nerze größten Stress, da sie in der Natur Einzelgänger sind. Viele Nerze auf Pelzfarmen zeigen daher selbstverstümmelnde Verhaltensweisen und stereotypes Verhalten wie ständiges Im-Kreis-Drehen oder Auf-und-Ab-Wippen. Die Käfige auf den Pelzfarmen befinden sich normalerweise in offenen Schuppen, die wenig Schutz vor Wind, Kälte und Hitze bieten. Nerze und Füchse werden mit einem Brei aus Fleisch- und Fischnebenprodukten gefüttert, die oftmals so minderwertig sind, dass sie sogar für die Tierfutterindustrie nicht mehr verwendet werden. Der Brei wird üblicherweise oben auf den Käfig aufgebracht, die Exkremente fallen unten durch. Das führt insbesondere bei warmen Temperaturen zu absolut unhygienischen Verhältnissen und zu einem kaum auszuhaltenden Gestank, der für die Nerze mit ihrem sensiblen Geruchssinn besonders qualvoll ist.

Nerze in freier Natur
Nerze sind keine domestizierten Tiere. In freier Natur benötigt jeder Nerz ein mindestens 100-400 Hektar großes Revier, wo er oder sie sich in selbstgegrabenen Erdbauten oder unter Wurzeln verbergen kann. Nerze sind semiaquatische Tiere und lieben Wasser. Sie wählen ihren Lebensraum immer in der Nähe von Flüssen oder Seen, wobei sie 60-70 % ihrer Zeit im Wasser verbringen. Die scheuen und sensiblen Einzelgänger können in Freiheit bis zu 10 Jahre alt werden, während ihr qualvolles Leben auf einer Pelzfarm nur ca. sechs Monate andauert.

Grausamer Tod nach qualvollem Leben
Da den Betreibern von Pelzfarmen nur daran gelegen ist, den Pelz in seiner Qualität zu erhalten, verwenden sie Tötungsmethoden, die zwar die Haut schonen, jedoch ganz erhebliches Leiden der Tiere zur Folge haben. Nerze werden oft zu Dutzenden in eine Tötungskiste gepfercht (3), in der sie durch teils heiße, vielfach ungefilterte Auspuffabgase vergast werden. Nicht selten sind die Tiere aber nur betäubt, so dass ihnen ihre Haut unter unvorstellbaren Schmerzen bei lebendigem Leib vom Körper gezogen wird.


Quellen:

(1) Petry, Mark and Liting; Bao (2010): China - Fur Animals and Products”, USDA Foreign Agricultural Service, Bejing.
(2) Umfrage der Gesellschaft für Konsumforschung, in TextilWirtschaft Nr. 44 v.01.11.2007
(3) Hagn, A.K. (2009): Ethologische Untersuchungen zur Nutzung von offenen Wassersystemen bei Nerzen (Neovison vison)