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Leid und Grauen in Friesoythe

Skandalöse Zustände in einem niedersächsischen Putenmastbetrieb

Stand März 2013
Friesoythe im September 2012 – an einem Putenmastbetrieb, in dem ca. 30.000 Tiere gehalten werden, machen die PETA-Ermittler einen grausigen Fund: eine mit Blut und Federn verklebte Zange. Daneben liegen zahlreiche tote Puten. Um das hier vermutete Grauen dokumentieren zu können, beobachten die Aktivisten die Putenmastanlage über mehrere Wochen.

Schon im Inneren der vier Hallen finden sie kranke und tote Puten zwischen den lebenden. Die Tiere leiden unter der Enge, dem Dreck, an Krankheiten und unter ihrer krankhaften Überzüchtung. Die Puten wachsen so schnell, dass sie sich kaum auf den Beinen halten können. Die Puten in der Endmastphase sind dicht an dicht gedrängt in der stinkenden Halle. Die meisten können schon nicht mehr laufen und haben Fußballenentzündungen, die sehr schmerzhaft sind. Viele überleben diese grausamen Haltungsbedingungen nicht einmal, bis sie zum Schlachthof gekarrt werden.
Außerdem finden die Ermittler volle und halbverbrannte Antibiotika-Packungen auf dem Gelände.

Illegale und grausame Putentötungen © PETA
Illegale Putentötungen
Vom Feld aus beobachten die PETA-Ermittler wenig später, wie vermutlich der Sohn des Putenmästers einige Tiere ohne Narkose auf grausame Weise tötet. Mit einer Tötungs-Zange greift er die Tiere am Hals und schleudert die vor Schmerz und Angst tretenden Puten in seine Radladerschaufel. Anschließend wirft er die zum Teil noch lebenden Puten einfach in den Kadavercontainer, wo sie zwischen ihren toten Leidensgenossen langsam und qualvoll verenden. Das Tierschutzgesetz schreibt eine Betäubung vor, bevor ein Tier getötet wird, um Schmerzen zu verringern. Auf dem Hof in Friesoythe finden illegale Aktivitäten statt, die eindeutig gegen die sowieso unzureichenden Tierschutzgesetze verstoßen.

Übliche Zustände: tote Tiere in Mastanlage © PETA
Die üblichen Verdächtigen der Geflügelindustrie
Unterlagen des Betriebs dokumentieren, wohin das Putenfleisch verkauft wird und wer das Futter liefert. Die Putenerzeugergemeinschaft Ahlhorn, die ihre Produkte unter den Marken Bergmann und Wiesenhof vermarktet, sowie gs agri und MEGA Tierernährung sind die Firmen, in deren Namen die Tiere hier leiden. Interessant zu wissen ist auch, dass der Unternehmer, dessen Tiere in dem Video getötet werden, laut Handelsregister einer der größten Anteilseigner der Putenerzeugergemeinschaft Ahlhorn GmbH ist. Der wohl größte Anteilseigner ist die Mastputenbrüterei Ahlhorn, die zum Grotelüschen-Konsortium gehört. Astrid Grotelüschen (CDU), infolge auch tierquälerischer Umtriebe in den Putenerzeugergemeinschaften Ahlhorn und Mecklenburg-Vorpommern im Jahr 2010 zurückgetretene niedersächsische Landwirtschaftsministerin („Die Puten-Queeen“), ist aktuell wiederum als Kandidatin für den Bundestag nominiert worden.

Wie PETA-Aufnahmen immer wieder zeigen, werden die Rechte der Tiere auch beim Abtransport zum Schlachthof wortwörtlich mit Füßen getreten. Die noch lebenden Puten werden brutal zusammengetrieben und auf die Todeslaster geworfen. Diese bringen sie zunächst nach Garrel, wo sie wohl nur standortnah verwogen werden. Geschlachtet werden die Puten dann später in der Geflügelschlachterei Dartsch in Cloppenburg. Vermarktet werden diese gequälten Puten dann über die Firma Bergmann/Holdorf.

 

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Mit einer Spende können Sie unser Rechercheteam unterstützen und dabei helfen, die Öffentlichkeit über das Leiden der Tiere in Mastanlagen aufzuklären. Weitere Informationen zu unseren Recherchen finden Sie auf PETA.de.