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Taubenabwehr auf dem Balkon & am Haus: Tierfreundliche Alternativen zu Spikes und Netzen

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Taubenabwehr soll sogenannte Stadttauben von Balkonen, Dächern oder Gebäuden fernhalten. Viele Maßnahmen wie Spikes, Netze oder Klebepasten verursachen jedoch großes Leid und lösen das Problem nicht dauerhaft. Tauben kämpfen ohnehin jeden Tag um ihr Überleben – erfahren Sie hier, was Spikes, Netze und andere Maßnahmen zur Vertreibung der ehemaligen „Haustiere“ [1] bedeuten, was die Vögel wirklich abschreckt und welche tierfreundlichen Alternativen es gibt.

Inhalte im Überblick

Warum gibt es Methoden zur Taubenabwehr?

Kurz erklärt: Stadttauben stammen von domestizierten Felsentauben ab. [1] Viele sogenannte Taubenabwehrsysteme sollen sie von Gebäuden fernhalten. Zahlreiche Methoden verursachen jedoch Schmerzen oder führen sogar zum Tod der Tiere und lösen das eigentliche Problem langfristig nicht. [2]

Stadttauben sind bei vielen Menschen zu Unrecht verpönt und werden mit grausamen Mitteln vertrieben. Leider floriert durch das falsche negative Bild der Tiere innerhalb der Gesellschaft das Geschäft mit der grausamen Taubenabwehr. Damit sollen die Vögel über Netze, Geräusche, Ultraschall, aber auch spitze Stacheln und weitere – häufig qualvolle und meist sinnlose – Maßnahmen von potentiellen Nistplätzen und damit ihrem Zuhause vertrieben werden. [1, 2]

Häufig wird auch angeführt, Tauben würden Krankheiten übertragen. Aber: Die gesundheitliche Gefährdung durch Tauben ist nicht größer als bei anderen Tieren wie Hunden, Katzen oder Singvögeln. [2] Taubenkot ist nicht gefährlicher als der Kot anderer Vogel- oder Tierarten. Wer die üblichen Hygienemaßnahmen wie Händewaschen einhält, hat nichts zu befürchten.

Welche Taubenabwehr ist verboten?

Kurz erklärt: Verboten sind Taubenabwehrsysteme immer dann, wenn sie den Tieren Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen (§ 13 Tierschutzgesetz). [2] Dazu zählen beispielsweise scharfe, starre Spikes oder Klebepasten wie No Paloma, die gezielt das Gefieder verkleben sollen. [2]

Diese Methoden der Taubenabwehr verursachen Tierleid

Wie in den folgenden Fällen erläutert, zeigt sich eindeutig, dass die Tiere dennoch unter den noch immer legalen Abwehrmethoden leiden.

1. Spikes: Qualvoller Todeskampf

Die zwar leicht beweglichen, aber dennoch spitzen Metallvorrichtungen werden vor allem an schmalen Gemäuer-Vorsprüngen oder auch Fenstersimsen in Städten angebracht, um die Tauben am Landen zu hindern und so von den Gebäuden fernzuhalten. Tauben sind jedoch standorttreue Tiere und kehren daher immer wieder zu ihren Brutplätzen zurück. [3] Sie versuchen, in kleinen Lücken zwischen den metallischen Spitzen zur Ruhe zu kommen und zu brüten. Viele der Tiere, darunter auch junge Taubenkinder, verletzen sich dabei tödlich und sterben meist über Tage hinweg qualvoll. [2]

Die Spikes halten keine Tauben ab, sondern verursachen täglich enormes Leid bei den Tieren, weswegen sie niemals dazu verwendet werden sollten, um Vögel wie Tauben von Gebäuden fernzuhalten. Bewegliche Spiralen wären Alternativen für Spikes – davon sind uns bisher keine Verletzungen bekannt.

Taubenabwehr mit Spikes
Spikes werden dort eingesetzt, wo die Vögel nisten wollen. Diese Tauben verendeten qualvoll in der Vorrichtung.
  • Spikes – eine Gefahr für Tauben und Wildtiere

    Nicht nur für Tauben können die vielen Spitzen aus Metall lebensgefährlich sein, sondern auch für Wildtiere. Immer wieder verfangen und verletzen sich Eichhörnchen, Singvögel, Möwen oder Wildtauben, wie etwa die Ringeltaube, in den zur Vergrämung angebrachten Metallspitzen. Besonders für Jungtiere, die häufig noch unsicher in ihrer Bewegung und Umgebung sind, können die Spikes einen schmerzhaften Tod bedeuten. So erreichten uns bei PETA Deutschland bereits Meldungen zu einem Eichhörnchenkind, welches in den Spikes leidvoll zu Tode kam, aber auch zu Möwen, die sich darin verfingen und starben.

Um nicht nur Stadttauben, sondern auch Wildtiere vor den lebensgefährlichen Spikes zu schützen, fordern wir ein Verbot der tierschutzwidrigen Vergrämung.

2. Netze: Mangelhaft angebracht und zu weite Maschen

Fast wöchentlich erreichen uns bei PETA Deutschland Meldungen von Whistleblower:innen, die von toten und verletzten Tauben an Bahnhöfen oder öffentlichen Gebäuden und Brücken in sogenannten Taubennetzen berichten. Die Netze sollen verhindern, dass die Tauben an bestimmte Stellen eines Gebäudes gelangen, indem diese Bereiche mit den „Taubennetzen“ abgegrenzt werden. Leider wird die Anbringung der Netze oft mangelhaft ausgeführt und danach selten gewartet. Häufig werden die Netze bereits angebracht, obwohl sich dahinter noch die Nester und Kinder der Tauben befinden. [2]

Gelangen die Elterntiere nicht mehr zu ihrem Nest, verhungern die kleinen Tauben qualvoll und sterben ohne die Fürsorge der Eltern. Die Netze sind häufig nicht besonders robust, was dazu führt, dass sich Löcher darin bilden, über die die Tauben versuchen, wieder zu ihren vertrauten Nistplätzen zurückzukehren. Nicht selten verheddern sich die Tiere dabei in den Netzen und können sich aus eigener Kraft nicht mehr daraus befreien. Wird ihnen keine Hilfe zuteil, verhungern und verdursten die Tauben qualvoll über Tage hinweg. [2]

Bei laschen Taubennetzen mit großer Lochweite handelt es sich um eine tierschutzwidrige „Vergrämungsmethode“, die viele Tauben mit ihrem Leben bezahlen. Stramm gespannte, sehr engmaschige Netze in einer guten Qualität können an Stellen, an denen keine Tauben brüten können, eingesetzt werden. Teils ist es notwendig, mit Wärmebildkameras zu überprüfen, ob sich Jungtiere dahinter befinden. Eier und Jungtiere dürfen niemals auf den Boden gesetzt werden, dies ist ihr Todesurteil. Auch feste Drahtgitter oder Plexiglas sind Alternativen zu Netzen.

Taubenabwehr mit Netzen
2019 wurde in Nordrhein-Westfalen beim ISS Dome ein Netz zur Taubenabwehr angebracht. Viele Vögel wurden eingesperrt und starben kurze Zeit darauf.
Fehlerhaft angebrachte Netze sperrten in Dresden mehrere Tauben ein.
PETA kontaktierte nach einem Whistleblower-Hinweis das Veterinäramt und die „Taubennetze“ wurden entfernt.

3. Fütterungsverbot: Leben nahe dem Hungertod

In vielen Städten gibt es Fütterungsverbote, die generell das Füttern von Stadttauben verbieten. Für die Tiere bedeutet das einen täglichen Kampf ums Überleben, denn das Nahrungsangebot in Städten ist rar und nicht reichhaltig.

Einige der sogenannten Brief- oder Hochzeitstauben, die nach Taubenauflässen den Weg in ihren Heimatschlag nicht zurückfinden, schließen sich Stadttaubenpopulationen an. Sie sind es wie unsere Hunde und Katzen gewohnt, mit artgerechter Nahrung versorgt zu werden. Genau wie andere, bereits in den Städten lebende Tauben verhungern sie oder werden krank, weil sie sich von unserem Müll ernähren müssen. Dies führt zudem zu Durchfall und Hungerkot, der Gebäude mehr verschmutzt als Kot von gesunden Tieren. Ein Fütterungsverbot in Städten ist nur dann sinnvoll, wenn die Tauben an bestimmten Plätzen, etwa Taubenschlägen, mit hochwertiger Nahrung, die aus Körnern und Samen besteht, versorgt werden.

Stadttauben mit Futter
Fütterungsverbote dezimieren die Population grausam durch Verhungern.

4. Falknermethode: Stress und Todesangst

Die Falknermethode soll Tauben von ihren vertrauten Standorten in Städten vertreiben oder sie sogar aus den Gebieten wegfangen, um sie umzusiedeln. Auch wenn sich das zunächst gut anhören mag, ist es das nicht. Tauben sind standorttreu, das heißt, man kann sie nicht einfangen und an einem anderen Ort, beispielsweise im Wald, wieder freilassen. Sie werden immer zu ihren ursprünglichen Brutplätzen zurückkehren. Da die Taube, die wir aus Städten kennen, von der Felsentaube abstammt, bevorzugt sie steiniges Gelände zum Brüten. Im Wald werden sich die Tiere daher niemals heimisch fühlen. Durch ihre Domestikation sind sie nicht nur an den Menschen gewöhnt, sie suchen auch die Nähe zum urbanen Umfeld.

Hat die Falknermethode den Zweck, die Tauben nicht nur durch die Anwesenheit eines Greifvogels zu vertreiben, sondern sie mit seiner Hilfe einzufangen und umzusiedeln, bedeutet das für die Tauben großen Stress und sogar Todesangst. Greifvögel sind die natürlichen Feinde von Tauben. Wird ein Greifvogel auf eine Taube angesetzt, fängt er an, diese zu jagen. Die Tauben fliegen in panischer Angst um ihr Leben. Schafft es der Greifvogel, eine Taube zu erwischen, ist es seine Aufgabe, die Taube lebendig zurückzubringen. Der Greifvogel ergreift die Taube dabei mit seinen messerscharfen Krallen. Es ist fast unmöglich, die Taube dabei nicht zu verletzen, die in den Krallen des Greifvogels um ihr Leben bangt.

Es handelt sich dabei keineswegs um eine tierfreundliche Maßnahme, um die Taubenpopulationen in Städten zu regulieren, denn die Tiere erleiden Todesangst und werden auch nach einer Umsiedlung immer wieder versuchen, zu ihren vertrauten Brutplätzen zurückzukehren. [4]

Andere Greifvögel werden gezielt eingesetzt, um die Tauben zu töten. Beide Maßnahmen führen nicht selten dazu, dass Jungtiere unversorgt sind und qualvoll verhungern. Denn durch den vom Menschen angezüchteten Brutzwang brüten die Tiere fast das ganze Jahr.

Falke sitzt auf einer Hand
Der Einsatz von Greifvögeln zur Abwehr von Tauben wird von Falknereien als „natürliche Alternative“ zu den technischen Maßnahmen angeboten.

Was ist die beste Taubenabwehr?

Die beste Taubenabwehr ist eine Kombination aus tierfreundlicher Vergrämung und einem betreuten Taubenschlag. Spikes, falsche Netze oder Klebepasten verursachen dagegen häufig schwere Verletzungen und lösen das eigentliche Problem nicht dauerhaft. [5] Zudem müssen auch an wilden Brutstellen Eier getauscht werden.

Betreute Taubenschläge statt qualvoller Vergrämungsmethoden

Anstatt auf Methoden zur leidvollen Abwehr von Tauben zu setzen, wird in vielen Städten auf betreute Taubenschläge umgestellt. Diese Schläge, beispielsweise basierend auf dem „Augsburger Modell“, bieten eine nachhaltige Lösung für ein Problem bestehender Taubenpopulationen, das durch ihren angezüchteten Brutzwang verursacht wird. In diesen betreuten Taubenschlägen werden die Tauben artgerecht versorgt und die Eier durch Attrappen ersetzt, um eine tierfreundliche Regulierung der Populationen zu ermöglichen.

Damit wird langfristig und nachhaltig dafür gesorgt, dass die Taubenpopulationen kontrolliert und reduziert werden können. Zudem verbringen die Tauben die meiste Zeit in den Schlägen, wodurch ein großer Teil des Kots dort landet und nicht mehr auf den Straßen. [6] Jedoch muss eine Stadt – neben einem ganzheitlichen Stadttaubenkonzept – über ausreichend Taubenschläge verfügen, damit dies zu einer merklichen und tierschutzgerechten Reduzierung der Tierzahlen führt.

Zudem müssen die Vögel an ihren ursprünglichen Brutplätzen tierfreundlich vergrämt werden. Auch werden nie alle Tauben in die Schläge ziehen, weshalb ein wöchentlicher Eiertausch an wilden Brutstellen enorm wichtig ist. Schläge werden besonders gut angenommen, wenn sie erhöht stehen, dunkle Nistzellen haben und so nah wie möglich an den ursprünglichen Brutplätzen platziert werden.

Taubenschlag aus Holz mit Tauben
Taubenschläge bieten Tauben einen sicheren Rückzugsort und sind eine tierfreundliche Alternative zur Vergrämung.

Was schreckt Tauben wirklich ab?

Tauben lassen sich dauerhaft weder durch Gerüche noch durch Ultraschall oder Attrappen vertreiben. Am wirksamsten sind tierfreundliche bauliche Maßnahmen wie Plexiglas oder Gitter in Kombination mit betreuten Taubenschlägen.

Es gibt Orte, an denen Tauben keinesfalls brüten sollen: Zum einen, weil es an manchen Plätzen, beispielsweise unter Brücken, sehr gefährlich für den Nachwuchs sein kann. Zum anderen aber auch, weil an Orten wie Krankenhäusern aufgrund strenger Hygienevorschriften keine Tauben geduldet werden können. Hinzu kommt, dass eine Vergrämung Sinn machen kann, wenn sie Tauben vom Umzug in einen betreuten Taubenschlag überzeugen soll.

  • Vergrämung mit Plexiglas oder Gittern: Im Gegensatz zu Spikes oder Netzen können sich in festen Gittern oder an Plexiglas keine Tiere verfangen oder aufspießen, weshalb immer zu solchen oder ähnlichen Materialien gegriffen werden sollte. Selbstverständlich muss darauf geachtet werden, dass sich hinter der Vergrämung keine erwachsenen Tauben oder deren Jungtiere befinden. Auch dürfen keine Nester mit Küken ins nächste Gebüsch verfrachtet werden. Diese Jungtiere sterben an Hunger oder Kälte, weil die Eltern sie meist nicht weiterversorgen.
  • Was für einen Geruch mögen Tauben nicht? Im Internet finden sich zahlreiche Informationen, dass Tauben die Gerüche von Essig, Pfefferminzöl oder Zitrusschalen nicht mögen. In der Praxis stellt sich aber meist heraus, dass keinerlei Gerüche die Tauben fernhalten. Dasselbe gilt für Attrappen, die Beutegreifer nachahmen. Tauben sind schlau und merken in der Regel schnell, dass von den Plastikvögeln keine Gefahr ausgeht.

Wie kann ich einen Taubenschreck selbst machen?

Viele Menschen suchen nach Hausmitteln oder selbst gebastelten Taubenschrecken. Attrappen von Greifvögeln, CDs oder stark riechende Mittel zeigen jedoch meist nur kurzfristig oder gar keine Wirkung.

Von selbst gebastelten Abschreckungsmethoden wie CDs, Windspielen oder Plastik-Vögeln ist keine dauerhafte Wirkung zu erwarten.

Empfehlenswert sind stattdessen tierfreundliche bauliche Lösungen wie Gitter oder Plexiglas.

  • Funktioniert Taubenabwehr mit Ultraschall?

    Immer wieder werden Ultraschallgeräte zur Taubenabwehr beworben. Wissenschaftliche Nachweise dafür, dass Ultraschall Stadttauben dauerhaft vertreibt, fehlen jedoch. Viele Fachleute bewerten solche Geräte deshalb kritisch. Deutlich nachhaltiger sind betreute Taubenschläge und tierfreundliche bauliche Maßnahmen. [7]

Taubenabwehr auf dem Balkon – tierfreundlich statt gefährlich

Viele Menschen suchen nach einer wirksamen Taubenabwehr für den Balkon. Tierfreundliche Lösungen sind beispielsweise glatte Oberflächen aus Plexiglas oder engmaschige Gitter, die den Zugang zu Nischen verhindern.

Spikes oder Klebepasten sollten niemals verwendet werden, da sie schwere Verletzungen verursachen können.

Was tun, wenn ich eine verletzte Taube finde?

Wer eine Taube mit verletzten oder verschnürten Füßen sieht, kann versuchen, diese mit Körnern unter sich zu locken und dann blitzschnell zu greifen. Doch es gibt auch Tauben mit schweren Verletzungen, die sich kaum noch bewegen können, oder viel zu junge Tauben, die sich außerhalb ihres Nests befinden. Diese Tiere sind ebenfalls auf Hilfe angewiesen.

  • Wenn man eine verletzte Taube findet, sollte man den örtlichen Tierschutzverein, das Tierheim oder, wenn vorhanden, die Taubenhilfe kontaktieren und das verletzte Tier in deren Obhut übergeben.
  • Geht es dem verletzten Tier sehr schlecht, sollte man die Taube vorsichtig mitnehmen und schnell zur Behandlung in eine tierärztliche, bestenfalls vogelkundige Praxis bringen.
  • Wenn Sie eine verletzte Taube an einem Bahnhof finden, die sich in einem Netz oder Spikes verfangen hat, sollten Sie neben dem Veterinäramt oder der Polizei auch immer die 3-S-Zentrale der Deutschen Bahn kontaktieren. Die DB ist in der Regel für die angebrachten Vergrämungsvorrichtungen verantwortlich. Zu erreichen ist die für den jeweiligen Bahnhof zuständige 3-S-Zentrale über die entsprechenden Kontaktmöglichkeiten: Zu erreichen ist die für den jeweiligen Bahnhof zuständige 3-S-Zentrale telefonisch oder über die 3-S-Rufsäulen im Bahnhof. [8] 

Es ist wichtig, niemals wegzusehen, sondern Tieren in Not zu helfen.

Helfen Sie Tauben – jetzt für ein Verbot von Spikes & Co. unterschreiben!

Jeden Tag erleiden Stadttauben schmerzhafte Verletzungen, wenn sie sich in sogenannten Spikes und anderen Abschreckungsvorrichtungen verfangen, die an Gebäudefassaden und Bahnhöfen installiert sind. Anstatt die Tauben fernzuhalten, führen diese Vorrichtungen oft dazu, dass die Tiere schwer verletzt werden und qualvoll sterben. Unterstützen Sie jetzt unsere Forderung nach einem Verbot dieser Tierqual-Systeme!

Häufige Fragen zum Thema

  • Verursachen Tauben Krankheiten?

    Stadttauben wird häufig nachgesagt, sie würden zahlreiche Krankheiten übertragen. Tatsächlich ist das gesundheitliche Risiko durch Tauben jedoch nicht höher als bei anderen Wild- oder Haustieren – im Gegenteil, denn Taubenerkrankungen sind oft sehr spezifisch. Bei Einhaltung der üblichen Hygienemaßnahmen – etwa gründlichem Händewaschen nach dem Kontakt mit Tieren oder deren Kot – besteht für gesunde Menschen in der Regel kein Risiko. [9]

    Taubenkot ist ebenfalls nicht gefährlicher oder gebäudeschädigender als der Kot anderer Vogel- oder Tierarten. Problematisch kann er lediglich dann werden, wenn sich große Mengen über längere Zeit in geschlossenen, schlecht belüfteten Räumen ansammeln und unsachgemäß entfernt werden. In solchen Fällen sollten geeignete Schutzmaßnahmen getroffen werden. [9, 10]

  • Sind Taubenabwehr-Spikes erlaubt?

    Taubenabwehr-Spikes sind in Deutschland nicht grundsätzlich verboten. Allerdings dürfen sie nach dem Tierschutzgesetz keine Schmerzen, Leiden oder Schäden verursachen. Verletzen oder töten Spikes Tauben oder andere Wildtiere, kann ihr Einsatz tierschutzwidrig sein. [2]

    Wir von PETA Deutschland fordern deshalb ein gesetzliches Verbot von Taubenabwehr-Spikes und anderen tierquälerischen Vergrämungsmethoden. Stattdessen sollten tierfreundliche Alternativen wie betreute Taubenschläge sowie geeignete bauliche Maßnahmen – etwa Plexiglas oder feste Gitter – eingesetzt werden, um Konflikte zwischen Menschen und Stadttauben nachhaltig zu lösen.

  • Welche Taubenabwehr hilft am besten?

    Eine dauerhaft wirksame und tierfreundliche Taubenabwehr kombiniert geeignete bauliche Maßnahmen mit betreuten Taubenschlägen. Glatte Flächen aus Plexiglas oder fest angebrachte Gitter können verhindern, dass Tauben an ungeeigneten Stellen nisten, ohne ihnen Schmerzen oder Verletzungen zuzufügen.

    Gleichzeitig bieten betreute Taubenschläge den Tieren einen sicheren Nistplatz und ermöglichen eine tierschutzgerechte Regulierung der Population durch den Austausch der Eier gegen Attrappen. Spikes, Klebepasten oder die Falknermethode verursachen dagegen großes Leid und lösen das Problem langfristig nicht.