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100 Tage Krieg: Häufig gestellte Fragen zu PETAs Ukraine-Einsatz | FAQ

Trauriges Jubiläum: 100 Tage sind seit dem Angriff des russischen Militärs auf die Ukraine vergangen. Seither sind mindestens 15 Millionen aus ihrer Heimat, der Ukraine, geflohen. Viele von ihnen haben ihre tierischen Mitbewohner auf den beschwerlichen Weg ins Ungewisse mitgenommen – unendlich viele Tiere wurden aber auch zurückgelassen. Zahlreiche Tierheime wurden zerbombt, noch mehr Tiere als zuvor sind heimatlos.

Wir von PETA Deutschland sind seit Ende Februar 2022 in der Ukraine und in den Grenzgebieten im Dauereinsatz, um die Versorgung von Hunden, Katzen und Pferden so gut zu sichern, wie wir es nur schaffen können. Seit 100 Tagen geben wir alles, um so vielen Tieren in Not wie möglich sowie Flüchtenden mit Tieren zu helfen.

PETAs Einsatzbericht der vergangenen 100 Tage:  

  • Wir konnten gemeinsam mit befreundeten Tierschutzorganisationen, -vereinen und Helfer:innen vor Ort mehr als 1.500 Hunde und Katzen retten.
  • In einem gemeinsamen Projekt mit Notpfote Animal Rescue e.V. konnte PETA bis zum heutigen Tag bereits circa 350 Tiere sicher im ungarisch-ukrainischen Grenzgebiet versorgen – und diese Arbeit geht mit Hochdruck weiter! Dabei sehen wir natürlich auch die Not in Ungarn und unterstützen dort ebenfalls.
  • Mehr als 400 Tonnen Nahrung für Katzen und Hunde konnten durch PETA in die Ukraine geliefert und an Tiere in Not verteilt werden.
  • Rund 100 Tonnen Tiernahrung wurden von Unternehmen an PETA als Spende zur Verfügung gestellt, um Tieren in Not in der Ukraine zu helfen. Wir von PETA Deutschland unterstützen bei der Logistik, dem Transport und der Verteilung.
  • Mehr als 100 Tonnen Pferdenahrung sind in der Ukraine angekommen und werden an Pferde in Not verteilt.

Wir werden nicht aufgeben und weiterhin für Tiere in Not in der Ukraine im Einsatz sein. Alles Weitere zu unserem Einsatz erfahren Sie in diesem Beitrag. Mehr Informationen darüber, wie Sie den Tieren vor Ort helfen können, erfahren Sie hier:

Inhaltsverzeichnis

Einsatz mit Notpfote Animal Rescue e. V. an der Grenze Ungarn-Ukraine

(Stand 24. Mai 2022) Noch immer herrscht Krieg in der Ukraine. Wir von PETA Deutschland sind seit Beginn des Angriffs des russischen Militärs auf die Ukraine im Einsatz für die Tiere. Denn neben den vielen Millionen Menschen, die aus ihrer Heimat fliehen mussten, leben aktuell auch zahlreiche nicht-menschliche Tiere in großer Not.

An der polnisch-ukrainischen Grenze konnten wir sehen, wie viele Menschen mit ihren tierischen Mitbewohnern auf der Flucht waren. Zum Teil trugen sie ihre Tiere unter den Armen, auf dem Rücken oder in Taschen. Doch einigen Menschen war es nicht möglich, ihre Tiere mitzunehmen. Wir hatten die Möglichkeit, uns vor Ort mit anderen Organisationen zu vernetzen und bis heute mehr als 1.300 Hunde und Katzen in Sicherheit zu bringen.

Seit einigen Wochen sind wir von PETA Deutschland gemeinsam mit Notpfote Animal Rescue e.V. an der ungarisch-ukrainischen Grenze im Einsatz. Dort schaffen wir Platz und Versorgung für rund 300 heimatlose Flüchtlingstiere. Die Tiere werden durch das Projekt medizinisch versorgt, aufgepäppelt und gefüttert, geimpft und mit den benötigten Papieren ausgestattet und liebevoll betreut. Zudem setzen wir alle geltenden Regeln zur Einreise in die EU auf ukrainischer und ungarischer Seite um, damit alles den Regularien entsprechend realisiert werden kann – nach der Quarantänezeit und mit einem gültigen Titer gegen Tollwut aus dem Blutserum dürfen die Hunde und Katzen dann auf Pflege- oder Endstellen in vor allem Deutschland umziehen.

Auch weiterhin wird Tiernahrung von PETA in die Ukraine transportiert – denn der Hunger ist sehr groß, viele Tierschützer:innen, Tierheime und Familien mit Tieren sind in Not. Wir bringen Nahrung für Hunde, Katzen und auch Pferde sowie andere Equiden wie Esel. Bis heute (Stand 25.5.22) hat PETA 560 Tonnen Hunde- und Katzennahrung sowie 80 Tonnen Pferdenahrung in die Ukraine gebracht und in Zusammenarbeit mit lokalen Tierschützer:innen bis tief in die Ukraine und auch in umkämpfte Regionen bringen können. Weitere Transporte sind bereits in Planung.

Alle Informationen zur Zusammenarbeit – und auch wie Sie helfen können – finden Sie in diesem Beitrag:

Einsatz an der polnisch-ukrainischen Grenze in Medyka

(Stand 24. März 2022) Seit dem Kriegsbeginn in der Ukraine sind wir von PETA Deutschland mit einem Team an der polnisch-ukrainischen Grenze im Einsatz für die Tiere. Unsere Team-Mitglieder berichten, dass sie nahezu durchgehend die Rettung von Tieren koordinieren. Stand 23. März 2022 sind bereits 120 Tonnen Tiernahrung von uns in die Ukraine gebracht worden. Dort helfen die Teams vor Ort hungernden Tieren und unterstützen mit der Nahrung Tierheime in der Ukraine.

Im Weiteren finden Sie eine Übersicht häufig gestellter Fragen und Antworten.

1. Was kann ich tun, um den Tieren in der Ukraine zu helfen?

Neben Menschen sind auch Tiere stark vom Krieg in der Ukraine betroffen. Viele traumatisierte Menschen fliehen in benachbarte EU-Länder, sind jedoch aufgrund der Vorschriften für die Einfuhr von Heimtieren aus Nicht-EU-Staaten vielfach gezwungen, ihre geliebten „Haustiere“ sowie Tierheimbewohner und heimatlose Tiere auf der Straße zurückzulassen.

Wir von PETA Deutschland sind mit den zuständigen Behörden in Kontakt – die nahezu alle unbürokratische Hilfe für Flüchtlinge mit „Haustieren“ zusagen. Dennoch ist wichtig zu beachten, dass die Tiere – besonders bei Hunden wird darauf geachtet – nach Überqueren der Grenze mit Mikrochips und Pässen versorgt werden müssen, wenn diese nicht vorhanden sind. An einigen Grenzübergängen wird mittlerweile auch darauf bestanden, dass die Tiere bereits gechippt, geimpft und mit Pässen ausgestattet sind – dies gilt vor allem, wenn Tierschützer:innen Tiere in Sicherheit bringen.

Geretteter Hund im Auto

Unser Team ist an der polnisch-ukrainischen Grenze und hilft Menschen und Tieren vor Ort (mehr Informationen dazu finden Sie hier: PETA Deutschland-Team erreicht polnische Grenze).

Mit Ihrer Spende können wir den Tieren in und aus der Ukraine so weiterhelfen, wie es gerade am dringendsten benötigt wird. Wenn Sie uns bei diesem Vorhaben sowie bei den ersten Hilfsmaßnahmen an der Grenze zur Ukraine unterstützen möchten, können Sie das unter folgendem Spenden-Link tun: www.peta.de/spenden-ukraine

Selbstverständlich ist eine Spende auch per Überweisung unter dem Verwendungszweck „Ukraine“ möglich.

GLS Gemeinschaftsbank Bochum eG
IBAN: DE71 4306 0967 7800 0780 00
BIC: GENODEM1GLS

2. Wie hilft PETA aktuell?

Unser Team befindet sich mittlerweile an der ungarischen Grenze zur Ukraine und kümmert sich dort um streunende Tiere sowie Familien mit tierischen Mitbewohnern. Zu Beginn des Krieges waren wir von PETA Deutschland an der polnisch-ukrainischen Grenze im Einsatz und haben unseren Standort nun nach Ungarn verlagert, um hier Unterkünfte für Flüchtlingstiere zu bauen. Wir bringen Tiere und Menschen in Sicherheit, versuchen sie zu versorgen und zu humanitären Einrichtungen zu bringen. Die Lage in der Ukraine spitzt sich auch heute weiter zu – weniger Menschen trauen sich, zu den Grenzen aufzubrechen, oder haben schlichtweg keine Möglichkeit, sich und Tiere den weiten Weg an die Grenze zu bringen.

Frau untersucht einen Hund
Helfende fuettern Hunde
Mann haelt geretteten Hund
Gerettete Katzen in einem Tierheim
Personen verladen Transportboxen mit Tieren
Personen von Eduxanima packen Hilfsgueter zusammen

Daneben befinden wir uns im ständigen Austausch mit Organisationen in den Ländern – so auch mit NGOs und Vereinen in der Ukraine, um Informationen zu sammeln und zu bündeln. Aufgrund der tierseuchenrechtlichen Einreisebestimmungen in die EU für Heimtiere haben wir am Freitag (25. Februar 2022) an EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen appelliert, die Einreisebestimmungen einheitlich zu erleichtern. Schon kurz darauf empfahl die EU-Kommission den Mitgliedsländern, die Einreise für Heimtiere zu vereinfachen.

Für die Einreise nach Deutschland gilt momentan, dass Tierhalter:innen mit Heimtieren bis auf Weiteres aus der Ukraine einreisen können, ohne vorab eine Genehmigung im Einklang mit der Verordnung (EU)576/2013 beantragen zu müssen. Dabei ist es wichtig, sich bei den regionalen Veterinärämtern zu melden, den Gesundheitszustand und weitere Informationen zum Tier zu geben, sodass diese gelistet werden können. Hierzu finden Sie weitere Infos auf der direkten Seite des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft.

Hilfstransporter fuer Ukraine
Paletten mit Tiernahrung
Personen beladen Transporter
Transporter wird beladen

Neben dringender Hilfe für Tiere und Menschen direkt an verschiedenen Grenzübergängen sind wir von PETA Deutschland weiter dabei, LKW-weise große Lieferungen Hunde-, Katzen- und Pferdenahrung (Stand 24. Mai 2022) in die Ukraine zu bringen. Ebenso versuchen wir, mit Tierheimen in der Ukraine in Kontakt zu bleiben, um weitere Tiere in Sicherheit zu bringen und über Netzwerke im Land von lokalen Tierschutzgruppen die Tiere mit dieser Nahrung versorgen zu können.

Wir arbeiten intensiv daran, Tiere auch aktiv aus der Ukraine retten zu können – die heimatlos sind oder in Sheltern auf Hilfe warten. Die Situation vor Ort ändert sich nahezu stündlich und wir arbeiten fieberhaft und flexibel daran, so vielen Tieren wie möglich aus der Ukraine raus in die Sicherheit zu helfen.

3. Warum helfen Sachspenden aktuell nicht?

Aus verschiedenen Gründen, die außerhalb unserer Kontrolle sind, ist es momentan weiterhin schwierig, Sachspenden in die Ukraine einzuführen, denn die Verwaltung und die Organisation sind sehr komplex. Zudem unterliegt die Einfuhr von Gütern strengen Regelungen und Auflagen an die Lieferungen, die auch jetzt in der Krisensituation weiterhin Bestand haben. Aus diesem Grund helfen Sie uns momentan sehr mit einer Spende, welche wir dann zielgerichtet verwenden können, wenn sich die Situation wieder gebessert hat.

Im Rahmen von PETAs Global Compassion Fund haben wir mehrere hundert Tonnen Tiernahrung auf den Weg in die Ukraine bringen können. Wenn Sie uns bei diesem Vorhaben sowie bei den ersten Hilfsmaßnahmen an der Grenze zur Ukraine unterstützen möchten, können Sie das unter folgendem Spenden-Link tun: www.peta.de/spenden-ukraine

Selbstverständlich ist eine Spende auch per Überweisung unter dem Verwendungszweck „Ukraine“ möglich.

GLS Gemeinschaftsbank Bochum eG
IBAN: DE71 4306 0967 7800 0780 00
BIC: GENODEM1GLS

4. Kann ich Tiere aus der Ukraine adoptieren

Zunächst einmal die guten Nachrichten: Der Übertritt in die EU wurde an allen Grenzen für Menschen mit „Haustieren“ vereinfacht. In jedem Land gibt es Bestimmungen, die wie die Pflichten zur Quarantäne, Impfung und Blut-Titer-Test umzusetzen sind. Wir von PETA veröffentlichten im Blog alle Updates, die wir verifizieren können. Wir haben zudem mit Partnerorganisationen Möglichkeiten geschaffen, wo beispielsweise in Polen und auch Rumänien von uns gerettete Tiere ohne Halter:innen sicher untergebracht werden können und dort den Anforderungen entsprechend liebevoll versorgt werden. Die Weiterreise von Tieren, die nicht zu Privatpersonen gehören, nach zum Beispiel Deutschland unterliegt weiterhin der Gesetzgebung in der EU.

Wenn Sie nach reiflicher Überlegung zu dem Entschluss gekommen sind, einem Hund oder einer Katze aus der Ukraine eine Pflege- oder Endstelle bieten zu können, melden Sie sich gerne bei Notpfote Animal Resuce e. V. unter der Telefonnummer +4915141671913 (Elke Balzer) oder schreiben Sie per E-Mail an [email protected].

Katzen liegen eng aneinander

Für die Einreise nach Deutschland bedeutet das, dass Tierhalter:innen mit Heimtieren bis auf Weiteres aus der Ukraine einreisen können, ohne vorab eine Genehmigung im Einklang mit der Verordnung (EU)576/2013 beantragen zu müssen. Die Einreisenden werden gebeten, sich mit der jeweiligen lokalen Veterinärbehörde in Verbindung zu setzen, um den Gesundheitsstatus des Tieres im Hinblick auf Tollwut zu bestimmen und ggf. notwendige Maßnahmen zu beginnen (Quarantäne, Antikörper-Titer Bestimmung, Tollwut-Impfung, Mikrochipping, Ausstellung Heimtierpass). (Quelle: Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft, Link: https://www.bmel.de/DE/themen/tiere/haus-und-zootiere/einreise-heimtiere-ukraine.html).

Stand heute (24. März 2022) benötigen Hunde und Katzen, die aus Auffangstationen weitervermittelt werden, Mikrochips, Impfungen und Pässe. Zudem müssen die Tiere die Quarantäne-Auflagen im entsprechenden Land erfüllt haben. Bei der Koordination unterstützen wir von PETA vor Ort Tierschützer:innen – vermitteln jedoch selbst keine Tiere.

Wer Tieren und Menschen helfen möchte, kann sich bei seinem lokalen Tierschutz informieren, ob Pflegestellen gebraucht werden und kann sich dort ggf. registrieren – dort kann man auch erfragen, ob Sachspenden gebraucht und angenommen werden. PETA Deutschland kann leider keine Daten von Pflegestellen sammeln und zur Verfügung stellen, wir bitten um Verständnis.

5. Kann ich an der Grenze helfen?

Nachdem uns mehrere Informationen erreichen, dass Privatpersonen in die Grenzgebiete fahren, wollen wir dringend davon abraten! Die Lage vor Ort ist unübersichtlich. Die Privatpersonen, die ziellos in die Gebiete fahren, sorgen für Chaos – statt Hilfe zu leisten. Auch heute (Stand 24. Mai 2022) wird weiterhin dringend davon abgeraten, als Privatperson in die Grenzgebiete oder die Ukraine zu reisen. Die Lage ist weiterhin gefährlich und Personen ohne konkreten Auftrag stören die Rettungseinsätze.

Die Einreise in die Ukraine ist nur mit gültigem Reisepass möglich UND das Auto muss ein grünes Kennzeichen haben bzw. eine schriftliche Bestätigung, dass es auch in Nicht-EU-Ländern versichert ist. Die Situation an den Grenzen – auf Seiten der Ukraine – verändert sich ständig. Aufgrund der aktuellen Ereignisse bilden sich weiterhin kilometerlange Staus an den Grenzen. Soweit wir Kenntnis haben, sind zumeist alle Nebenstrecken dicht.

Autostau an der Grenze zwischen Polen und Ukraine

Stattdessen können Sie uns und den Tieren vor Ort sehr gerne mit einer Spende helfen, welche wir dann zielgerichtet verwenden können. Im Rahmen von PETAs Global Compassion Fund planen wir weiterhin, Tiernahrung auf den Weg in die Ukraine zu bringen. Außerdem ist auch weiterhin (Stand 24. Mai 2022) ein Einsatz-Team von PETA Deutschland vor Ort. Zahlreiche weitere Nahrungstransporte sind bereits in Planung. Wenn Sie uns bei diesem Vorhaben sowie bei den ersten Hilfsmaßnahmen an der Grenze zur Ukraine unterstützen möchten, können Sie das unter folgendem Spenden-Link tun: www.peta.de/spenden-ukraine

6. Was passiert mit den Tieren, die aus der Ukraine gerettet werden?

Glücklicherweise gelingt es, Tierschützer:innen Tiere aus dem Kriegsgebiet der Ukraine zu retten. Wir haben über Partner in Polen, Ungarn und Rumänien bereits die Möglichkeit geschaffen, diese Tiere sicher und den rechtlichen Angaben entsprechend unterzubringen – so dass alle Vorgaben hinsichtlich Quarantäne, Bluttests, Impfungen etc. umgesetzt werden können und jedes Tier sehr gut und liebevoll versorgt werden wird. Darüber hinaus sind wir von PETA Deutschland mit den zuständigen Behörden in Kontakt – die nahezu alle unbürokratische Hilfe für Flüchtlinge mit „Haustieren“ zusagen – ebenfalls entsprechend den rechtlichen Sonderreglungen des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (Link: https://www.bmel.de/DE/themen/tiere/haus-und-zootiere/einreise-heimtiere-ukraine.html)

7. Gibt es eine Möglichkeit, Flüchtlinge und ihre Tiere finanziell zu unterstützen?

Wenn Sie Flüchtende mit ihren Tieren vor Ort an der Grenze unterstützen möchten, können Sie dies im Rahmen von PETAs „Global Compassion Fund“ tun. Geholfen wird damit bei dem Einsatz an der polnisch-ukrainischen Grenze sowie bei den ersten Hilfsmaßnahmen an der Grenze zur Ukraine. Nutzen Sie den aufgeführten Spenden-Link: www.peta.de/spenden-ukraine

Wenn Flüchtende mit ihren Tieren in Deutschland ankommen, kann ihnen geholfen werden, indem sie finanziell bei den Tierarztkosten (gemäß Einreisebestimmungen) unterstützt werden. Dies wird die Flüchtlingshilfe oder die Ausländerbehörde in Zusammenarbeit mit den lokalen Veterinärämtern und Tierschutzvereinen jeweils vor Ort klären. Bisher wurde auch hier unbürokratische Hilfe angekündigt.

8. Wie kann ich Pflegestellen oder Notunterkünfte für Mensch und Tier anbieten?

Wer Flüchtenden eine Unterkunft anbieten möchte – egal in welchem Land –, muss sich dazu an seine lokale Behörde wenden und dieses Angebot unterbreiten.

9. Was ist mit bereits zurückgelassenen Tieren bzw. mit „streunenden“ Tieren innerhalb des Landes?

Wir von PETA arbeiten unermüdlich daran, so viele Tiere wie möglich in Sicherheit zu bringen – ebenso wie zahlreiche andere Organisationen und wie Tierschützer: innen in der Ukraine – alle Aktiven vor Ort tun alles, was möglich ist! Wir bitten die Menschen, die Informationen auf unserer Website weiterzugeben, damit Geflüchtete Zugang zu allen nötigen Informationen haben, um ihre ganze Familie in Sicherheit zu bringen. Wir appellieren dringend an die Menschen, ihre tierischen Mitbewohner nicht zurückzulassen.

Katzen in einer Badewanne und hinter einem Bett

10. Wie ist die Situation in den Zoos und Tierheimen vor Ort?

Die Lage im Land ist dramatisch – es fehlt auch heute (Stand: 24. Mai 2022) an vielem: Nahrung, Wasser, Medikamente, Strom. Unzählige Tiere und Menschen leiden, viele sind chancenlos. Der Zoo von Kiew wurde anscheinend im März 2022 bombardiert und brannte. Einige Tierschutzorganisationen, die sich auf Tierarten wie Wildtiere spezialisiert haben, sind vor Ort im Einsatz und geben ihr Bestes, so vielen Tieren wie möglich zu helfen.

Neben den vielen Hunden, Katzen, Pferden, Schweinen und mehr sind zahlreiche sogenannte Zoo- und Zirkustiere wie Löwen und Elefanten vom Krieg betroffen. Sie sind in ihren Gehegen eingesperrt und werden in Gefangenschaft einem Krieg ausgesetzt. Die Lage ist dramatisch, eine Rettung zumeist unmöglich – da zum Beispiel Kiew und seine Vororte nicht angefahren werden können.

11. Müssen wir uns in Deutschland Sorgen um die Ernährungssicherheit machen?

Unter dem Deckmantel der „Versorgungsicherheit“ haben sich der Deutsche Bauernverband [1] und andere Lobbyverbände gegen die aktuellen Programme zur Erhöhung der Tierschutzstandards ausgesprochen. Dabei haben wir in Deutschland bei vielen Lebensmitteln einen sehr hohen Selbstversorgungsgrad – in etlichen Bereichen exportieren wir sogar riesige Mengen an Nahrungsmitteln. Zudem landen über 50 Prozent der Getreideernte in den Trögen von sogenannten Nutztieren [2].

Vor diesem Hintergrund wird deutlich, dass diese Verbände sogar einen Krieg nutzen, um strengere Tierschutz- und Umweltstandards zu blockieren und Ängste in der Bevölkerung schüren. Wir von PETA Deutschland lehnen diese unbegründete und pietätlose Forderung klar ab und verweisen stattdessen auf den veganen Ökolandbau, der im Hinblick auf maximalen Tier- und Umweltschutz erheblich gefördert werden muss. Daneben ist es wichtig, dass wir keine Lebensmittel mehr verschwenden, um damit gequälte „Nutztiere“ zu ernähren.

PETA Mitarbeiterin haelt Katze im Arm

12. Was wird aus den Tieren in der ukrainischen Landwirtschaft?

Wir müssen leider davon ausgehen, dass viele der landwirtschaftlich gehaltenen Tiere in der Ukraine bereits verdurstet und verhungert sind. Denn wenn Landwirt:innen fliehen müssen, können sie nicht Hunderte Rinder, Tausende Schweine oder Zehntausende befiederte Tiere wie Hühner, Puten oder Enten mitnehmen.

Teilweise wurden und werden die Tiere in den Ställen sich selbst überlassen; manche Menschen öffnen vor der Flucht noch die Stalltüren, damit sich die Tiere unter Umständen selbst versorgen können. Dies ist je nach Region und Temperatur aber meist ebenfalls ein Todesurteil. Dieser Krieg zeigt erneut, wie wichtig die Abkehr von der tierhaltenden Landwirtschaft ist – denn in Krisensituationen ist es unmöglich, den Abermillionen Tieren in Ställen zu helfen.