Pelzfarmverbot in Dänemark – unterschreiben Sie jetzt!

Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie und zahlreicher an COVID-19 erkrankter Tiere ordnete Dänemarks Regierung 2021 an, den gesamten Nerzbestand des Landes zu töten. Bis zu diesem Zeitpunkt war Dänemark der weltweit größte Produzent von Nerzpelzen. Auf 1.100 bis 1.500 Pelzfarmen wurden zwischen 15 und 17 Millionen Nerze in winzigen Käfigen gehalten, in denen sie ein kurzes Leben unter unerträglichen Bedingungen führten. Trotz der Gefahr für die öffentliche Gesundheit hat das Land noch immer kein Pelzfarmverbot verhängt – und das Leid der Tiere droht ab 2023 weiterzugehen. [1]

Nerze auf Pelzfarmen nagen sich selbst und Artgenossen an, weil sie die tierquälerische Gefangenschaft nicht ertragen. Viele von ihnen weisen schwere Verletzungen auf. Das Fell der Tiere ist in Form von Pelzkragen, Mänteln oder als Innenfutter von Jacken auch in Deutschlands Geschäften und Versandhäusern zu finden. Bitte helfen Sie uns, die grausamen Pelzfarmen in Dänemark endlich dauerhaft zu schließen!

Pelzfarmverbot in Dänemark – unterschreiben Sie jetzt!

Fordern Sie jetzt die Dänische Regierung auf, ein Pelzfarmverbot einzuführen.

Online-Petition

Fur farming needs to be banned

 

I was shocked to learn that fur farming has not yet been banned in Denmark despite the cruelty inherent in this industry as well as the significant public health risk it poses. I'm urging you to shut fur farms down immediately.

Every year, around 15-17 million minks are warehoused next to each other in rows of wire cages on the 1,100-1,500 fur farms in Denmark. Their urine, excrement, pus, and blood can easily contaminate adjacent cages. Many animals go insane and resort to self-mutilation or cannibalisation of their cagemates as a result of the extreme stress of confinement. Infections, sores, and festering, open wounds invariably go untreated.

When it comes to the risk of spreading disease, these facilities are no different to the live-animal market in which the novel coronavirus is believed to have originated. Following reports that minks on fur farms in Denmark have contracted COVID-19 from workers and that the coronavirus has now mutated and spread amongst the animals and to people, you must act to prevent the global pandemic from worsening and future pandemics from arising by shutting the fur industry down permanently.

The Dutch parliament voted by an overwhelming majority to bring forward the implementation of a fur-farming ban in the Netherlands because of the spread of COVID-19. Such bans are already in place in Austria, the Czech Republic, Israel, the UK, and several other countries.

For the sake of animal welfare and human safety, please shut fur farms down and bring forth legislation to outlaw fur farming immediately.

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  • Mette Frederiksen

Nerzfarmen in Dänemark – Stroh für ein gutes Image

In Dänemark werden Nerze in Käfigen gehalten, die laut den Empfehlungen des Europarats eine Fläche von mindestens 2,55 m² und eine Höhe von 45 cm haben sollen. [2] Oftmals müssen sich mehrere Jungtiere die winzigen Gitterboxen sogar noch teilen. Diese extreme Beengtheit bedeutet für Nerze größten Stress, da sie von Natur aus Einzelgänger sind. Viele neigen daher zur Selbstverstümmelung und zeigen stereotype Verhaltensweisen wie ständiges Im-Kreis-Drehen oder Auf-und-Ab-Wippen.

Um über das Leid der Tiere hinwegzutäuschen, wird Nerzen in Dänemark vor den Käfigen Stroh zur Verfügung gestellt. Sie sollen sich das Stroh zur Beschäftigung in den Käfig ziehen können – doch ihre Qualen werden dadurch nicht verringert. Das Stroh lässt die Käfige lediglich freundlicher wirken und dient eher der Imagepflege der Pelzindustrie als den Tieren. Zudem soll eine Röhre mehr Bewegung ermöglichen. Da diese ebenfalls aus Drahtgitter bestehen kann, ist sie für die Tiere kaum von Bedeutung.

Die Käfige auf dänischen Pelzfarmen befinden sich normalerweise in offenen Schuppen, die wenig Schutz vor Wind, Kälte und Hitze bieten. Nerze und Füchse werden mit einem Brei aus Fleisch, Fisch und pflanzlichen Abfallprodukten ernährt, der üblicherweise achtlos auf den Käfig der Tiere aufgetragen wird. Die Exkremente der Tiere fallen durch den Drahtgitterboden nach unten durch. Das führt insbesondere bei hohen Temperaturen zu absolut unhygienischen Verhältnissen und einem kaum auszuhaltenden Gestank, der für die Nerze mit ihrem sensiblen Geruchssinn besonders qualvoll ist.

Grausamer Tod nach qualvollem Leben

Für Betreiber von Pelzfarmen steht die Fellqualität über dem Wohlergehen der Tiere. Daher werden Tötungsmethoden angewandt, die den Pelz schonen, für die Tiere jedoch erhebliches Leid bedeuten. Nerze werden oft zu Dutzenden in Kisten gepfercht, in denen sie qualvoll vergast werden. In manchen Betrieben werden aus Kostengründen sogar heiße, ungefilterte Auspuffabgase in die Boxen geleitet, was das Leid der Tiere noch verlängert. [2] Nicht selten sind sie lediglich betäubt, und einzelne Tiere erlangen das Bewusstsein wieder, wenn Arbeiter:innen ihnen die Haut vom Körper schneiden.

Millionen Nerze wegen COVID-19 getötet

Als 2020 befürchtet wurde, dass sich das Coronavirus auf Pelzfarmen in Dänemark rasant verbreiten und Mutationen hervorbringen könnte, verordnete die dänische Regierung im November 2020 die Tötung von bis zu 17 Millionen Nerzen. Hierzu wurden die Tiere aus ihren engen Drahtkäfigen gezerrt, in kleine Transportwagen gesteckt, mit Kohlenmonoxid vergast und anschließend in Erdgruben vergraben. Nach starken Regenfällen wurden die Körper der Tiere jedoch teilweise wieder an die Erdoberfläche geschwemmt. Dies führte nicht nur zu massiver Geruchsbelästigung, sondern drohte auch, das Grundwasser zu verseuchen. Daher wurden die Millionen toter Tierkörper wieder ausgegraben und verbrannt.

Pelzfarmen, auf denen Tausende Tiere in drangvoller Enge, unter unhygienischen Bedingungen und dauerhaftem Stress eingesperrt werden, sind wahre Brutstätten für Viruserkrankungen. Dennoch weigert sich die dänische Regierung, das Leid der Tiere zu beenden und endlich ein Pelzfarmverbot einzuführen. [1] Im April 2021 genehmigte die EU-Kommission sogar staatliche Hilfen in Höhe von 1,75 Milliarden Euro für die dänische Pelzindustrie, um Pelzfarmbetreiber:innen zu entschädigen.

Nerze in freier Natur

Nerze sind keine domestizierten Tiere. In freier Natur benötigen sie ein 100 bis 400 Hektar großes Revier, wo sie sich in selbst gegrabenen Erdbauten oder unter Wurzeln verstecken können. Nerze sind semiaquatische Tiere und lieben Wasser. Sie wählen ihren Lebensraum immer in der Nähe von Flüssen oder Seen, wobei sie 60 bis 70 Prozent ihrer Zeit im Wasser verbringen. Die scheuen und sensiblen Einzelgänger können in Freiheit bis zu zehn Jahre alt werden, während sie auf Pelzfarmen im jungen Alter von sechs Monaten getötet werden.

nerz

Wie Sie Nerzen helfen können

  • Tragen Sie niemals Pelz, und gehen Sie aktiv auf Menschen zu, die immer noch Jacken oder Mützen mit Fellbesatz tragen, um sie über die Grausamkeiten hinter ihrer Pelzkleidung aufzuklären.
  • Nutzen Sie unsere kostenlosen Demopakete für Protestaktionen in Ihrer Umgebung.
  • Unterschreiben Sie unsere Petition an die dänische Regierung mit der Forderung nach einem Pelzfarmverbot.