Ob zum Geburtstag, für den Sonntagskaffee oder einfach zwischendurch – für viele gehört ein leckerer Kuchen zu besonderen Anlässen dazu oder stillt den Heißhunger auf Süßes.
Das geht auch ganz ohne tierische Produkte wie Eier, Butter oder Milch. Mit wenigen Handgriffen lassen sich köstliche Kuchen zaubern, die nicht nur tierfreundlich, sondern auch richtig saftig sind – und sicher gelingen.
Inhalte im Überblick |
Was ist veganer Kuchen?
Ein veganer Kuchen ist ein Kuchen, der ohne tierische Zutaten wie Eier, Butter, Milch oder Sahne zubereitet wird. Stattdessen kommen pflanzliche Alternativen zum Einsatz – etwa pflanzliche Milchsorten, Margarine, Fruchtpürees oder pflanzliche Bindemittel.
Vegane Kuchen sind nicht nur tierfreundlich, sondern oft auch cholesterinfrei und nachhaltiger. Geschmacklich stehen sie klassischen Rezepten in nichts nach.
Was verwenden Veganer:innen in Kuchen?
Veganer:innen verwenden beim Backen pflanzliche Alternativen zu tierischen Zutaten wie Eiern, Butter, Milch und Sahne. Stattdessen kommen zum Beispiel Apfelmus, pflanzliche Öle, Hafer- oder Sojamilch und vegane Schlagcreme zum Einsatz. So lassen sich Kuchen und Torten ganz ohne Tierprodukte zubereiten – lecker, leicht umsetzbar und tierfreundlich.
Für jede Funktion im Rezept gibt es eine passende vegane Lösung.
So können Sie Butter ersetzen
Butter lässt sich problemlos durch pflanzliche Fette austauschen:
- Vegane Margarine: 1:1 ersetzbar, ideal für klassische Rezepte.
- Pflanzliche Öle (wie Raps-, Sonnenblumen- oder Kokosöl): Für saftige Kuchen, oft in Kombination mit pflanzlicher Milch.
- Nussmus (wie Mandelmus): Für besondere Aromen und cremige Konsistenz.
So können Sie Milch ersetzen
Pflanzliche Milchalternativen sind vielfältig und je nach Geschmack und Rezept wählbar:
- Hafermilch: Mild und gut geeignet für Rührteige.
- Sojamilch: Hoher Proteingehalt, gut für fluffige Kuchen.
- Mandel-, Reis- oder Kokosmilch: Für feine Aromen oder exotische Rezepte.
So können Sie Sahne ersetzen
Für Tortenfüllungen, Cremes oder Sahnehauben gibt es tolle vegane Optionen:
- Pflanzliche Schlagcreme (z. B. auf Soja-, Hafer- oder Kokosbasis): Lässt sich wie klassische Sahne aufschlagen.
- Cashewcreme: Aus eingeweichten Cashewkernen, ideal für sogenannte „No-bake-cakes“ oder „Raw-cakes“.
- Kokoscreme: Aus dem festen Teil der Kokosmilch, besonders aromatisch.
So können Sie Eier ersetzen
Eier haben im Kuchen verschiedene Funktionen: Sie binden, lockern und sorgen für Feuchtigkeit. Je nach Rezept lassen sich Eier durch folgende vegane Zutaten ersetzen:
- Apfelmus (ca. 60 g pro Ei): Macht den Teig saftig, ideal für Rührkuchen.
- Zerdrückte Banane (½ Banane pro Ei): Gibt Süße und Bindung, gut für Muffins.
- Sojajoghurt oder pflanzlicher Joghurt (ca. 60 g): Für lockere Teige.
- Leinsamen oder Chiasamen, gemahlen (1 EL + 3 EL Wasser): Quillt und bindet, perfekt für herzhafte Kuchen.
- Backpulver + Essig (1 TL Backpulver + 1 EL Apfelessig): Für fluffige Teige wie Biskuit.
Viele klassische Rezepte können mit pflanzlichen Zutaten genauso lecker und sicher umgesetzt werden. Ob saftiger Rührkuchen, luftiger Biskuit oder cremige Torte: Veganes Backen ist vielseitig, tierfreundlich und voller Geschmack.
Viele Kuchenrezepte lassen sich problemlos vegan zubereiten, indem einfach ein paar Zutaten ausgetauscht werden. Mit dieser Übersicht können Sie gleich loslegen.
Die 3 besten Rezepte für veganen Kuchen
Wer denkt, vegane Kuchen seien kompliziert oder trocken, hat wahrscheinlich noch nicht die richtigen Rezepte probiert: Die folgenden Kuchen sind nicht nur schnell gemacht, sondern auch unglaublich saftig und lecker.
1. Bester veganer Kuchen – ein saftiger Schokokuchen

Zu den absoluten Klassikern gehört Schokoladenkuchen. Mit dem folgenden Rezept gelingt Ihnen ein extrem saftiges und schokoladiges Geschmackserlebnis. Der vegane Kuchen schmeckt mit Schokoladenglasur, aber auch schlicht mit Puderzucker.
2. Saftiger veganer Kuchen – säuerlich frischer Zitronenkuchen

Ein saftiger Zitronenkuchen sorgt für gute Laune – an warmen Tagen genau wie in der kalten Jahreszeit. Mit diesem einfachen Rezept gelingt die vegane Variante des beliebtesten Klassikers einfach und schnell.
3. Veganer Kuchen – schnell zubereitet? Rezept für leckeren Walnusskuchen

Wer einen ausgefallenen, leckeren, vor allem aber schnell zuzubereitenden Kuchen machen möchte, kann diesen saftigen Walnusskuchen backen. Da die Zubereitung nur ca. eine Stunde dauert und das Rezept mit gängigen Zutaten auskommt, ist im Handumdrehen ein leckerer nussiger Kuchen zum Servieren bereit.
Probleme beim Backen? Tipps & Tricks, damit der vegane Kuchen gelingt
Veganes Backen ist leichter als viele vermuten – wenn man ein paar Kniffe kennt. Warum wird der Kuchen nicht fluffig, bleibt trocken oder geht nicht richtig auf?
Warum geht mein veganer Kuchen nicht auf?
- Fehlende oder falsch dosierte Triebmittel wie Backpulver oder Natron sind häufig die Ursache.
- Auch ein zu alter Teig, zu kalte Zutaten oder ein nicht vorgeheizter Ofen können das Aufgehen verhindern.
Tipp: Den Teig nach dem Mischen zügig in den Ofen geben, damit die Triebmittel ihre Wirkung entfalten können.
Warum ist mein veganer Kuchen nicht fluffig?
- Oft liegt es an der fehlenden Reaktion zwischen Triebmittel und Säure. Wird beispielsweise Natron verwendet, braucht es eine säurehaltige Zutat wie Zitronensaft oder Essig.
- Auch zu wenig Flüssigkeit, zu langes Rühren oder ein zu schwerer Teig (z. B. durch Nüsse oder Schokolade) können die Lockerheit beeinträchtigen.
Wie wird veganer Kuchen fluffig?
Damit veganer Kuchen schön locker wird, braucht es die richtige Kombination aus Triebmittel und Feuchtigkeit.
- Backpulver oder Natron in Verbindung mit einem säurehaltigen Bestandteil wie Apfelessig oder Zitronensaft sorgt für Volumen.
- Pflanzlicher Joghurt, Apfelmus oder zerdrückte Banane können zusätzlich für Bindung und Saftigkeit sorgen.
- Wichtig ist auch, den Teig nicht zu lange zu rühren – sonst wird er zäh statt fluffig.
Warum ist mein veganer Kuchen so trocken?
Ein trockener Kuchen entsteht meist durch
- zu wenig Fett,
- zu wenig Flüssigkeit im Teig,
- zu lange Backzeit,
- zu hohe Temperatur.
Tipp: Pflanzliche Zutaten wie Apfelmus, Joghurt-Alternativen oder pürierte Früchte helfen, den Teig saftig zu halten. Auch das richtige Verhältnis von Mehl zu Flüssigkeit ist entscheidend.
Ist veganer Kuchen gesund?
Ob ein veganer Kuchen gesund ist, hängt vom Rezept ab. Ein veganer Kuchen kann gesünder sein, wenn er mit vollwertigen Zutaten wie Nüssen, Haferflocken, Obst oder pflanzlicher Milch gebacken wird.
Wer raffinierten Zucker und Weißmehl reduziert, austauscht oder ganz weglässt, kann den Nährwert deutlich steigern.
Trotzdem gilt: Auch vegane Kuchen sollten in Maßen genossen werden – unabhängig von den Zutaten.
Ist veganer Kuchen gesünder?
Veganer Kuchen enthält kein Cholesterin, da er ohne Eier, Butter und andere tierische Produkte auskommt. Viele Rezepte setzen auf pflanzliche Öle, Vollkornmehl oder natürliche Süßungsmittel, was ihn in manchen Fällen nährstoffreicher macht. Dennoch bleibt Kuchen ein Genussmittel – auch veganer Kuchen kann viel Zucker und Fett enthalten.
Schmeckt veganer Kuchen?
Veganer Kuchen schmeckt! Und zwar genauso saftig, aromatisch und vielfältig wie klassische Varianten. Denn guter Geschmack braucht keine Eier, Butter oder Milch – sondern gute Zutaten, kreative Rezepte und das Wissen, dass kein Lebewesen dafür leiden musste.
Richtiger Genuss beginnt dort, wo Tierleid endet. Deswegen: vegan backen und mit gutem Gewissen genießen.
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