Das Leiden der Schafe und Lämmer

Schafe sind sensible und neugierige Tiere, die von Natur aus in festen Herdenverbänden leben. Die Mutter-Kind-Bindung von Schafen ist bereits kurz nach der Geburt sehr intensiv und dauert meist ein Leben lang an. Es sieht zwar idyllisch aus, wenn Schafe auf einer grünen Wiese stehen, doch letztlich werden sie nur wegen ihres Fleisches und/oder ihrer Wolle gezüchtet und gehalten.


Wer sich genau umsieht, erkennt oftmals, dass viele Schafe mager sind, humpeln oder sogar an Moderhinke leiden. Diese berüchtigte Schafkrankheit führt zu extrem schmerzhaften Klauenentzündungen, wodurch die Tiere teilweise kaum noch gehen können. Die Krankheit ist hochansteckend und wird durch mangelnde Klauenpflege und Haltung auf permanent feuchten, matschigen Böden begünstigt. Im Sommer leiden die Tiere oftmals unter großem Durst, weil ihnen auf den Weiden zu wenige Trinkmöglichkeiten geboten werden. Die Stallhaltung in den Wintermonaten ist häufig sehr beengt. Wenn man sich dann noch bewusst macht, was bereits nach wenigen Wochen mit den Lämmern geschieht, nimmt die Wiesen-Idylle endgültig ein jähes Ende.

Schafe Lämmer
Lämmer sind neugierige und sensible Wesen, die in der Mast und im Schlachthaus enorm leiden.

Lebenserwartung der Lämmer

Lämmer werden deutlich früher von ihren Müttern getrennt, als von der Natur vorgesehen, und für die Fleischproduktion gemästet. Der Handel unterscheidet zwischen „Milchlämmern“, die nach etwa zwei bis fünf Monaten getötet werden, und „Fleischlämmern“, die nach spätestens 12 Monaten zum Schlachthaus transportiert werden. Auch ihre Mütter werden früher oder später getötet, wenn sie nicht mehr schwanger oder zu krank – und damit unwirtschaftlich – werden.

Lebenserwartung Schafe
Jedes Jahr werden allein in deutschen Schlachthäusern über eine Million Schafe getötet – fast alle davon sind Lämmer (1). Lammfleisch wird in Deutschland zwar bevorzugt, aber auch ältere Schafe werden konsumiert. Ausgewachsene Hammel werden unter anderem von Menschen bestimmter Religionsgruppen ohne Betäubung getötet. Das Ausbluten bei vollem Bewusstsein ist für die Tiere mit Todesangst und panischen Bewegungen verbunden. Doch auch der Tod mit Betäubung im Schlachthaus ist für die Tiere immer mit Stress und Schmerzen verbunden – zudem ist die Fehlbetäubungsrate hoch.

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Quellen

(1) DESTATIS Statistisches Bundesamt: „Fleischerzeugung 2018 um 1,5 % gegenüber dem Vorjahr gesunken“. 7. Februar 2019, unter https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2019/02/PD19_043_413.html (zuletzt abgerufen am 2.4.2019)