Schulausflug in den Zoo? Was Eltern tun können, um Tieren zu helfen

Zoos, Wildparks und andere zoologische Einrichtungen sind nichts weiter als Gefängnisse für Tiere – die meisten von ihnen sind dort ein Leben lang eingesperrt. Zoos können die komplexen Bedürfnisse der Tiere nicht erfüllen. Enge und Beschäftigungslosigkeit machen sie krank, weshalb viele sichtlich verhaltensgestört sind.

Kinder lernen in Zoos nichts über die faszinierenden Verhaltensweisen der Tiere. Vielmehr wird ihnen mit Zoobesuchen der Trugschluss vermittelt, es sei in Ordnung, fühlende Lebewesen einzusperren und zur menschlichen Belustigung auszustellen.
 
Die nachfolgenden Tipps zeigen Ihnen auf, was Sie tun können, wenn Ihr Kind an einem Ausflug in den Zoo teilnehmen soll.

1. Suchen Sie das Gespräch mit den zuständigen Pädagogen und der Leitung der Einrichtung

Es gibt unzählige Möglichkeiten für Kinder, auf anderem Wege als mit einem Zoobesuch mit Tieren in Kontakt zu kommen und etwas über sie zu lernen. Schulklassen können beispielsweise einen Lebenshof besuchen oder auf Streifzügen durch die Natur faszinierende heimische Wildtiere beobachten. Kinder lieben spannende Dokumentarfilme über Wildtiere, die ein weitaus realistischeres Bild ihres Lebens und ihrer Verhaltensweisen zeigen als ein Zoobesuch. Kinder empfinden von Natur aus Mitgefühl mit Tieren und wollen nicht, dass sie leiden. Wir sollten ihnen die leidvolle Tierhaltung im Zoo nicht zeigen und so die falsche Vorstellung vermitteln, dass wir Tiere einsperren und zur Belustigung der Menschen ausstellen dürfen.

Für ein Gespräch mit den zuständigen Pädagogen sind konkrete Informationen über den jeweiligen Zoo hilfreich, den die Schule besuchen möchte. So können Sie recherchieren, welche Tiere in zu engen Käfigen eingesperrt sind, welche Verhaltensstörungen die Tiere aufweisen und mit welchen Skandalen der Zoo in den letzten Jahren in Verbindung gebracht wurde. Am besten machen Sie konkrete Vorschläge zu Alternativen für den Schulausflug und wie die Kinder auf tierfreundliche Weise etwas über Tiere lernen können.

2. Tragen Sie Ihre Bedenken beim nächsten Elternabend vor

Sollte das Gespräch mit den Lehrern und der Schulleitung nicht zum gewünschten Erfolg geführt haben, sollten Sie das Thema beim nächsten Elternabend thematisieren. Äußern Sie Ihre Bedenken im Hinblick auf den Zoobesuch und stellen Sie Vorschläge für einen spannenden und tierfreundlichen Schulausflug vor. Die Eltern haben ein Mitspracherecht, und möglicherweise haben auch andere Eltern Bedenken, ob ihr Kind einen Zoo besuchen sollte. Hintergrundinformationen zum Leid der Tiere im Zoo haben wir hier zusammengetragen.

3. Schlagen Sie den Besuch eines PETA-Tierrechtsreferenten in der Einrichtung vor

PETAs Tierrechtsreferenten klären einfühlsam und altersgerecht über alle Tierthemen auf. Sie könnten der Schule vorschlagen, einen Referenten in den Unterricht einzuladen, um über Tiere und Ihre Bedürfnisse sowie das Leben der Tiere im Zoo zu sprechen. Außerdem könnten Sie gemeinsam mit Ihrem Kind ein Referat dazu vorbereiten, wie Tiere im Zoo leben.

mann trägt vor menschen etwas vor

4. Wenn gar nichts hilft: Erörtern Sie Möglichkeiten, wie einzelne Kinder nicht am Ausflug teilnehmen müssen

Nicht alle Kinder müssen zwangsläufig am Ausflug teilnehmen. Für den Fall, dass die Schule dennoch einen Zoo besuchen will, können Sie gemeinsam mit den Lehrkräften eine Lösung für die anderweitige Betreuung Ihres Kindes in der Zeit des Zoobesuchs finden. Niemand sollte zu einem Besuch gezwungen werden, den man aus ethischen Gründen ablehnt.

affe im zoo