Spenden
 »  »  »  »  » Umfrageergebnis: Muss für Milch ein Kalb geboren werden?

GfK-Umfrage von PETA zum Thema Milch: Kennen Sie die Antwort?

Muss eine Kuh ein Kalb zur Welt bringen, um Milch zu geben?

Stand Mai 2016
Fragt man verschiedene Personen, ob eine Kuh ein Säugetier ist, antworten die meisten Menschen wohl mit einem klaren „Ja“. Lautet die Frage wie in einer GfK-Umfrage von PETA (Mai 2015) jedoch, ob eine Kuh nur dann Milch gibt, wenn sie ein Kalb zur Welt gebracht hat, sieht das Ergebnis nicht mehr so deutlich aus.
 
Erschreckenderweise denken knapp über 35 Prozent der 1.000 Befragten, dass eine Kuh grundsätzlich Milch gibt. Etwa 23 Prozent haben keine Antwort. Fakt ist jedoch: Eine Kuh gibt nur Milch, wenn sie ein Kalb zur Welt gebracht hat. Eigentlich logisch, da sie schließlich ein Säugetier ist – wie auch der Mensch.
Was geschieht in der Milchindustrie wirklich mit Kuh und Kalb?
 
In den meisten Milchbetrieben werden Kuhmütter künstlich besamt – mit ausgewähltem Sperma, damit möglichst „leistungsstarker“ Nachwuchs geboren wird. Dabei schiebt der Landwirt oder Tierarzt seinen kompletten Arm in das Rektum des Tieres und die Besamungspipette in die darunterliegende Scheide der Kuh. Der Hals der Kuh wird dabei meist in einem Gitter fixiert, da sich die meisten Tiere sonst verständlicherweise wehren würden.
Nach neun Monaten, einer ebenso langen Schwangerschaft wie bei einer Frau, gebärt die Kuh ihr Kalb. Normalerweise würde sie ihren Nachwuchs von nun an mütterlich umsorgen, und erst nach bis zu einem Jahr würden sich die Wege der beiden langsam trennen. Auf den heutigen Milchbetrieben dürfen die Kühe jedoch nichts mit ihrem Kalb erleben. Meist wird den Müttern ihr Neugeborenes sofort oder nur wenige Stunden nach der Geburt weggenommen. Von da an steht es alleine in einer kleinen Kälberbox oder mit anderen mutterlosen Kälbern zusammen. Nicht selten schreien Mutter und Kind tagelang nacheinander! Die Kuhmilch geht nun komplett in den Verkauf und die Kälber werden meist mit Ersatznahrung gefüttert.
Kurz nach der Geburt wird die Kuh erneut künstlich besamt, um ein Kind zu bekommen. So bleibt der Milchfluss stetig hoch und die Kuh wirtschaftlich für den Landwirt.
Die Kuh als Milchmaschine
 
Kühe geben längst weitaus mehr Milch, als das Kalb zum Großwerden bräuchte, nämlich bis zu 50 Liter statt etwa 10 Liter Milch am Tag. Diese unfassbare Milchleistung hat der Mensch durch die Züchtung und die Gabe von sogenanntem Kraftfutter erreicht – keine Leistung, auf die wir stolz sein können! Durch die immens hohe Milchleistung, die nicht artgerechte Haltung im Stall und die Fütterung mit hohen Teilen an Kraftfutter wird eine Kuh nach etwa vier bis fünf Jahren unwirtschaftlich für den Landwirt und daher im Schlachthof getötet. Grund sind meist Stoffwechsel- oder Klauenerkrankungen, Euterentzündungen und Labmagenverdrehungen oder Unfruchtbarkeit sowie die nachlassende Milchleistung.
 
Lesen Sie hier mehr über das Leiden der Kühe für Milch und hier über das gutmütige Wesen der Rinder.
 
Erfahren Sie hier, warum jedes Jahr etwa 180.000 Kälber im Mutterleib ersticken.
Gesunde und leckere Milchalternativen
 
Glücklicherweise brauchen wir Menschen keine Milch, die von Natur aus für Tierkinder bestimmt ist, um uns gesund und lecker zu ernähren. Ganz im Gegenteil: Kuhmilch wird mit ernährungsmitbedingten Krankheiten wie Krebs, Adipositas und Akne in Verbindung gebracht.
 
Informieren Sie sich hier über die vielen Milchalternativen und melden Sie sich für das kostenlose Veganstart-Programm an.

Was Sie tun können

Kaufen Sie keine tierischen Produkte wie Fleisch, Milch, Eier oder Honig. Hinter all diesen Erzeugnissen steckt großes Tierleid. Melden Sie sich noch heute für unser unverbindliches und kostenloses Veganstart-Programm an und erhalten Sie 30 Tage lang leckere vegane Rezepte und viele Tipps und Tricks, die den Einstieg in ein gesundes und tierfreundliches Leben erleichtern.