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Das große Leiden der Hennen für Eier
 

Stand: Februar 2015

Für viele Menschen haben das Frühstücksei am Morgen oder die Eier für den Kuchen nichts mit Tierquälerei zu tun, denn Hennen legen ja scheinbar sowieso Eier. In den Augen der Konsumenten spricht erst recht nichts mehr gegen einen Kauf, sofern die Eier aus Freiland- oder Bio-Haltung kommen.
Hinter dem lukrativen Wirtschaftszweig der Eierindustrie steckt allerdings vor allem eines: großes Tierleid.

Die Realität hinter dem Ei
Die heutige „Legeleistung“ von über 300 Eiern pro Huhn und Jahr ist keineswegs natürlich. Das Bankivahuhn (Urhuhn) legt nur etwa 18 Eier im Jahr - und zwar allein zur Fortpflanzung. In diesen wachsen ihre Kinder heran, die sie mit großer Hingabe umsorgen. (1, 2)

Damit jeder Mensch im Schnitt jedoch über 200 Eier im Jahr konsumieren kann, wird das Huhn durch Züchtung und Leistungsfutter zu einer „Legemaschine“ degradiert, die fast jeden Tag ein Ei legt. Hierbei handelt es sich um eine sogenannte Legelinie. Im Gegensatz dazu steht die „Mastlinie“, also jene Hühner, die innerhalb kurzer Zeit besonders viel Fleisch ansetzen. Da ein enormer Fleischansatz und eine hohe Legeleistung in der Züchtung nicht kombinierbar sind, werden die männlichen Küken der „Legelinie“ direkt nach der Geburt zerschreddert oder vergast. Sie legen weder genug Eier noch setzen sie ausreichend Fleisch an, um „wirtschaftlich“ zu sein.

Weder die sogenannten Elterntiere, die die Massen an „Legehennen“ „produzieren“, noch die „Legehennen“ selbst dürfen jemals eines ihrer Kinder ausbrüten und umsorgen. Den Elterntieren werden die Eier sofort nach dem Legen weggenommen, und die Hühnerbabys schlüpfen anonym in riesigen Brütereien, geboren in einer Kiste, in einem Brutschrank. Die kleinen Küken wachsen gänzlich ohne die Liebe ihrer Mutter in Ställen oder sogar Volieren auf. Sobald sie i Alter von etwa 3-5 Monaten „legereif“ sind, werden sie erneut gefangen und in die Legebetriebe transportiert. Das frühere Eintreten der Legeleistung und andere Faktoren, wie das spätere Eigewicht, werden durch ein spezielles Lichtprogramm bewirkt (3).
Lesen Sie hier mehr zum Leid der Küken in der Eierindustrie.
 
Jede Haltungsform bedeutet Ausbeutung und Tod
In den Legebetrieben angekommen geht es ebenso schrecklich weiter und der unschöne Alltag der „Legehenne“ beginnt. Sofern die Henne in der modernen Eierproduktion die qualvollen Lebensbedingungen überhaupt überlebt, ist sie nach etwas über einem Jahr derart ausgemergelt, dass sie frühzeitig geschlachtet wird. Hierzu werden die Tiere brutal gepackt, in Kisten gestopft und zum Schlachthof transportiert, wo sie – oft noch bei vollem Bewusstsein – kopfüber hängend den eigenen Tod miterleben müssen.
In der nicht weitverbreiteten ökologischen Tierhaltung mögen die Tiere vielleicht etwas mehr Platz oder einmal das Glück haben, auf einer Wiese in der Erde zu picken. Allerdings entscheidet sich erst nach der Brüterei, welches Huhn bis zu seinem sicheren Tod etwas mehr Platz haben wird als andere. Das Leid auf den Elterntierfarmen und in den Brütereien erleben also auch Hennen in späteren Bio-Betrieben. Zudem werden „Biohennen“ ebenfalls nach ein bis zwei Jahren ersetzt, da ihre Legeleistung nachlässt und sie somit nicht mehr wirtschaftlich genug für den Landwirt sind. Die Hühner werden dementsprechend meist brutal in Kisten verfrachtet und in den gleichen Schlachthöfen getötet wie ihre Leidensgenossinnen in der konventionellen Haltung.
Lesen Sie hier mehr über die verschiedenen Haltungsformen, warum Bio keine Alternative ist und Käfigeier noch immer eine große Rolle spielen.

Hier finden Sie eine Sammlung unserer Recherchen zum Thema Eier:
PETAs große Eier-Recherche (Dezember 2012)
Falsches Spiel mit Bio-Eiern (März 2010)
Betrug mit Freiland- und Bio-Eiern? (Oktober 2008)
PDF: Laden Sie hier den SPIEGEL-Artikel "Die Beichte des Bauern" (25.02.2013) herunter.
PETA.de/videoseier
 

Was Sie tun können

Glücklicherweise sind wir nicht auf den Konsum von Eiern angewiesen – im Gegenteil. Lesen Sie hier mehr über die gesundheitlichen Vorteile einer rein pflanzlichen Ernährung und kaufen Sie keine tierischen Produkte wie Fleisch, Milch, Eier oder Honig. Hinter all diesen Produkten steckt großes Tierleid. Melden Sie sich noch heute bei unserem unverbindlichen und kostenlosen Veganstart-Programm an und erhalten Sie 30 Tage lang leckere vegane Rezepte und viele Tipps und Tricks, die den Einstieg in ein gesundes und tierfreundliches Leben erleichtern.

 
Quellen:
  1. Susanne Decker: Hühner. Planet Wisse. https://www.planet-wissen.de/natur_technik/haustiere/huehner/index.jsp (abgerufen am 18.2.2015)
  2. MEG Marktinfo Eier und Geflügel: 2012 deutlich mehr Eier in Deutschland verbraucht, 25.03.2013
  3. Dr. Hans-Heinrich Thiele: „Richtige Beleuchtung von Legehennenställen“ http://www.eurotier.com/fileadmin/downloads/2010/ForumGefluegel/18-11-thiele.pdf