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Tierkinder – Modeopfer für sinnlose Accessoires

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Stand Januar 2013
In der Regel gelten Babies als süß, niedlich und bringen Herzen zum Schmelzen. Auch Tierkinder zaubern vielen Menschen ein Lächeln aufs Gesicht, doch für einige Geschäftemacher klingeln bei dem Wort „Tierkinder“ die Kassen. Sind es doch besonders die Häute und Felle der Jungtiere, die gefragt sind und mit denen sich das meiste Geld verdienen lässt.

 

Lämmchen

Die jungen, niedlich blökenden Schafskinder landen nicht nur als Lammfleisch auf dem Teller, sondern besonders ihre Häute und Felle sind gefragt. Und diese sind es auch, die den Markt ankurbeln und ein massenhaftes Schlachten vorantreiben. Lammfell ist besonders in den Wintermonaten in der Bekleidungsbranche gefragt. Oft werden Lammfellprodukte als „Naturprodukt“ betitelt und sogar – gut aufbereitet, gezupft, gebürstet und gefärbt – als „Alternative“ zu Pelz angeboten. Angesichts der vielen chemischen Zusätze beim Gerbeprozess kann man hier wohl kaum noch von einem „Naturprodukt“ sprechen und die einzige Alternative zu Pelz bietet lediglich der Webpelz. Zu den Lammfelljacken, -Mänteln, -Westen etc. kommen auch noch die Felle an sich. Gern gesehen im Reitsport oder auch als „kuschelige“ Unterlage für Babies. Ob als Babysack, Unterlage im Kinderwagen oder Krabbeldecke findet das Fell getöteter Schafskinder großen Absatz, nicht zuletzt wegen seiner hygienischen und selbstreinigenden Wirkung. Dass dies nicht allein von den natürlichen Beschaffenheiten der Haut und des Felles stammt, sondern vielmehr die chemischen Zusätze beim Gerben dafür verantwortlich sind, wird völlig außer Acht gelassen. Ist es nicht befremdlich, ein Menschenbaby auf die tote Haut eines anderen, wenn auch tierischen Kindes zu legen?

Auch wenn Schafe in der Wollindustrie zunächst nicht getötet werden, müssen doch unzählige von Schafen im Kindesalter eine blutige und äußerst schmerzhafte Prozedur über sich ergehen lassen. Beim „Mulesing“ werden vornehmlich australischen Merino-Lämmern – Australien ist der weltweit größte Wolllieferant – große Hautlappen vom Hinterteil geschnitten und das ohne jegliches Betäubungs- oder Schmerzmittel.

Doch nicht nur ihr Fell und ihre Wolle sind sehr beliebt, auch die Haut von jungen Lämmern ist in der Lederindustrie sehr gefragt. Letztlich gilt die Regel: Je jünger das Tier – umso geschmeidiger das Leder. Besonders für feine Lederhandschuhe werden die Häute von Lämmern genutzt, die gerade ein paar Tage alt sind. Einige Tiere werden den Muttertieren sogar aus dem Leib geschnitten, um aus der zarten Haut einen hohen Gewinn zu schlagen.

Ähnlich sieht es bei den asiatischen oder afrikanischen Karakul-Lämmern aus. Das einzigartige, gelockte Fell verändert sich ab dem 3. Lebenstag, weswegen die kleinen Lämmchen in der Regel nach den ersten Lebensstunden getötet und gehäutet werden.

 

Kälbchen

Auch Häute von Kuhkindern erzeugen hohe Gewinne und dies trotz ihrer riesigen Kulleraugen und ihrem zauberhaften Blick, der selbst in Menschen den Mutterinstinkt rührt. Leider haben der größte Teil der Kuhmütter keinerlei Ansprüche auf ihre Kinder. Kühe die der Milchgewinnung „dienen“, müssen dauerhaft Kinder bekommen. Denn: ohne Kind – keine Milch. Und da diese eigentlich für ihre Babies bestimmt ist, werden die Kälbchen von ihren Müttern getrennt. Während weibliche Kälbchen in kleine Boxen gesperrt und künstlich ernährt werden, kommen die „Jungs“ alsbald in den Schlachthof. Kalbsfleisch erzielt höhere Preise und vor allem ihre sanften Kinderhäute lassen sich hervorragend in viel Geld verwandeln. Somit landet ihre Haut als weiche Handtasche, Sandalen, Portemonnaie o.ä. auf dem Markt. Vergessen sind die Kulleraugen. Anstatt die zauberhaften Tiere bei ihren Müttern zu lassen, wird ein junges Kälbchen als Handtasche leider oft mehr geschätzt.

 

Was Sie tun können

• Bitte helfen Sie den unzähligen Tierkindern und tragen Sie ausschließlich natürliche oder synthetische Alternativen zu Leder, Fell, Wolle und Pelz!

• Informieren Sie auch Ihre Freunde, Verwandte und Bekannte über die grausame Behandlung von Lämmern und Kälbchen, die ihres Felles oder ihrer Häute wegen unvorstellbares Leid über sich ergehen lassen müssen.

Unterstützen Sie PETA Deutschland e.V., um der Tierquälerei in Ende zu setzen!