Wissenschaftlich bestätigt: Die vegane Ernährung ist gesund

Eine ausgewogene vegane Ernährung ist gesund und stellt dem Körper alle Nährstoffe zur Verfügung, die er braucht. Weltweite Ernährungsgesellschaften haben bestätigt, dass die vegane Ernährung für alle Altersstufen und Bevölkerungsgruppen geeignet ist, inklusive Schwangeren, Kindern und Sportlern. [1, 2, 3] Darüber hinaus kann sich eine rein pflanzliche Ernährung sogar positiv auf die Prävention und Behandlung bestimmter Krankheiten auswirken.

Ernährungsgesellschaften bestätigen: Die vegane Ernährung ist für alle Alters- und Lebensphasen gesund

Die weltgrößte Gesellschaft für Ernährung Academy of Nutrition and Dietetics (AND) ist ein Zusammenschluss von über 70.000 Wissenschaftlern, Ernährungsberatern und medizinischen Fachleuten. In ihrem Positionspapier stellt die AND fest, dass eine „gut geplante vegane Ernährung gesund, bedarfsdeckend und für alle Phasen des Lebens geeignet ist, einschließlich der Schwangerschaft, Stillzeit, der frühen Kindheit und Jugend“. [1, 4]

Laut der AND ist die vegane Ernährung gesundheitsförderlich, kann das Risiko für ernährungsmitbedingte Krankheiten wie Bluthochdruck oder Diabetes mellitus Typ 2 senken und präventiv gegen einige Krebserkrankungen oder Adipositas wirken. Vegan lebende Menschen nehmen laut der amerikanischen Fachgesellschaft weniger ungesunde gesättigte Fette zu sich und verzehren mehr gesundheitsförderliche Lebensmittel wie Gemüse, Obst, Vollkorn, Hülsenfrüchte, Sojaprodukte, Nüsse und Samen als Mischköstler. Eine pflanzliche Ernährung zeichnet sich durch mehr Ballaststoffe und sekundäre Pflanzenstoffe aus, was zu einer niedrigeren LDL-Cholesterin-Blutkonzentration führt. Insgesamt sind Veganer dadurch weniger anfällig für ernährungsmitbedingte chronische Erkrankungen. [1]

Diese Ansicht teilen auch die Ernährungsgesellschaften von Australien und Kanada, die in ihren Leitlinien über eine gesunde vegane Ernährung informieren. So schreibt die kanadische Fachgesellschaft Dietitians of Canada: „Eine gesunde vegane Ernährung bietet viele gesundheitliche Vorteile wie geringere Raten an Adipositas, Herzerkrankungen, Bluthochdruck, Typ-2-Diabetes und an einigen Krebsarten. Sie kann den menschlichen Nährstoffbedarf in jeder Phase des Lebens decken.“ [2, 4] In den Richtlinien des National Health and Medical Research Council of Australia ist zu lesen: „Eine adäquat geplante vegane Ernährungsweise ist gesund, bedarfsdeckend und für Menschen in jeder Lebensphase angemessen.“ [3, 4]

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) veröffentlichte in ihrem 14. DGE-Ernährungsbericht im November 2020 die Studie „Vegetarische und vegane Ernährung bei Kindern und Jugendlichen“ (VeChi-Youth-Studie). Sie zeigt, dass Kinder mit einer veganen Ernährung keinerlei Nachteile haben und mehr gesundheitsförderliche Lebensmittel verzehren als mischköstlich ernährte Kinder. Die Energie- und Proteinzufuhr lag bei allen Ernährungsformen innerhalb der empfohlenen Richtwerte, und auch bei der Nährstoffversorgung ergaben sich keine Risikonährstoffe für vegan ernährte Kinder. Die Vitamin-B12-Versorgung war bei vegan ernährten Kindern aufgrund der Einnahme von B12-Präparaten oder angereicherten Lebensmitteln gut, sogar besser als bei vegetarischen Kindern. Kinder, die sich vegan ernähren, essen laut der Studie mehr Obst und Gemüse. Sie verzehren im Vergleich zu Mischköstlern die 4- bis 10-fache Menge an gesunden Nüssen, die 3- bis 7-fache Menge an Hülsenfrüchten, wesentlich mehr gesunde mehrfach ungesättigte Fettsäuren und etwa doppelt so viele Ballaststoffe. All diese Nährstoffe sind essentiell für eine gesunde Ernährung und gehören zu den sogenannten präventiven Lebensmittelgruppen, die vor Krankheiten schützen können. [5, 6]

Vegane Ernährung bietet gesundheitliche Vorteile

Eine vollwertige vegane Ernährungsweise wirkt sich insgesamt positiv auf die Gesundheit aus und kann das Risiko für diverse ernährungsmitbedingte Erkrankungen senken. Im Gegensatz zu Menschen, die Fleisch, Wurst und andere tierische Produkte essen, haben vegan lebende Menschen ein geringeres Risiko, an chronischen Zivilisationskrankheiten wie Typ-2-Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Übergewicht zu erkranken. [1] Da Cholesterin nur in tierischen Produkten enthalten ist, kann eine vegane Ernährung die Cholesterinwerte im Blut senken. Auch Beschwerden in Verbindung mit rheumatoider Arthritis können mit einer Ernährungsumstellung gelindert werden.

Der erhöhte Konsum von Obst, Gemüse, Ballaststoffen, sekundären Pflanzenstoffen und ungesättigten Fettsäuren in der veganen Ernährung kann die Lebenserwartung steigern. Der Verzehr von verarbeitetem Fleisch wie Wurst und Geräuchertem erhöht nach einer Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation WHO im Gegensatz dazu das Risiko einer Krebserkrankung. [7]

Vegane Ernährung deckt alle wichtigen Nährstoffe

Tierische Produkte haben kein Monopol auf einen bestimmten Nährstoff und sind nicht die ursprüngliche Quelle der Nährstoffe, die sie enthalten. Jedes Vitamin wird im Ursprung von Mikroorganismen produziert, und jedes Mineral stammt ursprünglich aus dem Boden und wird von Pflanzen aufgenommen. Vitamine und Mineralstoffe gelangen erst im Laufe der Nahrungskette in tierische Organismen. [4] Wir müssen also keine Tiere töten, um einen bestimmten Nährstoff aufnehmen zu können. Vielmehr können wir alle Nährstoffe aus ihren ursprünglichen Quellen beziehen und uns pflanzlich ernähren. Auch Nährstoffe, die etwas genauer im Blick behalten werden sollten, sind bei einer ausgewogenen veganen Ernährung in ausreichender Menge enthalten. Dazu gehören Protein, verschiedene Vitamine wie D und B2, Omega-3-Fettsäuren, Mineralstoffe wie Kalzium, Eisen, Zink, Selen und Jod. [1] Es wird empfohlen, Vitamin B12 zu supplementieren – unabhängig von der Ernährungsweise. Mit einem gewissen Grundverständnis kann eine ausgewogene Ernährung intuitiv erfolgen. Wenn Sie beim Arzt regelmäßig Ihre Blutwerte untersuchen lassen, sind Sie in jedem Fall auf der sicheren Seite.

Informationen zum Thema Gesundheit

Was Sie tun können

Informieren Sie sich über eine gesunde und ausgewogene pflanzliche Ernährung. Mit einer veganen Lebensweise helfen Sie nicht nur unzähligen Tieren, die in der landwirtschaftlichen Tierhaltung leiden, ausgebeutet und getötet werden – Sie tun auch der Umwelt und Ihrer Gesundheit Gutes!

Das 30-tägige Veganstart-Programm unterstützt Sie mit nützlichen Tipps und leckeren Rezepten beim mühelosen Einstieg in das vegane Leben – unverbindlich und kostenlos.