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Unterhaltung: Tiere sind nicht dazu da, dass sie uns unterhalten

Tiere sind nicht zu unserem Vergnügen auf der Welt. Dennoch werden Elefanten, Tiger, Affen, Stiere, Pferde, Hunde und viele andere Tierarten jeden Tag zur Unterhaltung des Menschen missbraucht, eingesperrt und gequält.

Zirkus

Die farbenfrohe Pracht der Manege soll Zirkusbesucher begeistern. Doch sie verschleiert die Tatsache, dass Tiere im Zirkus Gefangene sind; dass sie dazu gezwungen werden, unnatürliche und oft sogar schmerzvolle Darbietungen zu erbringen. Tiere im Zirkus verbringen ihr Leben in kleinen Käfigen, Gehegen, Boxen und Transportwagen und dürfen ihr Gefängnis meist nur für das Training und die Vorstellung verlassen. Gefangenschaft und Beschäftigungsmangel macht viele Tiere so krank, dass sie Verhaltensstörungen entwickeln. Bei der Dressur werden sie mit Schlägen und Gewalt zu sinnlosen Kunststücken gezwungen. Viele Tiere im Zirkus sterben, lange bevor sie ihre natürliche Lebenserwartung erreicht haben.

Obwohl bereits 26 Länder in Europa ein Verbot von bestimmten oder allen Tierarten im Zirkus verhängt haben, sind in Deutschland immer noch alle Tiere erlaubt. Doch es gibt eine gute Nachricht: Immer mehr Kommunen sprechen ein Zirkus-Wildtierverbot aus.

Zoo

Für Tiere sind Zoos, Tierparks und Wildparks nichts anderes als Gefängnisse. Zooverantwortliche behaupten gerne, sie würden Artenschutz betreiben und den Besuchern Wissen über Tiere vermitteln. Doch Zoos lehren Menschen lediglich, dass es akzeptabel ist, Tiere in Gefangenschaft weit weg von ihrer Heimat einzusperren und Langeweile, Beengtheit, Einsamkeit, Stress und einer Verarmung ihres Verhaltens auszusetzen. Es ist nahezu unmöglich, in Gefangenschaft geborene Tiger, Bären, Menschenaffen oder Giraffen auszuwildern, da sie für das Überleben in der Natur wichtige Verhaltensweisen im Zoo nicht erlernen können. Die Erhaltung einer Tierart in einem Gehege oder Käfig bringt weder den Tieren noch der Natur etwas. Zoos werden den Bedürfnissen der Tiere im Hinblick auf ein artgerechtes Leben nicht gerecht. Vögel können nicht fliegen, Geparden können nicht rennen und Affen sich nicht durch die Bäume schwingen, wie sie es in Freiheit tun würden. Die artwidrige Haltung macht viele Tiere so krank, dass sie ihre eigenen Exkremente essen, sich selbst verstümmeln, ständig auf- und ab laufen oder apathisch hin- und herschaukeln.

Delfinarien

In Delfinarien, Aquarien, Freizeitparks und Meereszoos werden Delfine, Orcas und Wale in winzige Betonbecken gesperrt. Dort müssen die schlauen und sensiblen Meeressäuger für eine Handvoll Fische durch die Luft springen und bei oftmals dröhnender Musik unnatürliche Kunststücke vorführen. Hinter Angeboten von Freizeitparks, wie etwa „Schwimmen mit Delfinen“ oder „Fotoshootings mit Delfinen“, steckt ein Millionengeschäft, dass ausschließlich auf der Ausbeutung intelligenter Lebewesen beruht. In den kleinen Betongefängnissen können die Tiere keines ihrer natürlichen Bedürfnisse ausleben und führen ein oft kurzes Leben voller körperlicher und seelischer Leiden.

Stierkampf

In Spanien, Frankreich, Portugal und einigen südamerikanischen Ländern wie Mexiko, Kolumbien, Venezuela, Peru und Ecuador finden noch immer Stierkämpfe statt. Allein in spanischen Arenen werden jedes Jahr Zehntausende Stiere zu Tode gequält. Die Toreros stechen den Stieren zur Unterhaltung des Publikums Dolche und Lanzen in den Körper, bis die Tiere vor Schmerz und Blutverlust geschwächt zusammenbrechen und qualvoll sterben. Diese Grausamkeiten werden immer noch mit dem Argument der „Tradition“ gerechtfertigt.

TV und Werbung

Auch heute noch werden für Filme, Fernsehsendungen und Werbung Tiere verwendet – obwohl Computeranimationen heutzutage eine überaus realistische Darstellung von Tieren ermöglichen. Tiere in der Filmindustrie werden oft mit Schlägen, Elektroschocks und Futterentzug misshandelt, um sie zu dem vom Regisseur gewünschten Verhalten zu zwingen. Vielen Tieren werden die Krallen entfernt und die Zähne geschliffen, damit sie die Crew nicht verletzen. Immer wieder kommen Tiere bei Dreharbeiten zu Schaden oder werden sogar getötet. Hinter der Kamera fristen sie ein trauriges Dasein in Gefangenschaft, wo sie keine Möglichkeit haben, ihren natürlichen Verhaltensweisen nachzugehen.

Pferdesport

Im Pferdesport werden die sensiblen Fluchttiere mit scharfen Mundstücken, Sporen und Gerten über Stock und Stein gescheucht. Die Reiter wollen ihr Pferd in Disziplinen wie Voltigieren, Springreiten oder Pferderennen zu Hochleistungen treiben, mit denen die Tiere jedoch oft überfordert sind. Tödliche Stürze und schwere Verletzungen der Tiere werden billigend in Kauf genommen. Es kommt immer wieder vor, dass Pferde aufgrund von Verletzungen noch auf dem Reitplatz oder der Rennbahn eingeschläfert werden müssen

Pferdekutschen

In viele Städten weltweit werden Pferde vor Kutschen gespannt, um Fahrgäste durch die Gegend zu ziehen. Selbst unter schlimmsten Wetterbedingungen und größter Hitze müssen die Fluchttiere schweres Gewicht ziehen, laufen oft auf hartem Betonboden, tragen Scheuklappen und inhalieren Abgase und Rauch. Immer wieder kommt es zu Unfällen mit Pferdekutschen oder Pferde brechen vor der Kutsche erschöpft zusammen. 

Tourismus

Im Ausland lauern viele Tierschutzfallen. So werden in vielen beliebten Urlaubsländern Touristenattraktionen angeboten, bei denen Tiere missbraucht werden. Fotos mit Wildtieren in Gefangenschaft, Ritte auf Elefanten, Kamelen oder Eseln – hinter solchen Angeboten mit Tieren steckt Tierquälerei. Mit spitzen Haken, Schlägen, Gewalt und Unterdrückung werden die Tiere unterworfen und gezwungen, unter sengender Hitze schwere Lasten zu tragen.