Jahresrückblick: Das haben wir 2019 für die Tiere erreicht

Unser Einsatz gegen Speziesismus war 2019 stärker als jemals zuvor. Schließlich haben alle Lebewesen unseren Respekt und unser Mitgefühl verdient. Durch unsere Arbeit für die Tiere konnten wir auch in diesem Jahr bahnbrechende Erfolge erzielen.

„Wir sind alle Tiere dieses Planeten. Wir sind alle Lebewesen. Und nicht-menschliche Tiere erleben Schmerzen genau wie wir.“

Joaquin Phoenix

Erfolge im Bereich Tierversuche

Nach Gesprächen mit uns haben sich sieben der 20 weltweit größten Pharmaunternehmen offiziell vom grausamen Forced Swim Test abgewendet, bei dem Mäuse oder Ratten gegen das Ertrinken ankämpfen müssen. Zahlreiche bekannte Marken wie Herbal Essences und Dove haben sich unserer Liste von Unternehmen und Marken angeschlossen, die keine Tierversuche durchführen oder in Auftrag geben.

Unser Einsatz für die Tiere in der Ernährungsindustrie

Durch die Veröffentlichung von Bildmaterial der alltäglichen Zustände in der Agrarindustrie konnten wir Millionen Menschen zeigen, wie wichtig eine vegane Lebensweise ist – auch für den Planeten. In Bayern beispielsweise wurde ein Horror-Hof geschlossen, nachdem wir die Tierquälerei publik gemacht und Anzeige erstattet hatten. Mit unseren Veganstart- und Vegan-Kickstart-Apps haben wir 2019 vielen Tausend Menschen den Einstieg in die vegane Ernährung erleichtert.
 

Durchbrüche für Tiere in der Bekleidungsindustrie

Im Bekleidungsbereich zeigte eine schockierende Videoenthüllung von PETA Asia, wie Kaschmirziegen in China und der Mongolei bei Schur und beim Kämmen für die Luxuswolle gequält wurden. Daraufhin konnten wir bekannte Marken wie Tom Tailor, Bonita, Ulla Popken, Kik, Takko sowie REWE und EDEKA davon überzeugen, in Zukunft keine Kaschmirprodukte anzubieten. Besonders erfreulich war, dass es auf Deutschlands letzter Pelzfarm nun keine Tiere mehr gibt, nachdem wir jahrelang dafür gekämpft haben.

Gezielte Kampagnen- und Öffentlichkeitsarbeit

Bei unserer Kampagnen- und Öffentlichkeitsarbeit setzen wir immer mehr auf gezieltes Marketing, beispielsweise durch provokante Motive, gezielte Anzeigen in den sozialen Netzwerken und Banner- und Plakatschaltungen bei Großveranstaltungen.

Erfolge für unsere tierischen Mitbewohner

2019 gingen etwa 2.700 Meldungen zu Fällen von Tierquälerei bei PETA ein – vermutlich mehr als bei jeder Behörde in Deutschland. In der Folge konnten wir unzähligen Tieren zu einem besseren Leben verhelfen. Beispielsweise überführten wir gleich mehrere furchtbare Hundezuchten, bei denen die Tiere in verdreckten, reizarmen Gehegen untergebracht waren und die Welpen über Kleinanzeigen verkauft wurden. In Sachsen-Anhalt konnten wir rund zehn Dobermann Welpen aus einem fensterlosen Keller retten, denen die Ohren kupiert werden sollten.

Strafanzeigen gegen Tierquäler

Unsere Rechtsabteilung hat 2019 wieder Hunderte Strafanzeigen gegen Tierquäler bei den Behörden eingereicht, die in vielen Fällen auch geahndet wurden. Beispielsweise musste ein Jäger aus Sachsen-Anhalt, der ein Wildschwein mindestens eine halbe Stunde lang leiden ließ, ein Bußgeld in Höhe von 1.500 Euro zahlen.

Unser Kampf für die Esel und Maultiere auf Santorini

Durch etliche Aktionen konnte in den vergangenen Monaten auf das Leid der Esel und Maultiere aufmerksam gemacht werden, die auf der griechischen Insel Santorini als Transportmittel auf steilen Treppen missbraucht werden. In den Häfen, von denen aus die Fähren nach Santorini fahren, schalteten wir Werbemaßnahmen und verteilten Tausende Flyer an Touristen.

Aufklärung über Social Media

In der Rangliste der reichweitenstärksten sozialen Medien steht PETA auf Platz zwei. Unsere Posts auf Facebook wurden in diesem Jahr im Schnitt 13 Millionen Mal pro Monat angesehen, unsere Videos auf Facebook und Youtube über zwölf Millionen Mal. So konnten wir unzählige Menschen dazu inspirieren, sich für Tiere einzusetzen.

Tierrechtsthemen für die Medien

Durch unsere Medienarbeit berichteten auch unzählige Zeitungen, Magazine und TV- und Radiosender immer wieder über unsere Arbeit, wodurch wir weitere Millionen von Menschen mit der Botschaft erreichten, dass Tiere nicht dafür da sind, dass wir sie essen, für Versuche, als Kleidung oder als Unterhaltungsobjekte nutzen.

Hundegrillen und andere aufsehenerregende Aktionen

Unser Aktionsteam führte 2019 fast 150 spektakuläre Protest- und Aufklärungsaktionen durch. Unsere mittlerweile fast 40 freiwilligen Streetteams konnten zusätzlich mit fast 500 Aktionen den Druck auf bestimmte Unternehmen und Politiker verschärfen und die Öffentlichkeit über Tierrechte informieren. Besonders großen Wirbel erzeugten unsere Hundegrill-Aktionen, die den Menschen vor Augen führten, wie widersprüchlich unser Ernährungsverhalten ist, sowie die Wiederholung von PETAs Demoklassikern aus den vergangenen 25 Jahren anlässlich unseres Jubiläums.

Prominente Unterstützung für die Tiere

Die Botschaft, dass Tiere nicht dafür da sind, um von Menschen benutzt zu werden, konnten wir auch mit der Unterstützung von Prominenten verbreiten - darunter Panikrocker Udo Lindenberg, Modedesigner Harald Glööckler, die Schauspieler Martin Brambach und Christine Sommer sowie Kai Wiesinger, Dragqueen Olivia Jones, Choreograf und Model Jorge González, Schauspieler Jürgen Tonkel und Autorin, Unternehmerin und Model Ariane Sommer.

Unsere Kastrations- und Bildungskampagne in Rumänien

Rumänien ist das Land mit den meisten heimatlosen Hunden in Europa. Um das Leid der Hunde auf den Straßen und in den Tierheimen zu verringern, startete PETA Deutschland im vergangenen Oktober mit unserem Partner EDUXANIMA ein Kastrations- und Bildungsprogramm in Rumänien. Im Rahmen der mobilen Kastrationskampagne konnten in einem Jahr über 8.000 Hunde und Katzen kostenlos kastriert, registriert und medizinisch versorgt werden – über 250 heimatlose Tiere konnten in ein liebevolles Zuhause vermittelt werden. In Gesprächen mit lokalen Politikern sorgen wir dafür, dass Tierschutzunterricht an immer mehr rumänischen Schulen eingeführt wird.

Vielen Dank an unsere Unterstützer

Dies war nur ein kleiner Ausschnitt unserer Arbeit für die Tiere. Ohne Ihre Unterstützung wären diese Erfolge niemals möglich gewesen. Deshalb möchten wir uns von Herzen bei Ihnen bedanken. Wir freuen uns, auch 2020 alle Register zu ziehen, um jedem Tier zu einem besseren Leben zu verhelfen.