5 Gründe gegen Fleisch, die Sie nachdenklich stimmen werden

Versuchen Sie, sich alle Menschen vorzustellen, die in Deutschland leben. Nun verzehnfachen Sie die Menge. – Gemacht?

Dann haben Sie jetzt die etwaige Anzahl der Landlebewesen, die in gerade mal einem Jahr in Deutschland getötet werden.
Deutschland ist die Hölle für alle „Nutztiere” genannte Lebewesen wie Schweine, Hühner oder Rinder. Doch auch die Umwelt und Ihre eigene Gesundheit leiden gewaltig unter dem Konsum von Fleisch und Wurst.
 

5 gute Gründe, Fleisch den Rücken zu kehren

 

1. Fleisch macht krank

Durch den massiven Antibiotika-Einsatz in den Stallanlagen können wir Menschen Resistenzen entwickeln. Relativ harmlose bakterielle Infektionen können so unter Umständen nicht mehr behandelt werden und im Ernstfall sogar zum Tod führen.


Doch damit nicht genug: Der Konsum von Fleisch kann zu Bluthochdruck und zu hohen Cholesterinwerten führen. Auch die Wahrscheinlichkeit, an Diabetes, einem Herz- oder Schlaganfall zu erkranken ist weitaus höher als bei vegetarisch oder vegan lebenden Menschen. Verarbeitetes Fleisch wie Wurst und Schinken wurde von der Weltgesundheitsorganisation WHO als krebserregend eingestuft. Außerdem steht es in Zusammenhang mit psychischen Krankheiten wie manischen Episoden.

 

2. Für Fleisch werden Tiere gequält

In der Fleischindustrie ist Tierquälerei nicht die Ausnahme, sondern die Regel. Beinahe jedem Ferkel wird der Ringelschwanz abgeschnitten, beinahe jedem Schwein werden die Eckzähne abgeschliffen. Beide Eingriffe dürfen bis zu einem gewissen Zeitpunkt ohne Betäubung durchgeführt werden. Die betäubungslose Kastration soll zwar bald verboten sein, fraglich ist aber, wie die Umsetzung in der Praxis aussehen wird. Der Bauernverband fordert schon jetzt eine Schweinefleischpreiserhöhung aufgrund des Verbots.


Auch andere Tiere werden bereits vor der Schlachtung gequält. So wird Hühnern und Puten der schmerzempfindliche vordere Teil des Schnabels ohne Betäubung abgetrennt und Kälbern der Hornansatz ausgebrannt. Auch Kannibalismus, Krankheiten und ein vorzeitiger Tod sind keine Seltenheit in der Mast .

 

3. Die Fleischindustrie zerstört unseren Planeten

14–18 % der weltweit ausgestoßenen Treibhausgase werden von der sogenannten Nutztierhaltung verursacht. – Das sind mehr Treibhausgase als der weltweite Verkehr zusammen verursacht! Neuere Studien sprechen sogar von einem Anteil von rund 30 Prozent.


Der hohe Methanausstoß (200–300 l täglich pro Kuh) sowie das Abholzen der Wälder für Weideflächen und Futter (30.000 Hektar Regenwald werden täglich gerodet) treiben den Klimawandel immer weiter voran. Böden, Luft und sogar unser Grundwasser werden mit Unmengen von Gülle belastet.

 

4. Für Fleisch werden zu viele Ressourcen verschwendet

Stellen Sie sich vor, Sie würden 100 Tage lang am Stück duschen. – So viel Wasser wird für die Herstellung eines einzigen Burgers verschwendet! Für ein Kilogramm Rindfleisch sind bis zu 16 Kilo Tierfutter nötig.


90 % des weltweit angebauten Sojas, 50 % des Getreides und 40 % der Fische (!) werden an sogenannte Nutztiere verfüttert.
Eine unfassbare Verschwendung von Lebensmitteln (und Leben), während unzählige Menschen noch immer verhungern!

 

5. Kein Lebewesen will sterben

Ob Hund, Schwein, Katze, Huhn, Pferd oder Rind – kein Tier will sterben! Wieso sollte man für den Tod eines Schweines bezahlen, wenn man den Tod eines Hundes grausam findet?


Zudem gibt es keine humane Methode, ein Lebewesen aufzuschlitzen (Bio hin oder her). Die meisten Schweine in Deutschland werden mit Gondeln in Gaskammern hinabgelassen, wo sie bis zu 30 Sekunden panisch schreien und versuchen, dem Betäubungsgas zu entkommen. Etwa jedes zehnte Tier in Deutschland ist nicht richtig, nicht mehr oder gar nicht betäubt, wenn es aufgeschlitzt wird. Schweine erwachen teilweise aus der Narkose, während sie durch ein heißes Brühbad gezogen werden.

 

Probieren Sie es mal ohne Fleisch!

Natürlich gibt es auch noch weitere Gründe, Fleisch für immer von Ihrem Teller zu streichen. Sehen Sie sich dazu gerne auf unserer Seite um. Doch sicherlich haben Ihnen bereits diese fünf Gründe gezeigt, wie viel Leid in einem einzigen Stück Fleisch steckt. Wenn sich unsere Gesellschaft weiterentwickeln will, müssen wir der Produktion von Fleisch konsequent den Rücken kehren.



Nährstoffe wie Protein oder Eisen nehmen Sie zur Genüge über Pflanzen zu sich. Unzählige erfolgreiche fleischlose bzw. vegane Sportler sind hierfür der Beweis. Und für gelegentliche „Fleischesgelüste” finden Sie hier tolle Alternativen – zum Kaufen oder selbst Zubereiten. Probieren Sie es einfach mal aus! Sie werden sehen – alles schmeckt besser, wenn das Gewissen mitessen darf.

Unsere Autoren

Isabella Lynley

Als Content Producer kämpft Isabella Lynley für die Rechte ALLER Tiere.