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PETA im Fokus


PETA Deutschland rüttelt besonders mit Undercover-Recherchen viele Menschen wach. Tierquälereien im Umfeld von Wiesenhof, der Skandal um die falsch etikettierten Bio-Eier (mittlerweile gerichtlich bestätigt), unsere Recherche beim Kükenzüchter Lohmann (mittlerweile gerichtlich bestätigt), die Videos aus der Elterntierfarm von Wiesenhof oder der Skandal um Tierschutz-Ministerin Astrid Grotelüschen haben Tierquälerei in Deutschland an die Öffentlichkeit gebracht.

Wenn wir als Organisation so viel Staub aufwirbeln, ist es unvermeidbar, dass wir Gegenwind von denjenigen bekommen, deren Praktiken wir kritisieren und so gibt es viele Meinungen und viel Kritik an PETA. Immer wieder werden wir und unsere Unterstützer als weltfremde Spinner dargestellt, die keinen Spaß verstehen, andere Menschen bevormunden wollen und nicht zuletzt verlogene Heuchler sind. So oder so: Wer sich bei, für oder mit PETA für Tiere einsetzt, muss irgendwie wahnsinnig sein.

Dass dieser scheinbare Wahnsinn jedoch Methode hat und erfolgreich ist, zeigt ein kurzes Video von PETA USA.

 

 

Abgesehen von plumpen Verleumdungskampagnen sind wir jederzeit bereit, uns kritischen Fragen zu stellen und wollen diese Gelegenheit nutzen, zu einigen Fragen und Gerüchten, die in den Medien und im Internet kursieren, Stellung zu beziehen.


Kritikpunkt: „PETA ist radikal, extrem und umstritten“

Synonyme für radikal und extrem sind u.a. aufständisch, gründlich und lückenlos. Das finden wir eigentlich sehr positiv. Aber vermutlich haben Kritiker andere Synonyme wie dogmatisch oder fundamental im Sinne.

Fakt ist: PETA Deutschland ist seit Gründung Ende 1993 als gemeinnützig und besonders förderungswürdig anerkannt.
Dieser Status wird regelmäßig vom Finanzamt geprüft und neu vergeben. Durch diesen besonderen Status sind unsere Spenden für die Spender auch steuerlich absetzbar.

Die Frage ist außerdem: Wer ist radikal und extrem?
Die Frau, die weiterhin Kosmetika kauft, die an Tieren getestet wurde, oder die Leute, die sich dafür einsetzen, dass grausige Tests, bei denen man Tiere vergiftet, abgeschafft werden?
Der Mann, der seinen Braten isst, oder die Leute, die die gnadenlosen Bedingungen in der Massentierhaltung aufdecken?
Die Leute, die sich in Lederjacken wärmen, obwohl es längst bessere synthetische Materialien gibt, oder die Leute, die gegen das Prügeln und Aushungern und die Todesmärsche der Kühe protestieren, die für den illegalen indischen Lederhandel sterben müssen?
Die Familien, die dafür bezahlen, Tiere anzuschauen, die man in Zirkussen in Käfige pfercht und zu Darbietungen zwingt, oder die Leute, die die Beweise für ihre Misshandlung zu Gericht tragen?

Es wird den Kritikern nicht gelingen, allen Ernstes die Grausamkeiten zu rechtfertigen, die gegen Tiere in Labors, in der Massentierhaltung, in Schlachthäusern, auf Pelztierfarmen und in Wanderzirkussen begangen werden.

Millionen von Menschen sind mit PETA einer Meinung, dass es roh und grausam ist, Tiere mit unseren Medikamenten vollzustopfen, ihnen Abflussreiniger in die Augen zu schütten, sie zum Inhalieren von Zigarettenrauch zu zwingen und sie mit unseren Krankheiten zu infizieren, und so menschliche Patienten am Ende zu Leidtragenden zu machen. Millionen Menschen verzichten schon jetzt auf Pelz und Leder, weil sie der Ansicht sind, dass es falsch ist, Tiere für Mode einzusperren und zu töten. Und jeden Tag entscheiden sich Millionen Menschen für eine tierfreundliche vegetarische oder vegane Ernährung, weil sie die Vorteile für sich selbst, die Tiere und den Planeten sehen.

Es gibt zu jeder Grausamkeit eine positive Alternative.

PETA versteht ihre Aufgabe darin, dem Konsumenten diese aufzuzeigen. Grausamkeiten aufzudecken und aufzuzeigen, wie jeder Einzelne von uns es vermeiden kann, an ihnen teilzuhaben, genau das ist PETAs Ziel. Und das muss nun wirklich niemandem Angst machen.
 

Kritikpunkt: „PETA arbeitet unwirtschaftlich“

Von mehreren tausend in Deutschland existierenden Umwelt-, Arten-, Natur- und Tierschutzorganisationen wurden 46 von der Stiftung Warentest für die Finanztest-Ausgabe vom November 2013 befragt. Ein sehr schematisch aufgestellter Fragebogen war die Grundlage dieser Auswertung.

Während fast die Hälfte der Organisationen nicht auf die Anfrage der Verbraucherorganisation antwortete, hat PETA Deutschland e.V. alle angeforderten Unterlagen eingereicht, darunter das umfassende Handbuch mit allen wichtigen Regelungen (Reisekosten etc.), die Jahresrechnung und den umfangreichen Prüfbericht der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft. Jedes Jahr wird PETA Deutschland e.V. vom zuständigen Finanzamt geprüft, seit 20 Jahren wird alljährlich der Freistellungsbescheid erteilt und damit die besondere Förderungswürdigkeit von PETA Deutschland e.V. bestätigt. All das, was fiskalisch und von Gesetz wegen gefordert ist, wird erfüllt und in Teilen übererfüllt.

Nach Angaben einer unabhängigen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, die jedes Jahr die Bücher von PETA-Deutschland erstellt und einen Finanzbericht verfasst, fließen 87 % der Spenden, die PETA erhält, direkt in Aufklärungskampagnen, politische Arbeit, PR-Kampagnen und Öffentlichkeitsarbeit. PETA konzentriert sich auf PR-Kampagnen und Öffentlichkeitsarbeit, um Verbraucher darüber aufzuklären, wie sie Tierleid verhindern können. Das geschieht sowohl über verdeckte Ermittlungen, die das Leid von Tieren ans Tageslicht bringen, als auch über Presse- und PR-Aktionen oder Anzeigenmotive mit prominenten Unterstützern.
Und genau diese Arbeit sieht die PETA-Satzung vor.


Der Bericht der Stiftung Warentest beruht sehr stark auf den Kriterien der freiwilligen Mitgliedschaften in Transparenz-Organisationen wie DZI (Deutsches Zentral Institut) oder Deutscher Spendenrat, denen PETA Deutschland e.V. bislang nicht beigetreten ist. Eine transparente Darstellung aller Projekte ist sehr zeit- und kostenintensiv. Für die Buchführung ist bei PETA momentan aus Kostengründen nur eine halbe Stelle eingerichtet.

Es ist richtig, dass PETA Deutschland e.V. nicht Mitglied des DZI ist (nur 4 Vereine aus dem Bereich des Tierschutzes haben eine Mitgliedschaft aufgenommen). Dadurch sparen wir Gebühren in vierstelliger Höhe ein, die direkt in die Tierrechtsarbeit fließen können. PETA hat keine Erklärung der Initiative Transparente Zivilgesellschaft unterzeichnet und ist auch nicht Mitglied im Deutschen Spendenrat. PETA hat die drei höchsten Jahresgehälter auf ihrer Website bislang nicht veröffentlicht, was jedoch in Zukunft erfolgen kann.

PETAs Reisekostenvorgaben beinhalten selbstverständlich die Anweisung, innerhalb von Deutschland nicht mit dem Flugzeug, sondern mit der Bahn und selbstverständlich in der 2. Klasse zu reisen. Bei dem Vereinsfahrzeug, das unseren Kampaignern seit Kurzem zur Verfügung steht, handelt es sich um ein Gebrauchtfahrzeug. Sämtliche Reisekosten werden über ein von den Finanzbehörden offiziell anerkanntes Reisekostenformular abgerechnet.

PETA Deutschland e.V. verfügt über ein vollumfängliches Widerrufsrecht, über eine jederzeit aussprechbare Kündigungsmöglichkeit.
Die Vorstandsmitglieder sind nicht miteinander verwandt.

PETA Deutschland e.V. macht keine In-Sich-Geschäfte, leistet sich keine Drückerkolonnen, macht keinerlei Haustürgeschäfte, sondern informiert Mitglieder, Fördermitglieder, Spender und Interessierte ausschließlich über die regelmäßig erscheinende Fördermitgliedszeitschrift Animal Times, das umfangreiche Internetangebot, den frei bestellbaren und jederzeit wieder abbestellbaren E-Mail-Newsletter und über Informations- und Kampagnenschreiben an unsere Fördermitglieder. Kostengünstiger geht es nicht.

Allerdings werden diese Rundschreiben, die gleichzeitig auch Teil erfolgreicher PETA-Kampagnen sind (u. a. Wiesenhof-, Heidemarkputen-, Hummer- oder Stopfleber-Kampagne), vom DZI und der Stiftung Warentest als „Werbung“ eingestuft. Allein durch diese fehlerhafte Einstufung soll laut Testbericht eine Unwirtschaftlichkeit gegeben sein – denn für Verwaltung und Werbung sollen nicht mehr als 35 % der Einnahmen aufgewandt werden. PETAs Mitglieder und Unterstützer stellen den Kern der erfolgreichen Kampagnen dar und haben einen Anspruch darauf, aktiv einbezogen und über die Ergebnisse informiert zu werden. Diesen Posten als „Verwaltung und Werbung“ zu klassifizieren, wird dem intensiven Austausch innerhalb der PETA-Gemeinschaft nicht gerecht.

Dass PETA Deutschland e.V. buchhalterisch und haushaltsrechtlich korrekt arbeitet, wurde in von unabhängiger Seite bestätigt: Nachdem die von PETA bekämpften Tierausbeutungsbranchen jahrelang Druck gemacht haben, PETA den Status der Gemeinnützigkeit und Förderungswürdigkeit zu entziehen, hat eine umfangreiche, über zwei Monate laufende Buchprüfung des Finanzamtes PETA eine überaus wirtschaftliche Arbeitsweise bestätigt. Der Prüfbericht konnte nicht mehr in die Untersuchung der Stiftung Warentest einfließen. Wenn das Finanzamt PETA Deutschland e.V. nach einer großen Buchprüfung eine korrekte und wirtschaftliche Arbeitsweise bestätigt, ist allein dies verbindlich.

Es gibt auch in der Fachpresse einige sehr aufschlußreiche Artikel, die sich sehr kritisch mit den Kriterien von Stiftung Warentest beschäftigen:
- ngo-dialog: Getest & für schlecht befunden
- fundraiser-magazin: Testbericht crasht Umwelt- und Tierschutzvereine
- Fundraising-Verband: Auch Testberichte sollten transparent sein

Im selben Heft wurde der Test u.a. über Schokoladen u.a. der Firma Ritter Sport von der Stiftung Warentest veröffentlicht. In der gerichtlichen Auseinandersetzung kritisiert das Landgericht München I die Stiftung Warentest scharf. So stehe „die Testberichterstattung in der streitgegenständlichen Form außer Verhältnis zu den Aufgaben und Zielen einer sachlichen Verbraucheraufklärung“, „von einem fairen Warentest könne nicht gesprochen werden“ und das Landgericht München I kritisiert zudem, „dass die Beklagte in ihrer Testberichterstattung die Gründe für ihre Erwägungen nicht offengelegt habe“. (Landgericht München I, Urteil v. 13.01.2014, Az.: 9 0 25477/13).


Danke an alle, die hinter die "Fassade" schauen und den tieferen Sinn hinter unser Aufklärungsarbeit sehen
 

Kritikpunkt: „PETA tötet Tiere"

PETA USA erhält jede Woche Anrufe von Menschen, die z.B. kein Geld haben, um ihre unheilbar kranken Tiere einzuschläfern. Während No-Kill Shelter solche Leute wegschicken, lässt PETA diese Tiere nicht im Stich, auch wenn dies für die Bilanz ihrer Euthanasiezahlen schlecht ist und dem Ruf von PETA USA schädigt. Im Gegensatz zu manchen „No-Kill“-Shelters, also Tierheimen in den USA, die keine Tiere euthanasieren und nur solche aufnehmen, die sie für vermittelbar erachten, weist PETA USA auch Tiere, für die der Gnadentod die einzige humane Lösung ist, nicht zurück. Viele der Tiere, die aufgenommen werden, werden gebracht, weil kein anderes Tierheim sie haben möchte. PETA USA betreibt keine Tierheime, ein landläufiger Irrtum. Aufnehmen heißt konkret, die Tiere ins Büro bringen, nach Plätzen in Privathaushalten suchen, nach Plätzen in Tierheimen suchen, etc.

PETA USA setzt sich nach besten Kräften dafür ein, dass heimatlose Tiere nicht mehr euthanisiert werden müssen. Dazu leisten sie entsprechende Aufklärungsarbeit in der Öffentlichkeit und unterhalten mobile Kliniken zur Kastration/ Sterilisation von Tieren, in der Hunde und Katzen unentgeltlich oder gegen eine geringe Gebühr unfruchtbar gemacht werden, um die Ursache der Überpopulation an der Wurzel zu packen. Bis jetzt konnte PETA USA in diesen mobilen Kliniken schon über 61.000 Tiere kastrieren.

Einen persönlichen Bericht der Leiterin der zuständigen Abteilung von PETA USA finden Sie hier als PDF-Datei zum Download.

Das Center for Consumer Freedom (CCF), die die Kampagne "PETA tötet Tiere" forciert, und ähnliche Gruppen basieren auf der Arbeit von Menschen, die sich gegen die Durchsetzung von Tierrechten stellen, da sie aus der Ausbeutung von Tieren Profit schlagen. Sie fühlen sich von den höchst erfolgreichen Kampagnen von PETA USA bedroht, die sich gegen Tierquälerei in der Ernährungs-, Bekleidungs- oder Unterhaltungsindustrie richten und die Menschen über grausame Praktiken aufklären sowie tierfreundliche Alternativen anbieten. Um PETA USA in Verruf zu bringen, veröffentlichen diese Gruppen voreingenommene und falsche Informationen auf ihren Websites, darunter Zitate, die entweder schlichtweg falsch oder vollkommen aus dem Zusammenhang gerissen und irreführend sind oder anderweitig falsche Aussagen. Diese Gruppierungen behaupten außerdem, dass Tierrechtler zwielichtige Eigenabsichten vertreten – allerdings war PETA USA nie klar, was so zwielichtig an Mitgefühl sein soll.

Um mehr über CCF zu erfahren, besuchen Sie bitte die englischsprachigen Homepages:
http://www.ConsumerDeception.com
http://www.prospect.org
http://www.nytimes.com
oder die deutschsprachige Homepage:
http://de.wikipedia.org/wiki/Center_for_Consumer_Freedom.


Weitere Informationen zu der Arbeit von PETA USA und dem Center for Consumer Freedom finden Sie unter PETA.de/petatoetettiere


Und außerdem sei an dieser Stelle auch noch auf folgende Dinge hingewiesen:

PETA Deutschland e.V. ist ein eigenständiger und rechtlich unabhängiger Verein und ist nicht für die Arbeit von PETA USA verantwortlich. Wir sind in der glücklichen Lage, keine Tiere einschläfern zu müssen. Damit die Situation in Deutschland nicht so dramatisch wird wie in den USA, wo jedes Jahr mehrere Millionen Hunde und Katzen euthanasiert werden, weil kein neues Zuhause für sie gefunden werden kann, setzen wir uns – genau wie PETA USA – für die Kastration von Hunden und Katzen ein. Denn auch hier in Deutschland leben zu viele Tiere in Tierheimen.
 

Kritikpunkt: „PETA geht es gar nicht um die Belange der Tiere"

Bei PETA arbeiten Menschen, die sich entschlossen haben, ihre ganze Energie darauf zu verwenden, Tierleid und Tierquälerei zu stoppen. Wir leisten regelmäßig unbezahlte Überstunden, auch oft am Wochenende, und in den meisten Fällen nehmen wir sogar noch Arbeit mit nach Hause.

Denn wir sind der festen Überzeugung, dass Tiere es wert sind, für ihre Belange einzutreten – unabhängig davon, ob sie für den Menschen von Nutzen sind oder nicht. Tiere empfinden wie der Mensch Schmerz und Angst, Freude und Liebe. Sie trauern, haben Vorlieben, machen sich Gedanken und hängen an ihrem Leben. Aus diesem Grund ist es ethisch nicht vertretbar, Tiere zu behandeln, als wären sie lediglich dazu da, dem Menschen als Nahrung und Kleidung, zur Unterhaltung, für Experimente oder andere Zwecke zu dienen.
 

Kritikpunkt: „PETA ist gegen Haustiere"

Wir bei PETA lieben die tierischen Mitbewohner , mit denen wir unser Zuhause teilen, über alles.

Dennoch sind wir der Meinung, dass es Tieren besser ginge, wenn das Konzept des „Haustiers“, also das Züchten von Tieren einzig und allein, um sie als Haustiere zu halten, sich mit ihnen zu „dekorieren“ , sie im Hof anzuketten oder als eingesperrte Wachhunde zu halten, nie erfunden worden wäre. Das weltweit praktizierte Hobby, ein „Haustier“ zu halten, ist nicht nur zu einem weltweiten Milliardengeschäft geworden, bei dem Jahr für Jahr nicht nur Hunderttausende von Tieren alleine beim Transport ums Leben kommen, sondern hat zusätzlich in vielen Ländern zu einer fatalen Überpopulation von sogenannten Haustieren geführt. So werden alleine in den USA pro Jahr 7 bis 8 Millionen unerwünschte Tiere von Tierheim aufgenommen, 3 bis-4 Millionen davon werden in Tierheimen eingeschläfert, weil sich kein Zuhause für sie findet. Unzählige anderer Tiere werden von ihren Haltern misshandelt oder vernachlässigt.

Denn wie viel „Tierliebe“ steckt schon dahinter, wenn wir einen Vogel, der fliegen will, ein Kaninchen, das mit seinen Artgenossen Haken schlagen will, in einen Käfig sperren? Leider sieht so die Haltung eines „Haustiers“ in den meisten Fällen aus: Soziale Tiere fristen ein einsames Dasein, andere werden in viel zu kleine, durch den Zoohandel angepriesene Käfige gesteckt, die nicht annähernd ihre Bewegungsbedürfnisse erfüllen. All diese Tiere sind völlig auf den Menschen angewiesen. Wir entscheiden, wann sie essen, was geschieht, wenn sie krank sind, wie viel Freiraum wir ihnen lassen oder auch nicht usw. In einer perfekten Welt gäbe es daher das Konzept „Haustier“ nicht und alle Tiere könnten frei ihren natürlichen Bedürfnissen nachkommen. Doch natürlich liegt es an uns Menschen, uns nun so gut wie nur möglich, um die Tiere zu kümmern, die bereits geboren wurden. Deshalb legen wir den Menschen ans Herz, Tiere niemals von einem Züchter zu kaufen, sondern stattdessen ein Tier aus einem Tierheim zu adoptieren und sich vorher ausführlich über die jeweilige Tierart zu informieren.

Um die Überpopulation der sogenannten Haustiere unter Kontrolle zu bringen, setzt sich PETA außerdem für die Kastration (bei weiblichen und männlichen Tieren) von Hunden und Katzen ein und kämpft gegen den Verkauf von Tieren in Zoohandlungen und ähnlichen Einrichtungen.

Daneben legen wir den Menschen ans Herz, Tiere niemals von einem Züchter zu kaufen, sondern stattdessen ein Tier aus einem Tierheim zu adoptieren.

Unsere Maßnahmen dienen nur einem einzigen Zweck: Tierleid zu vermeiden.
 

Kritikpunkt: „PETA will Blinden ihre Hunde verbieten"

Beziehungen zwischen Hunden und Menschen, die auf Respekt beruhen und Mensch und Tier gleichermaßen bereichern, finden unsere uneingeschränkte Zustimmung. Leider kommen sogenannte Gebrauchshunde (und dazu gehören auch Blindenhunde) nicht oft in den Genuss einer solch erfreulichen Beziehung zum Menschen. Auch die Zucht sogenannter „Gebrauchshunde“ trägt zum Problem der Überpopulation bei. Leider gibt es nur wenige anerkennenswerte Organisationen, die Hunde aus Tierheimen retten, um sie als „Gebrauchshunde“ auszubilden, beispielsweise um gehörlosen Menschen zu helfen. Statt Tiere für menschliche Zwecke zu züchten und zu benutzen, sollten wir unsere Gesundheitsdienstleistungen für Behinderte verbessern, denn häufig werden Tiere in Situationen eingesetzt, in denen andere Lösungen weitaus vorteilhafter wären.
 

Kritikpunkt: „PETA unterstützt illegale Gewalttätige"

PETA informiert die Öffentlichkeit ausschließlich mit gewaltfreien Mitteln über die Grausamkeiten, die Tiere erleiden. Wir beteiligen uns nicht an Aktivitäten, die anderen Schaden zufügen – weder anderen Menschen noch Tieren.

PETA USA hat der Pressestelle der „Earth Liberation Front“ vor einigen Jahren 1.500 US-Dollar zur Tilgung der Anwaltskosten eines Lehrers gezahlt, der unserer Meinung nach schikaniert wurde, weil er seine Meinung zum Thema Tiermissbrauch geäußert hatte. Bis heute wurde der Mann übrigens in keinem einzigen Punkt angeklagt. Laut US-Verfassung gelten in den USA der Grundsatz der Unschuldsvermutung und der Anspruch auf Rechtsbeistand. Und genau in diesen Punkten hat PETA USA den Lehrer unterstützt.

Wir möchten nochmals daran erinnern: PETA USA und PETA Deutschland e.V. sind zwei völlig voneinander getrennte Organisationen.
Vorwürfe gegen PETA USA sind daher nicht automatisch Vorwürfe gegen PETA Deutschland e.V. - es sei denn es geht darum Tierrechte allgemein in Misskredit zu bringen.
 

Kritikpunkt: „PETAs Promis essen aber Fleisch, tragen Leder,…“

Wann immer eine Kampagne von einem Prominenten unterstützt wird, steigen die Zahlen der Besucher auf unserer Internetseite und die Medien verbreiten das Motiv, den Videoclip, das Interview, etc. Wenn dieselben Informationen „nur“ von einem PETA-Mitarbeiter verbreitet werden, ist die Resonanz, in der Regel, leider geringer. Dem ist so, das können wir nicht ändern, wir machen nicht die Regeln der Medien und der Kommunikation, wir nutzen sie nur um möglichst viele Menschen über bestimmte Missstände zu informieren. Je mehr Menschen wir erreichen und diese sich für einen tierfreundlichen Lebensstil entscheiden, umso besser für die Tiere.

Wir haben uns deshalb zur Zusammenarbeit mit Prominenten bei Themen entschlossen, die diesen am Herzen liegen - egal ob es dabei um Pelz geht oder das Kastrieren von Haustieren. Diese Prominenten mögen vielleicht keine Veganer sein, aber ihr Beitrag zu unserer konkreten Kampagne ist wichtig, denn die Leute hören auf das, was Promis zu sagen haben. Wenn hochkarätige Prominente sich gegen Tierquälerei aussprechen oder sich an einer unserer Kampagnen beteiligen, haben ihre Fans, die Reporter und die Öffentlichkeit die Möglichkeit, etwas über wichtige Tierthemen zu erfahren.

Wir danken ihnen von ganzem Herzen, dass sie mit ihrem Einsatz für PETA den ersten Schritt in die richtige Richtung gemacht haben.

Ein Beispiel: Als wir zum ersten Mal mit Alicia Silverstone zusammenarbeiteten, war sie noch keine Vegetarierin. Mittlerweile lebt sie hundertprozentig vegan und bringt in fast jedem Interview das Gespräch auf ihre vegane Ernährung und den Tierschutz. Ihr Werbespot hat weltweit für Aufmerksamkeit gesorgt.

Der Übergang zu einem tierfreundlichen Lebensstil ist für viele ein allmählicher Prozess. Wir freuen uns, bei unseren Kampagnen mit Prominenten zusammenzuarbeiten, auch, wenn sie im Hinblick auf Tierschutzthemen vielleicht noch am Anfang stehen. Gemeinsam mit Ihnen hoffen wir, dass sie nach und nach einen durchweg tierfreundlichen Lebensstil annehmen werden.
 

Kritikpunkt: „PETAs 'Holocaust auf dem Teller' -Kampagne ist antisemitisch"

Die Kampagne „Holocaust auf Ihrem Teller“ beruht auf dem Zitat „Für Tiere sind alle Menschen Nazis“ des jüdischen Schriftstellers und Literaturnobelpreisträgers Isaac Bashevis Singer, der einen Teil seiner Familie im Holocaust verloren hatte..

Wer auf diese Weise für Tierrechte streitet, verletzt wissentlich ein Tabu, heißt es. Dürfen wir tatsächlich vom schwersten Leid jüdischer Menschen zur Hitlerzeit sprechen - und im selben Atemzug das tagtägliche Elend sogenannten Schlachtviehs beklagen? Sind wir alle Nazis, wo es um Tiere geht?

Als die Kampagne „Holocaust auf Ihrem Teller“ herauskam, wussten wir, dass sie gefühlsgeladen und eine intellektuelle Provokation sein würde. Doch auch bei einer weniger provokativen Taktik würden die Menschen nichts davon wissen wollen, dass sie durch ihren Fleischkonsum den Tieren unnötige Qualen und Leiden zufügen. Wir wollten die Menschen mit dieser Kampagne zum Nachdenken auffordern, und es war nie unsere Absicht, einfach nur grundlos zu provozieren.

Vielmehr ging es uns darum, eine Parallele zwischen den verschiedenen Formen systematischer Misshandlung zu ziehen. Indem wir zeigten, dass Menschen im Holocaust „wie Tiere“ behandelt wurden, wollten wir die Holocaust-Opfer auf keinen Fall erniedrigen. Stattdessen wollten wir der Öffentlichkeit die Augen für die Umstände öffnen, bei denen jedes Lebewesen auf ein austauschbares „ Objekt“ ohne eigene Identität reduziert werden kann. Im Zuge des Holocaust wurden 11 Millionen Menschen verhöhnt, verprügelt, vergast und bespuckt, während Abermillionen anderer Menschen aus Angst um ihr eigenes Leben zusahen und nicht eingriffen – einfach, weil es sie nicht direkt betraf. PETA fordert die Menschen dazu auf, eine solch verhängnisvolle Gleichgültigkeit nicht noch einmal geschehen zu lassen. Die Ironie des Schicksals ist, dass in der heutigen Massentierhaltung und auf den Schlachthöfen selbst Tiere nicht „wie Tiere“ behandelt werden, sondern gezwungen sind, ein Leben zu führen, das in krassem Widerspruch zu allem steht, was für sie natürlich und wichtig ist.

Die Vorstellung, dass Tiere nicht wie fühlende Wesen behandelt werden sollten, die es wert sind, zu leben, nur weil sie anders sind als wir Menschen oder nicht für sich sprechen können, beruht auf der gleichen Teilnahmslosigkeit, die für den Holocaust verantwortlich ist. Wir können den Holocaust-Opfern Ehre erweisen, indem wir uns daran erinnern, was sie durchgemacht haben, unseren Teil dazu beitragen, jede Form von Gewalt zu verhindern und darauf achten, aus der Vergangenheit zu lernen.

Positive Reaktionen von Holocaust-Überlebenden und der Justiz

Übrigens bekamen wir gerade für die „Holocaust auf dem Teller“-Kampagne auch Zuspruch von Holocaust-Überlebenden und vielen anderen jüdischen Menschen.

Höchstrichterlich wurde diese Kampagne noch im März 2009 rechtskräftig als "nicht antisemitisch" eingeordnet. Das Verfahren liegt im zivilrechtlichen Verfahrenszug derzeit beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte, da in Österreich die Holocaust-Kampagne höchstrichterlich komplett für zulässig und begründet ausgeurteilt wurde. Hier wird grundsätzlich geklärt werden, ob die Kampagne rechtlich zulässig ist.

Im Juli 2010 wurde das Verfahren gegen die „Holocaust auf Ihrem Teller“-Kampagne in Deutschland nach § 153a der Strafprozessordnung eingestellt. PETA wurde nicht verurteilt. In Absprache zwischen Staatsanwaltschaft, Gericht und Verteidigung hat PETA jedoch zugestimmt, 10.000 Euro an drei Vereine zu spenden, die Gedenkstätten für Holocaust-Opfer ehrenamtlich betreuen.
 

Kritikpunkt: „PETA betreibt bei Kindern Gehirnwäsche"

Zahlreiche PETA-Mitarbeiter sind selbst Eltern. Wenn wir Kindern die Grausamkeit begreiflich machen, die mit dem Verzehr von Fleisch einhergeht, so haben wir dabei ausschließlich das Wohl der Kinder vor Augen. Viele Kinder, die nach klassischen westlichen Ernährungsgewohnheiten versorgt werden und erhebliche Mengen von Fleisch- und Milchprodukten zu sich nehmen, entwickeln bereits ab einem Alter von drei Jahren fettige Ablagerungen an den Innenwänden der Arterien, was Jahre später zum Herzinfarkt führen kann. Übergewicht bei Kindern ist ein Problem, das in der heutigen Zeit epidemische Ausmaße angenommen hat. Gleichwohl werden Millionen von Kindern an Schulen regelmäßig mit Fleisch- und Milchprodukten ernährt, denn die Interessenverbände der Milch- und Fleischindustrie, die diese Schulen beliefern, behaupten, dass Fleisch und Milch für eine gesunde Ernährung unverzichtbar seien. Diese Ansicht steht selbstredend im Widerspruch zu modernen ernährungswissenschaftlichen Kenntnissen.

Die Ernährungsgewohnheiten eines Menschen für den Rest des Lebens bilden sich bereits in der Kindheit. Genau so wenig, wie wir es der Tabakindustrie erlauben, unsere Kinder zum Rauchen zu animieren, sollten wir es nicht länger zulassen, dass die Milch- und Fleischindustrie mit ihren Produkten bei unseren Kindern hausieren geht. Stattdessen sollten wir den Kindern frühzeitig einen gesunden und humanen Lebensstil nahelegen und ihnen intelligente Ernährungsmöglichkeiten aufzeigen, von denen sie ihr Leben lang profitieren. Manche Eltern nehmen es PETA übel, dass wir die Risiken und Grausamkeiten bekannt machen, die mit dem Verzehr von Fleisch unmittelbar verknüpft sind. Unserer Meinung nach sollten diese Menschen ihre Verärgerung statt auf uns lieber auf die Industrien richten, die vom Verkauf von Nahrungsmitteln profitieren, die sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenen eine Vielzahl von Gesundheitsproblemen verursachen.

Kritikpunkt: PETA hetzt Kinder gegen ihre Eltern auf

Es gibt zwei Motive, die sich scheinbar direkt an Kinder wenden. Ein Flyer mit dem Titel „Dein Papa tötet Tiere“ gegen Angeln, sowie eine Broschüre namens „Deine Mama tötet Tiere“, die über die Grausamkeiten der Pelzindustrie informiert. Beide Flyer verteilen wir aufgrund der beschriebenen grausamen Praktiken nicht an Kinder unter 13 Jahren, sondern nur an die pelztragenden Mütter und angelnden Väter.

Wir hoffen, den Eltern damit aufzeigen zu können, dass sie ihren Kindern durch das Tragen von Pelz und das Töten von Fischen ein negatives und liebloses Zeichen setzen. Kinder sind von Natur aus mitfühlend und tierlieb. Früher oder später werden sie wissen, dass ihre eigenen Eltern durch das Tragen von Pelz bzw. das Angeln dazu beitragen, dass Tiere gequält und auf grausame Weise getötet werden. Sinn unserer Kampagne ist es, Eltern klar zu machen, dass sie keinen Pelz tragen oder Angeln sollten, wenn sie sich nicht trauen, ihren Kinder zu sagen, auf welch grausame Weise dafür Tiere getötet werden.

Explizit an Kinder richtet sich dagegen unsere Online-Kampagne www.petakids.de. Auf der Homepage werden kindgerecht und spielerisch Empathie und tierfreundliches Verhalten vermittelt.
 

Kritikpunkt: „PETA ist gegen Tierversuche und nimmt das Sterben von Menschen in Kauf"

Der Forschung steht heute eine Vielzahl hoch entwickelter Alternativen zu Tierversuchen zur Verfügung, wie beispielsweise epidemiologische und klinische Studien an Menschen, Obduktionsergebnisse, Studien an Tierleichen und Computersimulationen. Diese Maßnahmen sind allesamt schneller, zuverlässiger, preisgünstiger und humaner als Tierversuche.
Medizinhistoriker bestätigen, dass der Großteil aller medizinischen Erfolge auf klinischen Ergebnissen und nicht auf Tierversuchen beruht. Beispiele hierfür sind die Erkenntnis des Zusammenhangs zwischen Diabetes und Bauchspeicheldrüse, Arterienablagerungen und Herzkrankheiten oder Zigarettenkonsum und Lungenkrebs. Weitere Informationen über die Grausamkeit von Tierversuchen und humane, hoch entwickelte Alternativmethoden finden Sie unter www.stoptierversuche.de

Zu diesem Thema empfehlen wir auch die Webseite der Organisation Ärzte gegen Tierversuche e.V.
 

Kritikpunkt: „PETAs verdeckte Ermittler helfen den Tieren gar nicht“

Verdeckte Ermittlungen zur Dokumentation von Tierleid sind wichtige Werkzeuge im Kampf gegen Tierquälerei. Gleichwohl ist es die schwierigste Tätigkeit, die ein Tierschützer ausüben kann und verdient unsere große Bewunderung. Wenn man das Leid der Tiere quasi hautnah erlebt, ist es ein natürlicher Impuls, eingreifen und die Tiere retten zu wollen. Aber was wäre dann mit den Abermilliarden von Tieren, deren Leid wir nicht sehen? Selbst wenn wir in der Lage wären, einzelne Tiere zu befreien, die bei verdeckten Ermittlungen vor unseren Augen gequält werden, würde das zwar die Rettung für diese wenigen Tiere bedeuten, aber nichts an den tierquälerischen Methoden ändern, die für das Leiden so unzähliger anderer Tiere verantwortlich sind. Das Beste, was wir für Abermillionen leidender Tiere tun können, ist, den zuständigen Behörden und mitfühlenden Menschen wie Ihnen die Grausamkeiten vor Augen zu führen, unter denen die Tiere leiden, und politisch (und dazu brauchen wir die Öffentlichkeit) dann dafür zu kämpfen, diese Tierquälerei zu beenden.

Wann immer PETA einen Fall von Tierquälerei beobachtet, schreiten wir ein und fordern die zuständigen Behörden zur Strafverfolgung auf – sofern für den betreffenden Fall von Tierquälerei entsprechende Gesetze vorliegen. Diese Vorgehensweise empfehlen wir im Übrigen jedem, der Zeuge von Tierquälerei wird. Wir sind selbstverständlich der Überzeugung, dass jede Art Tierquälerei verboten werden muss, doch leider gibt es zurzeit noch nicht für jede Form von Tierquälerei entsprechende Gesetze. Deshalb tun wir alles in unserer Macht stehende, um eine strengere Gesetzgebung zu unterstützen.

Die PETA-Vorsitzende Ingrid E. Newkirk erklärte die Situation an folgendem Beispiel: Stellen Sie sich vor, Sie gehen an einem Fluss spazieren und plötzlich sehen Sie ein Baby, das im Wasser treibt. Sie springen natürlich sofort in den Fluss und retten das Kind. Plötzlich wird ein weiteres Baby angetrieben, und Sie retten auch dieses. Doch dann kommt noch eins, und noch eins, und noch eins… Ihnen wird klar, dass es zu viele Babys sind und Sie nicht alle retten können. Also laufen Sie los, um herauszufinden, wer die Kinder in den Fluss wirft und schreiten dagegen ein.

Und genau diese Arbeit erledigt PETA. In Einklang mit den geltenden Gesetzen setzen wir uns dafür ein, Menschen daran zu hindern, Tiere zu quälen. Mit dem Beweismaterial aus unseren verdeckten Ermittlungen fordern wir die Öffentlichkeit auf, sich gegen die unzulänglichen Tierschutzgesetze auszusprechen, wir lenken die Aufmerksamkeit der Medien auf Fälle von Tierquälerei und informieren die Öffentlichkeit über Möglichkeiten, mit denen jeder Einzelne direkt zum Schutz der Tiere beitragen kann. Und wir machen zweifelsfrei Fortschritte.
 

Kritikpunkt: „PETA setzt sich nicht für alle Tiere ein"

PETAs Engagement für die Tiere findet laut Satzung hauptsächlich für Kampagnen zur Beendigung von Tierleid in den folgenden vier Bereichen statt: Ernährungs- und Bekleidungsindustrie, Tierversuche und Entertainment. Dies sind die Bereiche, in denen zahlenmäßig am meisten Tiere systematisch missbraucht werden. Deshalb klären wir darüber auf, dass Menschen keine tierischen Produkte essen oder tragen sollten und wir kämpfen gegen Tierversuche. Auch die Unterhaltungsindustrie verursacht enormes Tierleid, so dass wir uns auch gegen diese aussprechen. Zusätzlich hierzu engagieren wir uns für die heimatlosen Tiere in der Türkei, die trotz eines Tierschutzgesetzes, welches 2004 verankert worden ist, nicht vor Leid und dem gewaltsamen Tod durch die Behörden geschützt sind.

Leider können wir aber nicht allen Tieren helfen, da wir unserer Arbeit Grenzen setzen müssen (an welchen Aktionen wir uns beteiligen und welche Themen wir aufgreifen), um etwas für die Tiere erreichen zu können. Petitionen stellen dabei nur einen kleinen Teil unserer Arbeit dar und müssen von Aktionen, Briefen an verantwortliche Behörden, Besuchen und Gesprächen mit Verantwortlichen und im Vorfeld von detaillierter Recherchearbeit begleitet sein, damit sichtbare Erfolge für die Tiere erzielt werden können. Ebenso sind der Austausch und die Kontrolle durch ortsansässige Tierschützer von absoluter Wichtigkeit.

Bitte kontaktieren Sie Gruppen, die sich bereits speziell mit dieser Art der Tierquälerei beschäftigen und werden Sie gemeinsam mit ihnen aktiv für die Tiere. Adressen aller Tierschutz- und Tierrechtsgruppen weltweit finden Sie in dem Netzwerk www.worldanimal.net.

Tipps wie man für die Tiere aktiv werden kann, können Sie HIER unserer Homepage entnehmen.
 

Kritikpunkt: „PETAs PR-Aktionen helfen den Tieren nicht"

Unsere „übertriebenen“ PR-Aktionen und gewagten Promi-Motive werden immer wieder kritisiert. Hier erklären wir, welcher tiefere Sinn dahinter steckt.


Eigentlich ist die Antwort auf die Frage "Was steckt eigentlich hinter diesen Aktionen?" ganz einfach. Denn der Sinn dieser Aktionen ist, dass wir wahrgenommen werden und unser wichtiges Tierrechtsanliegen nicht vergessen wird. Denn für eine soziale Bewegung ist es das Schlimmste, wenn ihre Themen ignoriert werden.


Es ist leider sehr schwer, "unsere" Themen in den Medien und den Köpfen gerade der Menschen, die nicht eh schon Bescheid wissen, präsent zu halten.


Genau deswegen brauchen wir diese "verrückten“ Aktionen oder Bilder mit Prominenten, die uns im Übrigen alle so gut wie nichts kosten, aber von der Presse eben gut aufgenommen werden.


Im Vergleich: Eine einseitige Anzeige in einem Magazin wie dem Stern kostet z.B. ca. 45.000 Euro (Stand: 11/2011)


Für das Geld können wir Hunderte Anzeigen-Motive (für die sowohl Promis, als auch Fotografen kein Geld bekommen und bei deren Entstehung ausschließlich tierversuchsfreie Kosmetik verwendet wird!!!) oder billige Online-Games erstellen, die von vielen Publikationen aufgegriffen werden.


Der „Werbe-Wert“ ist dadurch deutlich höher. Und hat zudem den gleichen Effekt: Die Leute kommen auf unsere Homepage und werden mit wichtigen Tierrechts-Videos und –Bildern konfrontiert.

Was die Menschen dann mit diesen Informationen machen, ist natürlich ihre Sache, aber das tägliche Feedback von Leuten, dass sie wegen unser Bilder oder Videos, weniger oder kein Fleisch mehr essen, nicht mehr in Zirkusse oder Delfinarien gehen oder nur noch Produkte ohne Tierversuche kaufen, bestätigt uns darin, dass dieser kostengünstige Weg der richtige ist.


Außerdem möchten wir daran erinnern, dass es neben PR-Aktionen ja auch lange Essays auf unserer Homepage, tiefgründige Vorträge in Schulen & Vereinen, günstige Kochbücher, gut recherchierte Faktenblätter und niveauvolle Leserbriefe von uns gibt, die leider von der "breiten Masse" weniger wahrgenommen werden.

Dennoch gilt: wer also offen für Tierrechtsthemen ist, bekommt bei uns alle Infos, die er braucht. Doch auch dazu ist es von Vorteil, wenn der Name "PETA" schon irgendwie geläufig ist oder die Leute auf unsere Homepage kommen.


Danke an alle, die hinter die "Fassade" schauen und den tieferen Sinn und auch den Humor hinter unseren Aktionen sehen.
 

Kritikpunkt: „Spenden an PETA helfen Tieren nicht wirklich"

87% der Spenden fließen direkt in unsere Aufklärungskampagnen, Öffentlichkeitsarbeit und politische Arbeit. So kann das jeder in unseren Jahresberichten nachlesen, die wir zum einen auf unserer Homepage veröffentlichen und die außerdem von einer unabhängigen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft verfasst werden - also nicht von einem vereinsinternen PETA-Vertreter.

Hintergrund dieses Fokusses auf PR-Kampagnen und Öffentlichkeitsarbeit ist, dass wir Menschen darüber aufklären möchten, wie sie Tierleid verhindern können. Das geschieht, sowohl über verdeckte Ermittlungen, die das Leid von Tieren zeigen, als auch über Presse- & PR-Aktionen oder Anzeigen-Motive mit prominenten Unterstützern.

PETA Deutschland arbeitet auch, aber wenig, karitativ. Wir betreiben auch keine Tierheime, auch wenn dies hier und da behauptet wird.
Unser Fokus liegt auf den Schweinen, Hühnern, Rindern, Nerzen, Füchsen, Elefanten, Tauben, Mäusen, Ratten, die auf Intensivterfarmen, auf Pelzfarmen, in Labors, in Zirkussen oder Zoos leiden und sterben. Für all diese Tiere, die eine deutlich schwächere Lobby haben als Hund oder Katze setzen wir uns besonders ein.

Wir setzen uns dafür ein, dass Menschen sich in den Bereichen in denen Tiere am meisten leiden (Ernährung, Kleidung, Tierversuche), bewusst werden, dass ihr Verhalten direkt das Leiden von Tieren beenden kann. Dazu nutzen wir vor allem auch die Medien als Multiplikator. Mit ihrer Hilfe zeigen wir - oft plakativ, provokativ oder sexy - Möglichkeiten, mit denen jeder Einzelne direkt zum Schutz der Tiere beitragen kann. Und wir machen zweifelsfrei Fortschritte.

Noch einmal: 87% der Spenden fließen in unsere satzungsgemäßen Aufklärungskampagnen, Öffentlichkeitsarbeit und politische Arbeit.

Diese besteht u.a. aus:
• den zahlreichen Demonstrationen und Aktionen, die unsere Kampagnenleiter jährlich durchführen und für die sie ständig auf Tour durch ganz Deutschland und Europa sind.

• verdeckten Ermittlungen, für die wir entsprechendes Equipment benötigen.

• aus zahlreichen Infoständen und Festivalbesuchen (vor allem durch die Jugendkampagne peta2), wo unsere Mitarbeiter unser Informationsmaterial kostenlos verteilen.

• aus dem Anbieten von kostenlosen Unterrichtsmaterial mit dazugehörigem Video für pädagogische Einrichtungen wie Schulen, Ferienlager, Eltern etc.. Dies läuft über unsere Kinderkampagne PETAKids. Das Material konnten wir bereits flächendeckend an viele Schulen Deutschland kostenlos versenden.

• den zahlreichen Fotoshootings zu den einzelnen Kampagnenthemen, wobei Fotografen und Prominente immer ehrenamtlich für uns arbeiten.

• durch Briefe an unsere Spender und Fördermitglieder, die damit Informationen zu bestimmten Tierschutzthemen bekommen und die immer einen konkreten Aktionsaufruf zur Erreichung eines Zieles beinhalten.

Zu unserer Aufklärungsarbeit gehören u.a. auch Mailings an Spender und Fördermitglieder. Diese beinhalten grundsätzlich neueste Informationen zur Weiterentwicklung der Tierrechte und beinhalten Aufforderungen zu konkreten Protestaktionen.
 

Für uns gilt: Kritisches Hinterfragen ist gut und wichtig!

Nur so können Sie sich ihre eigene Meinung bilden. Aber vieles an Kritik wirkt plötzlich ganz anders, wenn man sich mit den Realitäten beschäftigt und vor allem schaut, von wem die Kritik kommt. Ich hoffe wir konnten Ihnen helfen ihre Fragen zu PETA zufriedenstellend zu beantworten. Bei weiteren Fragen, können Sie sich natürlich jederzeit an mich und meine Mitarbeiter wenden.

Harald Ullmann
2. Vorsitzender






Weitere häufig gestellte Fragen


Ob Sie ein gestandener Tierrechtler, einer in den Startschuhen oder ein absoluter Skeptiker sind: Diese Antworten sollen Ihnen helfen, die Tierrechtsbewegung noch besser zu verstehen. Die nachfolgenden Antworten haben keinesfalls ausschließlichen Charakter. Sie sollen Sie lediglich dazu anregen, mal über gängige Vorstellungen nachzudenken, und Ihnen als Unterstützung dienen, wenn Sie Ihre eigene Meinung zu formulieren versuchen.

 

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