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PETA zeichnet die vegan-freundlichste Mensa 2016 aus

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Immer mehr deutsche Studentenwerke überzeugen mit ihrem veganen Angebot

Stand Januar 2017
Knapp 900 Mensen und Cafeterien versorgen täglich rund 80 Prozent der Studierenden von 58 Studentenwerken gastronomisch. Um das Ausmaß des veganen Angebots zu ermitteln, befragte PETA 2014 und 2015 alle deutschen Studentenwerke zu verschiedenen Aspekten rund um das vegane Thema. Gab es seitdem positive Entwicklungen? Haben die Mensen ihr Angebot ausgebaut? Haben Mitarbeiter an Schulungen teilgenommen? Wie viele Studentenwerke bieten mittlerweile in mindestens einer Mensa täglich ein veganes Essen an? Um diese und weitere Fragen zu klären, hat PETA 2016 erneut eine Umfrage durchgeführt und im Sinne gastronomischer Auszeichnungen Sterne verliehen. Mit 33 teilnehmenden Studentenwerken war das Interesse dabei so groß wie nie zuvor.
 

Das Testergebnis


Viele der teilnehmenden Studentenwerke konnten mit ihrem veganen Angebot punkten; in 29 Studentenwerken wird in mindestens einer Mensa täglich ein veganes Gericht serviert. Daneben gibt es in allen teilnehmenden Mensen Salattheken sowie eine freie Wahl an veganen Beilagen. Nur sechs der teilnehmenden Studentenwerke bieten in einer ihrer Mensen bzw. Cafeterien noch keine Milchalternative an. Die meisten haben zwischenzeitlich zudem an Schulungen teilgenommen und machen auf kreative Weise Werbung für das vegane Angebot – das ist eindeutig eine Verbesserung zum letzten Jahr.

Während in manchen Studentenwerken oder einzelnen Mensen natürlich noch Luft nach oben ist, geht das rein pflanzliche Angebot bei anderen weit über ein veganes Hauptgericht hinaus: Vegane Snacks wie vegane Apfel-Granola-Ecken oder Quinoa-Croissants, vegane Klimawochen oder vegane Gerichte während der „Fit in den Frühling“-Aktion und Probieraktionen rund um das vegane Angebot sowie vegane Kochkurse zeigen: Hier tut sich seit einigen Jahren etwas. Dass das Interesse am Thema vegane Ernährung in den deutschen Studentenwerken tatsächlich groß ist, zeigt sich auch darin, wie oft uns berichtet wurde, dass Mitarbeiter Veggie-Messen besuchen.
 
Ein Hauptkriterium bei der Vergabe der Sterne war das tägliche Angebot eines kompletten veganen Gerichtes (ausgenommen sind Mensen, die nur über SB-Theken verfügen). Studentenwerke, deren Mensen nicht täglich veganes Essen anbieten, wurden deswegen im Vergleich zu einem punktgleichen Studentenwerk mit einem Stern weniger ausgezeichnet.

 
Drei Sterne für ein tägliches veganes Angebot sowie Engagement rund um das Thema vegane Ernährung erhielten Mensen der Studentenwerke:
  • Augsburg
  • Berlin
  • Bochum (Akademisches Förderungswerk)
  • Bonn
  • Darmstadt
  • Dortmund
  • Dresden
  • Erlangen-Nürnberg
  • Essen-Duisburg
  • Freiburg
  • Heidelberg
  • Karlsruhe
  • Kassel
  • Koblenz
  • Leipzig
  • Mainz
  • München
  • Oldenburg
  • Osnabrück
  • Paderborn
  • Würzburg

Das Studentenwerk Augsburg konnte mit der Mensa an der Universität Augsburg seine drei Sterne aus dem Vorjahr halten. Täglich mehrere vegane Gerichte, geschulte Köche sowie Pflanzendrinks, vegane Snacks und Süßigkeiten bieten alles für tierfreundliche Studenten. Highlights sind Grünkohl-Hanf-Bratlinge mit Kürbissoße oder Pasta mit Gemüse-Cremesoße.
In der Mensa Veggie No 1 des Studentenwerks Berlin gibt es wie bisher ausschließlich vegane und vegetarische Gerichte. Studenten finden hier Köstlichkeiten wie Chili sin Carne mit Kichererbsen und Linsen, Grünkohl mit roten Linsen, Kardamom und Bulgur oder Kürbis-Gemüsepfanne mit Chinesischen Nudeln. Zudem werden in fast allen Mensen vegane Gerichte als Klimaessen angeboten.
Das Akademische Förderungswerk wurde mit der Hauptmensa Ruhr-Universität Bochum im Vergleich zum Vorjahr mit einem Stern mehr ausgezeichnet. Von veganen Köchen geschultes Personal zaubert hier täglich aber auch im Rahmen von Aktionswochen wie „Fit & Vital in den Frühling“ Leckereien wie Falafel Oriental oder Geräuchertes Tofusteak mit Ratatouille, Weintrauben und Rosmarinkartoffeln.
Nach einem Jahr „Pause“ erhält das Studierendenwerk Bonn für die Mensa Nassestraße drei statt zwei Sterne. Als veganes Gericht steht z. B. Quinoapfanne mit Rote Beete Salat auf dem Speiseplan, aber auch Minigerichte im Weckglas, Aktionen wie ein veganes 3-Gänge-Weihnachtsmenü oder vegane Gerichte während der Nachhaltigkeitswoche und des Healthy Campus zeigen: Hier tut sich etwas.
Wer in Darmstadt studiert und sich vegan ernähren möchte, findet seit 2011 zwei- bis dreimal die Woche, seit 2014 sogar täglich ein veganes Hauptgericht in den Mensen Lichtwiese und Stadtmitte des Studierendenwerks Darmstadt. Mit tollen Aktionen wie der „Vegan trifft Bistro“-Probieraktion und Gerichten wie Spaghetti mit Limetten, Erbsen, Pilzen und Cashewkernen wird auch Nicht-Veganern die vegane Küche schmackhaft gemacht.
2014 reichte es noch zu keinem Stern, dafür 2016 gleich zu drei: Das Studierendenwerk Dortmund punktet mit seiner Hauptmensa mit extern geschulten Köchen, veganen Snacks und Aktionen wie der „Veganen Burgerwoche“. Neben dem veganen Eintopf jeden Donnerstag gibt es täglich Gerichte wie etwa gefüllte vegane Maultaschen mit Gemüsesauce.
Ob Falafelburger mit Pommes, gebackener Blumenkohl mit Dillsoße und Petersilienkartoffeln oder sogar veganer Weihnachtsbraten mit Feigen-Walnussfüllung: Wer tierfreundlich essen möchte, wird beim Studentenwerk Dresden auch in der Mensa Zeltschlösschen fündig. Nachdem es 2014 noch zu keinem Stern reichte, sind es 2016 u. a. dank Aktionen wie „Oma kocht vegan“ gleich drei.
Das Studentenwerk Erlangen-Nürnberg reichte in der Umfrage neben seiner fleischfreien Mensa St. Paul - Veggie Zone Nürnberg auch seine Mensa Langemarckplatz Erlangen ein und konnte für beide Einrichtungen jeweils drei Sterne holen. Während es in jeder Mensa des Studentenwerks mindestens ein veganes Gericht pro Woche gibt, ist es in der Mensa Langemarckplatz mindestens eine vegane Suppe, ein veganes Nudelgericht und Dessert pro Tag. Die Mensa St. Paul bietet zudem vegane Aktionswochen wie „Das Beste aus der Knolle“ oder die „Vegane Fast-Food-Woche“. Zusätzlich vermitteln die Mitarbeiter ihr Wissen rund um eine vegane Ernährung an andere, sei es durch Kochkurse für Studenten oder Vorträge für das Deutsche Studentenwerk oder während der veganfach.
Das Studierendenwerk Essen-Duisburg erhält für seine beiden Hauptmensen dieses Jahr drei Sterne, u. a. dank vieler wahrgenommener Fortbildungen zum Thema veganes Kochen. Studenten können sich an indischen Gemüsetöpfen mit Papadam oder Spätzle-Gemüse-Pfannen mit Cranberries satt essen. Für die Zukunft ist sogar eine vegan-vegetarische Kochschule für Studenten geplant. Bei Kaffee setzt man auf lang haltbaren veganen Kaffeeweißer. Vielleicht kulinarisch nicht „vollkommen“, aber ein praktikabler Einstieg.
Für das Studierendenwerk Freiburg-Schwarzwald und u. a. seine Mensa Rempartstraße gibt es nach zwei Jahren mit zwei Sternen nun drei. Täglich vegane Gerichte, wie etwa die beliebtesten Gerichte gefüllte Paprika, Tortellini mit Tomatenragout und Falafel, Pflanzendrinks in allen Cafeterien und eine vegane Aktionswoche in allen Mensen zeigen, dass die Schulungen Früchte tragen und man hier Lust auf tierleidfreie Küche hat.
Das Studierendenwerk Heidelberg konnte als neuer Teilnehmer für seine zeughaus-Mensa (und im Grunde für all seine Mensen) auf Anhieb drei Sterne ergattern. Ob es die zahlreichen Schulungen waren oder das Praktikum eines Koches bei Björn Moschinski? Hier finden Studenten auf jeden Fall für zwischendurch Besonderes wie Quinoa-Croissants, für den kleinen Hunger drei vegane Dips an der Salattheke und für den großen Hunger Thai-Geschnetzeltes mit Soja-Süßkartoffelauflauf oder Kichererbsen-Gemüse-Ragout mit Reis.
Das Studierendenwerk Karlsruhe konnte sich im Vergleich zum Vorjahr wieder um einen Stern verbessern. Hier setzt man auf regelmäßige Aktionen zum Weltvegantag und Schulungen – die nächste ist für 2017 geplant. Auf den Speisekarten stehen Köstlichkeiten wie Gemüsereispfanne mit Tomatensoße oder veganes Gyros mit veganem Tsatsiki, Langkornreis und Salat. Zudem erhalten alle Koffeinsüchtigen natürlich auch Pflanzendrinks zum Kaffee.
Auch das Studentenwerk Kassel beteiligte sich nach einem Jahr Pause wieder an der Umfrage und bekam für seine Zentralmensa gleich drei Sterne. Grund waren u. a. Pflanzendrinks nicht nur in der Kaffeebar der Mensa, sondern in allen Cafeterien, interne Workshops mit externen Referenten und täglich vegane Gerichte wie Kokos-Soja-Milchreis mit Kirschgrütze und mariniertes Tofusteak auf buntem Sesam-Glasnudelsalat.
Ganz neu dabei und gleich drei Sterne – so präsentierte sich das Studierendenwerk Koblenz mit der Mensa an der Universität Koblenz. Zwar ist das Studierendenwerk eines der wenigen, die noch keine Schulungen zum veganen Kochen wahrgenommen haben, doch das vegane Angebot scheint da zu sein: Teilnahme an der Weltvegantag-Aktion des DSW, Pflanzendrinks und täglich vegane Gerichte und Snacks wie vegane Wraps und Cookies.
Wieder ein Stern mehr heißt es für die Mensa am Park des Studentenwerks Leipzig. Nachdem eine Masterarbeit eine Checkliste samt Umsetzungsempfehlungen lieferte, wurden die Köche 2016 in der veganen Küche geschult. Das Ergebnis: täglich mehrere vegane Gerichte wie das vegane Premium-Gericht, Wok-Gerichte oder Gemüseteller, aber auch vegane Snacks wie Smoothies und Kuchen.
Auch das Studierendenwerk Mainz war 2016 zum ersten Mal dabei und erhielt für die Zentralmensa gleich drei Sterne. Geschulte Köche bringen hier täglich Gerichte wie scharfes Kürbisgemüse mit Linsen und Rucola auf Penne oder Soja-Rahm-Geschnetzeltes auf den Tisch. An Aktionstagen wird den veganen Gerichten besonders viel Aufmerksamkeit geschenkt.
Das Studentenwerk München konnte seine drei Sterne aus dem letzten Jahr mit seiner Mensa Leopoldstraße verteidigen. In Zukunft möchte man hier grundsätzlich auf mehr Veganes setzen. Ein solides Angebot aus Pflanzendrinks in den Cafeterien, ein und oft sogar zwei veganen Gerichten sowie durch eine Ökothrophologin geschulte Mitarbeiter stellen aber schon jetzt tierfreundliche Studenten zufrieden. Auf der Speisekarte stehen z. B. indisches Linsencurry oder afrikanischer Kürbiseintopf mit Zimt.
Das Studentenwerk Oldenburg konnte sich mit seiner Mensa Uhlhornsweg gleich um zwei Sterne verbessern. Nicht mehr an mindestens zwei Tagen, sondern täglich bringen mehrfach geschulte Köche nun Gerichte wie andalusisches Bohnengemüse mit Röstkartoffeln oder Grünkern-Kürbis-Rösti mit Blumenkohl in Soja-Kräuterrahm auf den Tisch. Für den Hunger zwischendurch gibt es Snacks wie Sojajoghurt oder veganen Kuchen.
Auch das Studentenwerk Osnabrück konnte wieder mit all seinen Mensen überzeugen und sich um einen Stern verbessern. Mittags gibt es Leckeres wie Kichererbsen-Hirsepfanne oder Süßkartoffeltopf mit Gemüsestreifen. Auch schön: Am Donnerstag, dem „Vegitag“, wird das fleischfreie Speisenangebot stets ganz besonders beworben.
Das Studentenwerk Würzburg bewarb sich gleich mit vier Mensen und konnte für drei (Mensateria Campus Nord, Mensa Feldkirchenstraße in Bamberg und die Hubland in Würzburg) auch jeweils drei Sterne kassieren. Lediglich die Mensa Studentenhaus bietet nicht jeden Tag vegane Gerichte an und wurde deswegen nur mit zwei Sternen ausgezeichnet. Schulungen, vegane Aktionswochen und Gerichte wie Sesam-Karotten-Knuspersticks mit Salat oder Wraps mit mediterraner Gemüsefüllung und veganem Kräuterdip machen das vegane Angebot attraktiv.
Die Mensa Forum des Studierendenwerks Paderborn steigerte sich im Vergleich zum Vorjahr u. a. durch die Teilnahme an der Aktion zum Weltvegantag auf drei Sterne. Extern geschulte Mitarbeiter sorgen hier dafür, dass nicht nur täglich ein bis drei vegane Gerichte wie Auberginendöner mit Minz-Sojajoghurt oder Lasagne von Kürbis und Zucchini mit Kürbiskernpesto auf dem Speiseplan stehen, sondern auch Snacks wie Cig Köfte-Wrap für Zwischendurch im Angebot sind. Nur noch den Pflanzendrink für den Kaffee sucht man hier vergeblich.
Ebenfalls hervorragend und mit zwei Sternen ausgezeichnet sind die Mensen der Studentenwerke:
  • Aachen
  • Köln
  • Ulm
 
Das Studierendenwerk Aachen ist nach einem Jahr Pause wieder mit den Mensen Academia und Vita am Start und konnte gleich zwei Sterne für sich verbuchen. Hier stimmt eigentlich alles: Aktionstage zu veganer Küche, Pflanzendrinks für den Kaffee, tolle Gerichte wie Kichererbsen-Spinat-Curry mit Süßkartoffelwürfeln oder vegane Minigerichte im Weckglas. Nur leider steht (noch?) nicht täglich ein veganes Gericht auf dem Speiseplan. Vielleicht ja bald.

Neu dabei und gleich mit zwei Sternen ausgezeichnet wurden das Studierendenwerk Ulm mit der Mensa x und das Kölner Studierendenwerk für die UniMensa Zülpicherstr. 68. In Köln stimmt das Angebot für Veganer: täglich vegane Gerichte, Pflanzendrinks im Kaffee usw. Nur schade, dass nicht mehr Leute durch Aktionswochen von der veganen Küche überzeugt werden und in diesem Zuge das Angebot an veganen Vorspeisen stärker ausgebaut wird. Auch in Ulm gibt es Leckeres mit „Sexappeal“ wie Grünkohl-Hanf-Burger oder Bodenständiges wie Kartoffelpfanne mit Pastinaken, Möhren und Austernpilzen, nur leider noch nicht jeden Tag. Deswegen keine volle Punktzahl.
Über einen Stern freuen sich die Studentenwerke:
  • Frankfurt am Main
  • Göttingen
  • Greifswald
  • Halle
  • Münster
  • OstNiedersachsen
  • Siegen
  • Stuttgart
  • Tübingen-Hohenheim
 
Ganz neu dabei und gleich mit einem Stern ausgezeichnet wurden die Studenten-/Studierendenwerke Frankfurt am Main (für die Cafeteria Darwins auf dem Campus Riedberg), Göttingen (für die Zentralmensa), Halle (für die Mensa Harz), Siegen (für die Mensa AR), Stuttgart (für alle Mensen) und Tübingen Hohenheim (für die Mensa Prinz Karl). Bei allen gibt es leckere vegane Gerichte, aber nur selten täglich. Zudem würden auch erfahrene Köche von Schulungen zu veganer Ernährung profitieren, um z. B. in Zukunft vegane Desserts, die in diesen Fällen selten sind, anbieten zu können. Außerdem würden sich Studenten sicherlich über Pflanzendrinks für den Kaffee freuen.
Die Studentenwerke Greifswald (mit der Mensa am Berthold-Beitz-Platz) und OstNiedersachen (mit der Mensa Kantina Kreativa) konnte nach einem Jahr „Pause“ den ersten Stern für sich verbuchen. Ein tolles Comeback! Das tägliche vegane Angebot könnte bei beiden durch Schulungen, immer vegane Dessert sowie Aktionstage noch attraktiver, auch für Neueinsteiger, werden. Dafür gibt es aber Pflanzendrinks für den Kaffee, was nicht überall der Fall ist.
Das Studentenwerk Münster bewarb sich mit einer neuen Mensa, der Mensa am Aasee. Hier reicht es trotz SB-Theken mit täglichem veganem Angebot zunächst nur für einen Stern. Aber vegane Snacks, Pflanzendrinks für den Kaffee und Aktionstage werden sicherlich auch hier bald Einzug halten.
 
 

Die Bewertungskriterien

Um die vegan-freundlichste Mensa Deutschlands zu ermitteln, haben wir uns zusammen mit dem Dachverband, das Deutsche Studentenwerk, an alle 58 deutschen Studentenwerke gewendet und sie um die Teilnahme an einer Umfrage gebeten. Mithilfe eines Fragebogens wollte PETA eine Übersicht über das vegane Angebot in den jeweiligen gastronomischen Einrichtungen der Studentenwerke erstellen (Stand: Herbst 2016). Daraufhin haben insgesamt 33 Studentenwerke ihre jeweils vegan-freundlichste Mensa ins Rennen geschickt. Welche Kriterien bei unserer Bewertung entscheidend waren, können Sie hier nachlesen.

 

Die weitere Entwicklung

Durch PETAs Auszeichnung sollen nicht nur diejenigen gelobt werden, die bereits großartige Arbeit für ein vegan-freundliches Speisenangebot leisten, sondern auch alle anderen – nicht nur Universitätsmensen – motiviert und inspiriert werden. Unsere Umfrage zeigt das steigende Interesse am Thema vegane Verpflegung unverkennbar auf. Viele Studentenwerke haben mittlerweile an Schulungen teilgenommen oder planen eine (oder sogar weitere) für das nächste Jahr. Ein Großteil bietet in mindestens einer Mensa täglich ein veganes Essen an; immer mehr Studentenwerke werben für vegane Gerichte im Rahmen von Aktionswochen zum Thema Gesundheit oder Umweltschutz. Mittlerweile halten Mitarbeiter einzelner Studentenwerke sogar im Rahmen von veganen Messen Vorträge zum Thema.

 

Was Sie tun können

Ist Ihr Studentenwerk noch nicht dabei oder gibt es bei Ihnen noch Nachholbedarf? Nachfragen und miteinander reden hilft. So gaben viele Studentenwerke an, dass es an ihren Unis Kampagnen, Gespräche und Infostände von und mit Studierenden gab oder gemeinsam organisierte vegane Wochen veranstaltet wurden. Für ein Studentenwerk war eine Checkliste im Rahmen einer Masterarbeit mit Umsetzungsempfehlungen ein wichtiger Anstoß, dass Angebot zu verbessern. Für andere wiederum waren die ökologischen Aspekte veganer Gerichte von besonderem Interesse, etwas zu ändern. Es lohnt sich also. Das Projekt „So macht ihr eure Mensa vegan(er)“ bietet Empfehlungen, mit denen auch Sie den Ausbau an klima-, umwelt- und tierfreundlichen Speisen in Ihrer Mensa anregen können. Tipps liefern auch PETAs kostenlose Großküchenrezepte.