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Von den Besten lernen

PETA präsentiert die nachhaltigen Verpflegungsangebote von fünf deutschen Universitäten

Stand Mai 2013
An vielen Universitäten lernen Studenten theoretische Ansätze zu den Themen Umwelt- und Klimaschutz, sozialer Umgang und ethische Zukunftskonzepte. PETA erkundigte sich daher, wie es um das Verpflegungskonzept an deutschen Universitäten bestellt ist und ob in den Uni-Mensen auch eine nachhaltige, tierfreundliche und klimafreundliche Ernährung eine Rolle spielt. Nun präsentiert PETA fünf nachhaltige Verpflegungskonzepte von Universitäten. Um es vorweg zu sagen, alle fünf Unis bieten vegane Speisen an, denn die Vorteile für die Tiere, das Klima, die Umwelt und die Gesundheit liegen klar auf der Hand.

© PETA
Freie Universität Berlin
Das Studentenwerk Berlin hat ein ganz besonderes Mensa-Konzept ausgearbeitet: Die Veggie No.1 Mensa überzeugt durch ihr rein vegetarisches/veganes Angebot. Alle vegetarischen Gerichte sind mit einem „V“ und alle veganen Gerichte mit dem Klimabäumchen gekennzeichnet. Auch bei den Speisen in anderen Mensen, die durch das Studentenwerk versorgt werden, halten Klimagerichte Einzug und finden bei den Studenten großen Anklang. Im gesamten Mensabetrieb sind die Verpflegungsangebote bereits zu 70 % vegetarisch oder vegan; insbesondere die großen Mensen in Berlin bieten täglich zwei Veggie-Gerichte. Die Speisen sind außerdem mit einem Ampelsystem gekennzeichnet, dessen Farbgebung sich mithilfe des ökologischen Fußabdrucks berechnet. Die grüne Farbe bedeutet „Die beste Wahl, je öfter, desto besser!“, gelb „Eine gute Wahl. Immer mal wieder!“ und rot „Eher selten! Am besten mit Grün kombinieren“. Natürlich liegen vegane Mahlzeiten im grünen Bereich! Selbst die Details beim Kochen sind auf Nachhaltigkeit und die pflanzliche Ernährung abgestimmt. So wird bei der Zubereitung der Gerichte Pflanzenöl anstelle von Butter verwendet, pflanzliche Gerichte werden mit Gemüsebrühe zubereitet und für den Kaffee am Mittag steht Sojadrink zur Verfügung.

Der Speiseplan besticht mit Gerichten wie Bulgur-Gemüse-Pilaw mit Sesampaste oder Grünkerneintopf mit Roter Bete. Insbesondere auch die internationale Küche wartet mit köstlichen veganen Optionen auf. Mit rund 1,55 € bis 1,75 € sind die Gerichte für alle Studenten erschwinglich.

Das Highlight des Studentenwerks Berlin: Ein eigenes vegetarisch-veganes Kochbuch mit Rezepten, die sich in der Veggie No.1-Mensa größter Beliebtheit erfreuen. In Berlin kommt dieses Konzept bei den Studierenden sehr gut an, und sogar Fleischliebhaber entscheiden sich gerne mal für das vegane Klimagericht.

Auch PETA sagt: Daumen hoch! Note 1+ für das beste pflanzliche und tierfreundliche Angebot! TOP ist das eigene Veggie-Kochbuch!

© PETA
Universität München
Das Studentenwerk München legt seinen Fokus vor allem auf Klimaschutz und bietet aus diesem Grund vegane Gerichte an, die mit einer Paprika gekennzeichnet sind, sowie vegetarische Gerichte, für die das Karottensymbol steht. Um vegane Gerichte besonders günstig anbieten zu können, greifen die Köche auf Gemüse, Getreideprodukte, Kartoffeln, Reis oder Hülsenfrüchte zurück. So gibt es in der Preislage von 1 Euro immer auch vegane Gerichte, wie zum Beispiel einen mexikanischen Reistopf mit Bohnen oder Couscous mit mediterranem Gemüse. Gesunde pflanzliche Gerichte sind somit unschlagbar preiswert und auch für ein knappes Studentenbudget zu erwerben!

Bisher gibt es noch keinen Pflanzendrink für den Kaffee und der Einsatz von Gemüsebrühe oder Pflanzenöl hängt noch davon ab, ob ein Gericht vegetarisch/vegan oder mit Fleisch zubereitet wird. Laut Angaben des Studentenwerks nehmen pflanzliche Produkte und Lebensmittel rund 84 Prozent aller angebotenen Speisen ein. Hierzu zählen beispielsweise die veganen Gerichte, aber auch die pflanzlichen Anteile von vegetarischen Speisen und Fleischgerichten.

PETA sagt: Note 1 für die unschlagbar günstigen veganen Gerichte!

Eberhard Karls Universität Tübingen
Die Mensa der Universität Tübingen hat sich der Initiative „Donnerstag ist Veggie-Tag“ angeschlossen. Das Studentenwerk bietet an diesem Tag rein vegetarische und vegane Gerichte an. Zusätzlich gibt es natürlich jeden Tag ein Gemüse- und ein Pastabüffet.

PETA sagt: Note 1 für die vorbildliche Einführung eines „Veggie-Tages“ mit Symbolcharakter!

© PETA
Universität zu Köln
Die Universität zu Köln hatte bereits vor einiger Zeit prominenten Besuch: Der vegane Profi-Koch Björn Moschinski kochte zusammen mit den Mensa-Köchen, um eine vegane Menülinie einzuführen. Seitdem gibt es täglich vegane Speisen, wie zum Beispiel Mini-Frühlingsrollen mit Sesam-Korianderdipp und Curcumareis, dazu Salat und Dessert, oder Linseneintopf mit mediterranem Gemüse, dazu Röggelchen und Dessert. Selbstverständlich sind diese Gerichte mit dem Hinweis „vegan“ für gesundheitsbewusste Studenten leicht erkennbar. Für den Kaffee am Mittag stehen Sojadrink und Sojasahne bereit. Auch bei der Zubereitung der Speisen werden pflanzliche Margarine und Gemüsebrühe verwendet. Die vegane Menülinie bietet häufig Sojagulasch, Sojageschnetzeltes oder Sojabolognese. Der Preis von 2,25 € für das vegane Essen ist absolut im Rahmen und vergleichbar mit dem anderer Speisen. Insgesamt machen die veganen Speisen rund 10 Prozent aller Gerichte aus.

Die Selbstverständlichkeit und die Kreativität, mit der hier vegane Mahlzeiten angeboten werden, verleitet auch genussfreudige Studenten, die sonst oft Fleisch essen, zum Griff nach den veganen Köstlichkeiten.

PETA sagt: Note 1 für das professionelle Schulen der Köche und die Einführung durch Björn Moschinski!

Rührtofu
Universität Bremen
An der Bremer Universität gibt es ebenfalls täglich vegetarische und vegane Speisen, die in ihrer Vielfalt vom Brotaufstrich bis hin zum vollwertigen Menü reichen. Beispiele hierfür sind ein Roter-Linsen-Eintopf mit Gemüse, Gemüsepenne mit Basilikumsauce, Veganes Curry mit Fladenbrot oder ein marokkanischer Kichererbseneintopf. Natürlich sind die veganen Gerichte auch gekennzeichnet, damit eine bewusste Auswahl von tier- und klimafreundlichen Speisen möglich ist. Auch in Bremen wird in der Cafeteria an der Uni Mensa Sojadrink angeboten. Ein kleiner Wehrmutstropfen bleibt: Leider wird hier unter anderem noch mit tierischem Fett gekocht. Einige Fleischersatzgerichte enthalten zudem Milchbestandteile und sind somit nicht vegan.

PETA sagt: Note 2. In Bremen kommt die vegane Ernährung ins Rollen und die pflanzlichen Gerichte hören sich lecker an.

Fazit:
PETAs absoluter Favorit ist – wer hätte das gedacht – die vegetarisch/vegane Mensa „Veggie No.1“ in Berlin. Hier kommen Veganer voll auf ihre Kosten und Tierschutz sowie Klimaschutz werden ganz groß geschrieben.

 

Was Sie tun können

Fragen auch Sie in Ihrer Kantine oder Mensa nach veganen Speisen!
  • Stellen Sie dort die fünf genannten Verpflegungskonzepte vor und beweisen Sie den verantwortlichen Personen damit, wie einfach, schmackhaft und günstig Gemeinschaftsverpflegungseinrichtungen klima-, umwelt- und tierfreundliche Mahlzeiten anbieten können.
  • Das PETA2-Projekt „Vegan(er)e Mensa“ unterstützt Sie mit einer Petition zum Downloaden und mit Briefvorlagen.