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 »  »  »  »  » Erfolg: Bezirksregierung verbietet Schweineversuche der US-Armee aus Tierschutzgründen!

Erfolg: Bezirksregierung lehnt Genehmigungsantrag für Tierversuche an lebenden Schweinen ab!

 
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US-Armee in Deutschland wollte Schweine zu Ausbildungszwecken töten

Stand August 2010
Der Truppenübungsplatz der US-Armee im oberpfälzischen Grafenwöhr wäre beinahe zum Schauplatz einer grausamen Tierquälerei geworden. Bereits im Mai 2010 hatte ein deutscher Medizindienstleister im Auftrag der US-Armee einen Genehmigungsantrag für ein „combat trauma training“ bei der zuständigen Bezirksregierung eingereicht. Um Kriegsverletzungen zu simulieren, sollten lebenden Schweinen unter Narkose schwere Stich- und Schnittverletzungen durchgeführt werden. An den wehrlosen Tieren sollten dann Soldaten und Sanitäter die Wundversorgung trainieren. Im Anschluss an die Versuche sollten die Schweine eingeschläfert werden.

 

Früherer Antrag wurde aufgrund von Protesten zurückgezogen

Als das Vorhaben bekannt wurde, kam es zu massiven Protesten von Tierschützern. In einer Umfrage der regional ansässigen Zeitung „Der Neue Tag“ sprachen sich 89,3% der Leser gegen die Versuche aus. PETA Deutschland wandte sich gemeinsam mit PETA USA an die zuständige Regierungsbehörde, um eine Ablehnung des Genehmigungsantrages zu erwirken. Dabei wurden detaillierte Vorschläge zu alternativen Ausbildungsmöglichkeiten eingereicht, die längst erfolgreich im Einsatz sind. Die deutsche Bundeswehr erklärte auf Anfrage von PETA Deutschland, dass sie ausschließlich tierversuchsfreie Methoden zur Ausbildung von Soldaten und Sanitätern einsetzt. Auch diese Informationen wurden von PETA an die US-amerikanischen Streitkräfte und die zuständige Bezirksregierung weiter gegeben. Nach wenigen Tagen wurde dann jedoch der Antrag durch das Unternehmen zurückgezogen, offenbar aufgrund der heftigen Kritik und der massiven öffentlichen Diskussion.

 

Erneuter Antrag abgelehnt da tierschutzwidrig

Jetzt wurde bekannt, dass die US-Armee Mitte Juli erneut versuchte, einen entsprechenden Antrag (diesmal über einen anderen Dienstleister) genehmigt zu bekommen. Der Pressesprecher der Bezirksregierung Oberpfalz, Joseph Karl, bestätigte im Gespräch mit PETA Deutschland, dass der Antrag am 12.7.2010 einging und nach sorgfältiger Prüfung am 26.7. von der Behörde abgelehnt wurde. Karl erklärte: „Der Antrag wurde abgelehnt, weil die Voraussetzungen, die das deutsche Tierschutzgesetz verlangt, nicht erfüllt werden. Es sind bei den Versuchen keine Erkenntnisse zu erwarten, die nicht schon vorhanden oder auf anderem Wege zu erlangen wären.

 

Helfen Sie PETA, am Ball zu bleiben

Diese tierfreundliche Entscheidung der Bezirksregierung ist ein großer Erfolg für die Arbeit von PETA und der vielen engagierten Tierschützer, die gegen die geplante Tierquälerei protestierten. Sollte die US-Armee einen erneuten, abgeschwächten Antrag einreichen oder in Berufung vor dem Regensburger Landgericht gehen, wird auch dies von PETA mit den entsprechenden Protesten begleitet werden, damit die Tierversuche keinesfalls stattfinden können. Bitte unterstützen Sie uns bei dieser wichtigen Arbeit mit Ihrer Spende!